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19.03.2008

UPDATE: Rheinmetall peilt 2008 vorsichtige EBIT-Steigerung an

(NEU: Aussagen des Managements, Analysteneinschätzung, Aktienkurs)

(NEU: Aussagen des Managements, Analysteneinschätzung, Aktienkurs)

Von Dorothee Tschampa

DOW JONES NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Rheinmetall AG will im laufenden Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 280 Mio und 290 Mio EUR erzielen und den Gewinn damit weiter ausbauen. Im vergangenen Jahr war das EBIT des Automobilzulieferers und Rüstungskonzerns um 26% auf 270 Mio EUR gestiegen. "Wir sind ein konservatives Haus," verteidigte Rheinmetall-Vorstandsvorsitzender Klaus am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz den Ausblick.

Rheinmetall sei bislang "gut beraten gewesen", die Prognose nicht nur erfüllen, sondern auch übertreffen zu wollen, sagte der Manager. Im vergangenen Jahr hatte sich der Düsseldorfer MDAX-Konzern erst im November auf eine Ergebnisbandbreite von 250 Mio bis 260 Mio EUR festgelegt. Am Ende fiel das Ergebnis besser aus. Beim Umsatz traf Rheinmetall mit 4,005 Mrd EUR die eigene Schätzung von rund 4 Mrd EUR. Aus Sicht von Eberhardt sind damit die "prognostizierten Ziele voll erreicht".

Analysten stießen sich am Mittwoch an dem aus ihrer Sicht "vorsichtigen" Ausblick. Der Marktkonsens lautete für 2008 auf ein EBIT von 305 Mio EUR, sagte Dirk Nettling von der Commerzbank: "Die Abweichung ist doch recht deutlich". Anleger sahen dies ähnlich. Mit einem Minus von 3,5% auf 42,77 EUR gehörte die Rheinmetall-Aktie am frühen Nachmittag zu den schwächsten Werten in einem ohnehin schwachen Umfeld.

Analyst Nettling selbst traute Rheinmetall bisher für das laufende Jahr 295 Mio EUR EBIT zu. Auch dies sei eine konservative Schätzung. Denn vor allem die Rheinmetall-Rüstungssparte habe im laufenden Jahr "faire Chancen" das Wachstumsziel von 5% zu übertreffen.

Rheinmetall hat sich für 2008 beim Umsatz organisches Wachstum in der Größenordnung von 3% im Bereich Automotive und von 5% im Bereich Defence vorgenommen. Das EBIT von Automotive soll stärker als der Umsatz zulegen, für Defence soll das EBIT-Wachstum mindestens dem des Umsatzes entsprechen.

"Bei allen Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten sind wir gut in das neue Jahr gestartet", sagte Eberhardt. Wechselkursschwankungen dürften 2008 "keine nennenswerten negativen Einflüsse" haben. Gegen dieses Risiko sieht sich der Konzern gut abgesichert.

Auch 2009 strebt Rheinmetall Wachstum bei Umsatz und Ergebnis an. Außerdem bekräftigte Eberhardt das mittelfristige Ziel einer EBIT-Marge von 9% im Jahr 2010. 2007 lag die EBIT-Marge konzernweit bei 6,7%, gegenüber 5,9% im Vorjahr.

Im Bereich Automotive will der Konzern seine Aktivitäten verstärkt internationalisieren und setzt auf Innovationen beim Kraftstoffmanagement von Fahrzeugen. Die verschärften Emissionsgesetze weltweit bezeichnete Eberhardt als "Wachstumstreiber für die Zukunft". Auch auf dem rückläufigen US-Markt werden die Produkte von Rheinmetall weiter nachgefragt. Neue Standorte will Rheinmetall in Osteuropa, Mexiko, China und Indien aufbauen.

Für die Rüstungssparte bleibt die deutsche Bundeswehr "der wichtigste Referenzkunde". Allerdings verwies das Unternehmen am Mittwoch auf den erneut gestiegenen Auslandsanteil von nun 65% (63%) am Umsatz. Dabei machte Nordamerika mit 9% vor dem Nahen Osten mit 7% den größten Anteil am Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs aus.

Nach der Übernahme des niederländischen Panzerherstellers Stork PWV schließt Rheinmetall weitere Zukäufe nicht aus. "Chancen für wertsteigernde Akquisitionen" würden weiter genutzt, erklärte Eberhardt: "Wir wollen weltweit einer der drei größten Anbieter für landgestützte Streitkräfte werden." Das sei allein mit organischem Wachstums nicht möglich.

Spekulationen, das Unternehmen werde sich im Falle eines größeren Zukaufs in der Defence-Sparte vom Bereich Automotive trennen, wies der Manager zurück: "Wir bekennen uns klar zu Automotive und Defence".

Im abgelaufenen Jahr gingen vom Bereich Defence stärkere Wachstumsimpulse aus. Hier kletterten die Erlöse um 22% auf 1,757 Mrd EUR und das EBIT um 44% auf 160 Mio EUR. Der Bereich Automotive erzielte ein 3-prozentiges Umsatzplus auf 2,249 Mrd EUR. Das EBIT legte um 7 Mio auf 120 Mio EUR zu.

Im Konzern erzielte Rheinmetall, wie im Februar berichtet, einen Jahresüberschuss 150 Mio EUR aus. Das sind 22% mehr als im Vorjahr. Je Aktie sind das 4,15 (3,41) EUR. Für das abgelaufene Geschäftsjahr will der Konzern eine Dividende von 1,30 (1,00) EUR zahlen.

Webseite: http://www.rheinmetall.de/ -Von Dorothee Tschampa, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 102; dorothee.tschampa@dowjones.com DJG/dct/rio

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