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06.08.2010

UPDATE: SAP sieht geringen Schaden für Oracle durch Datenklau

(NEU: Finanzielle Details)

(NEU: Finanzielle Details)

WALLDORF (Dow Jones)--Der Softwarekonzern SAP hat im Rechtsstreit mit Oracle um Datendiebstahl den aus seiner Sicht entstanden Schaden für den US-Konkurrenten beziffert. Dieser dürfte im zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich liegen, heißt es in einer Eingabe des Walldorfer DAX-Konzerns an das zuständige Gericht in Kalifornien. Oracle geht hingegen von einer Summe jenseits von 1 Mrd USD aus. Dies ist laut SAP "völlig überzogen".

Der Streit dreht sich um die ehemalige SAP-Dienstleistungstochter TomorrowNow. Oracle hatte SAP im März 2007 in den USA auf Schadensersatz verklagt, da TomorrowNow im großen Umfang Kundendaten von Oracle-Datenbanken ohne die erforderliche Genehmigung heruntergeladen haben soll. SAP hatte einzelne Übergriffe durch Mitarbeiter von TomorrowNow zugegeben. Der Prozess soll am 1. November 2010 beginnen.

SAP teilte nun mit, der Konzern werde die Verantwortung von TomorrowNow für die von Oracle in der Klage geltend gemachten Urheberrechtsverstöße und unangemessenen Downloads nicht bestreiten sowie die finanzielle Verantwortung einer Entscheidung gegen die inzwischen geschlossene Sparte akzeptieren. Die Forderungen von Oracle seien aber deutlich zu hoch.

"SAP ist bereit, Oracle einen durch die eingeschränkte Geschäftstätigkeit von TomorrowNow tatsächlich verursachten Schaden zu ersetzen", erklärte Finanzvorstand Werner Brandt. "Die völlig überzogenen Schadensersatzforderungen von Oracle sind jedoch kontraproduktiv zu unseren Bestrebungen, eine faire Lösung zu finden."

Ende Januar hatte Brandt gesagt, SAP habe für den Rechtsstreit bislang 100 Mio USD zurückgestellt.

Webseiten: www.sap.de www.oracle.com -Von Philipp Grontzki und Markus Klausen, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, tmt.de@dowjones.com DJG/phg/rio

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