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08.11.2007

UPDATE: Siemens erhöht Margenziele für operative Einheiten

(NEU: Details und Hintergrund) Von Alexander Becker Dow Jones Newswires

(NEU: Details und Hintergrund) Von Alexander Becker Dow Jones Newswires

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG legt die Messlatte für ihr operatives Geschäft höher und hat eine Erhöhung der aktuellen Margenziele angekündigt. Zudem bezifferte Siemens erstmals die relevanten Märkte für die künftigen Sektoren Energy, Industrie und Healthcare in der neuen Konzernstruktur. Der geplante umfassende Konzernumbau soll genutzt werden, um Kosten in Verwaltung und Vertrieb zu senken.

Die Schaffung neuer Strukturen unterhalb der drei Sektoren Energy, Industrie und Healthcare sollen Siemens einfacher, transparenter, fokussierter und im Ergebnis schneller und erfolgreicher machen, sagte der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz. "Damit ist auch klar, dass wir über die bisherigen Ziele des 'Fit for 2010'-Programms hinausgehen werden".

Löschers Vorgänger Klaus Kleinfeld hatte das Programm "Fit for 2010" zu den Halbjahreszahlen vorgestellt und dabei bereits die Margenzielbänder für die meisten Siemens-Bereiche angehoben. Nun sollen die Margenzielbänder für die Sektoren Energy und Industrie nochmals gestrafft und Ende Januar vorgestellt werden. Für den Bereich Medical Solutions gelten dagegen bereits "ab sofort" neue Margenvorgaben. Demnach wird das Zielband für Med auf 14% bis 17% von zuvor 13% bis 15% angehoben.

Der Münchner DAX-Konzern hatte im Oktober angekündigt, die bisherige Bereichsstruktur aufzubrechen und das operative Geschäft komplett neu zu ordnen. Künftig soll es auf oberster Ebene drei so genannte Sektoren, nämlich Energy, Industry und Healthcare geben, denen jeweils ein operativ vollverantwortlicher Vorstand im Konzern vorstehen soll. Unterhalb der Sectors-Ebene sollen Divisions und Business Units angesiedelt werden. Die bisherige Aufgliederung in Bereiche wird es demnach in ihrer derzeitigen Form künftig nicht mehr geben.

Siemens nannte nun erstmals konkrete Zahlen zu der Größe der für die drei Sektoren relevanten Märkte. Der Energy-Sector wird im Wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Bereiche Power Generation (PG) und Power Transmission & Distribution (PTD) zusammenfassen. Laut Siemens wächst der entsprechende Markt mit 11% pro Jahr. Dessen Gesamtvolumen werde im Jahr 2010 bei deutlich über 300 Mrd EUR gesehen.

Der Industry-Sector soll künftig "aus großen Teilen" der Bereiche Automation & Drives (A&D), Industrial Solutions & Services (I&S), Transportation Systems (TS), Siemens Building Technologies (SBT) und Osram bestehen. Bei einem jährlichen Wachstum von rund 5% geht Siemens 2010 von einem Markt von fast 500 Mrd EUR aus.

Der Healthcare-Sector wird im Wesentlichen aus dem Bereich Medical Solutions (Med) umfassen. Hier wird der erreichbare Markt bei 57 Mrd EUR gesehen.

Die neue Struktur soll vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats ab Januar 2008 implementiert werden. Die externe Finanzberichterstattung soll ab dem dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 auf die neue Struktur umgestellt werden, teilte Siemens mit. Dabei sollen Finanzinformationen sowohl für die Sektoren als auch in der Ebene darunter ausgewiesen werden. "Wir erhöhen unsere Transparenz in der Berichterstattung im Vergleich zu heute noch einmal deutlich", so Löscher.

Siemens will die Umstrukturierung zudem nutzen, um Kosten im Vertrieb und der allgemeinen Verwaltung zu senken. So soll der Kostenanteil von Vertrieb und Verwaltung am Umsatz bis 2010 um 10% bis 20% gesenkt werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag dieser Wert bei rund 17% gemessen am Umsatz.

Künftig sollen die allgemeinen Verwaltungskosten in Zentralen, Sektoren und Regionen optimiert werden. Marketing- und Vertriebsprozesse sollen effizienter gestaltet wurden. Die Maßnahmen zur Kostensenkung sollen im Januar 2008 beginnen.

Webseite: http://www.siemens.com - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/jhe

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