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03.04.2008

UPDATE: Siemens beendet Prüfung der Kraftswerksprojekte im April

(NEU: Weitere Aussagen von Siemens Sektor-CEO Dehen)

(NEU: Weitere Aussagen von Siemens Sektor-CEO Dehen)

Von Beate Preuschoff und Alexander Becker

DOW JONES NEWSWIRES

BERLIN (Dow Jones)--Die Überprüfung der Kraftwerks-Großprojekte bei der Siemens AG soll bis Ende April abgeschlossen sein. Die Prüfung laufe weiter, sagte Wolfgang Dehen, der CEO des dafür verantwortlichen Konzern-Sektors Energy, am Donnerstag Dow Jones Newswires in Berlin. Derzeit zeichneten sich aber keine zusätzlichen Belastungen ab. Die kürzlich genannte Summe von 600 Mio EUR Ergebnisbelastung aus gefährdeten Großprojekten im Kraftwerksbau gelte noch.

Siemens hatte Mitte März wegen Problemen bei der Umsetzung von Großprojekten eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr ausgegeben. Insgesamt belief sich die Summe der Belastungen daraus auf 900 Mio EUR. Im Kraftwerksgeschäft waren bis dahin rund 80% der Projekte überprüft.

Trotz der Probleme bei der Abarbeitung alter Aufträge sieht Dehen die aktuelle Lage im Geschäftsfeld Strominfrastruktur optmistisch. Der Markt für Neu- wie Ersatzkraftwerke sei "immer noch erfreulich", sagte Dehen: "Wir sehen eigentlich sehr hoffnungsfroh in die mittlere Zukunft". Auf die Engpässe vor allem beim Personal habe Siemens mit geeigneten Maßnahmen reagiert. Der Konzern hatte seine Probleme bei den Großprojekten unter anderem mit einem Mangel an Projektingenieuren begründet.

Seit 2002 liege die Branche weltweit "unter Vollauslastung der Kapazitäten", sagte Dehen. Wenn momentan über Kraftwerksprojekte gesprochen werde, handele es sich um Projekte, die in den Jahren 2011/2012 realisiert werden könnten. "Das gilt sicher nicht nur für mein Haus, sondern auch für die Wettbewerber." Das ganze geschehe in einem Marktumfeld mit teils rasant anziehenden Preisen etwa beim Stahl, sagte Dehen. Auch beim Beton seien "die Preise in einer Richtung hinausgeschossen", bei der das eine oder andere Projekt nochmals auf seine Wirtschaftlichkeit überprüft werden müsse.

Die "langen Horizonte", die für eine Realisierung von fossilen Kraftwerken gelten, gibt es nach Dehens Angaben inzwischen auch für Windkraftanlagen: "Mein Haus ist bis 2011 bei Windanlagen ausverkauft." Pro Jahr müssten in der Windenergie die Kapazitäten verdoppelt werden. Daraus sei zu ersehen, dass das Geschäft auf einem relativ erfreulichen Weg sei, sagte Dehen.

Der Siemens-CEO des Energy-Sektors bekräftigte die Absicht, bei den Erneuerbaren Energien das Konzern-Portfolio auszuweiten, das derzeit fast ausschließlich auf Windenergietechnik ausgerichtet ist. Seit Jahresbeginn ist der Bereich neu aufgestellt und um eine Division "Renewable Energy" erweitert worden. In welchen Bereichen Siemens künftig verstärkt tätig wird, sondiert der Konzern derzeit. "Zügig" sollen diese Sondierungen zu einem Ende gebracht werden, sagte Dehen, nannte aber keinen Zeitrahmen.

Der für Renewable Energy zuständige CEO Rene Umlauft hatte zu einem früheren Zeitpunkt erste Entscheidungen über etwaige neue Investitionen in den Bereichen Solar-, Biomasse- und geothermische Energie für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt.

Webseite: http://www.siemens.com/ -Von Beate Preuschoff und Alexander Becker, Dow Jones Newswires; +49 (0)30 - 2888 4122, beate.preuschoff@dowjones.com DJG/bep/abe/rio

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