Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.10.2009

UPDATE: SAP senkt erneut Erwartung für seine Kernerlöse

(NEU: Details, Brandt, Analyst)

(NEU: Details, Brandt, Analyst)

Von Philipp Grontzki

DOW JONES NEWSWIRES

WALLDORF (Dow Jones)--Der Softwarekonzern SAP hat mit seinem Drittquartalsausweis die Markterwartungen verfehlt und seine Annahme für die Kernerlöse im laufenden Jahr erneut nach unten geschraubt. Wie das DAX-Unternehmen aus Walldorf am Mittwoch mitteilte, werden die Software- und softwarebezogenen Serviceumsätze - also im Wesentlichen die Lizenz- und Wartungserlöse - gegenüber dem Vorjahr um 6% bis 8% sinken. Bislang wurde für 2009 ein Minus von 4% bis 6% in Aussicht gestellt.

Die zuletzt ausgegebene Margenerwartung wurde bestätigt. Die SAP AG hatte den Margenausblick Ende Juli auf eine Spanne zwischen 25,5% und 27% erhöht, damals zugleich aber die Erwartung für die Software- und softwarebezogenen Serviceumsätze gesenkt. Ursprünglich hatte SAP im Januar für 2009 eine operative Marge von 24,5% bis 25,5% unter der Annahme prognostiziert, dass die Kernumsätze stabil bleiben bzw um maximal 1% sinken.

Im dritten Quartal verzeichnete SAP überraschend einen Rückgang beim operativen Gewinn um 1% auf 606 (Vorjahr 614) Mio EUR. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg auf 663 Mio EUR erwartet.

Die für Softwareunternehmen wichtigen Lizenzumsätze sanken um 31% auf 525 Mio EUR und lagen damit ebenfalls unter den Markterwartungen - Analysten hatten mit einem Minus von rund 25% gerechnet. Lizenzumsätze schlagen sich in künftigen konstanten Wartungserlösen nieder. Auch die Software - und softwarebezogenen Serviceerlöse blieben mit 1,937 (1,994) Mrd EUR unter der Konsensschätzung von 1,991 Mrd EUR.

SAP hat seit dem Kollaps von Lehman Brothers im September 2008 mit der anhaltenden Investitionsunlust von Unternehmen zu kämpfen. Als Folge hat das Unternehmen umfangreiche Sparmaßnahmen eingeleitet, wobei der größte Einschnitt der Abbau von 3.000 Stellen im laufenden Jahr ist. Dies wird SAP 2009 mit rund 200 Mio EUR belasten. In den ersten neun Monaten wurden davon bereits 186 Mio EUR verbucht.

Den Gesamtumsatz gab SAP für das dritte Quartal mit 2,508 (2,761) Mrd EUR und das Konzernergebnis mit 435 (389) Mio EUR an.

Finanzvorstand Werner Brandt sagte, die Kernerlöse in der Periode seien auch unter den Erwartungen von SAP selbst geblieben, und führte dies in erster Linie auf die "schwierige" Situation in den Schwellenländern und auch Japan zurück. Laut Brandt gibt es zwar Zeichen einer Stabilisierung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds - dennoch bleibe das Geschäftsumfeld für SAP weiter herausfordernd.

"Viele Unternehmen dürften zwar die Absicht haben zu investieren, aber diesen Absichten scheinen noch zu wenig Taten zu folgen", sagte Stephan Wittwer, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg.

SAP legt bei seinem Ausblick um Wechselkurseinflüsse bereinigte Non-GAAP-Zahlen zugrunde. Diese beinhalten auch bestimmte Umsätze der zugekauften Gesellschaft Business Objects, die SAP nach US-GAAP nicht in voller Höhe ausweisen darf. Daneben sind sie bereinigt um akquisitionsbedingte Aufwendungen. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern auf dieser Basis eine operative Marge von 28,4%. Die Kosten für den Stellenabbau sind in dem Ausblick für 2009 bereits enthalten.

Webseite: www.sap.com -Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107; philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/brb -0-

Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.