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09.11.2007

UPDATE: Siemens nennt Wachstumsziele für neue Sektoren in 07/08

(NEU: Aussagen CEO, CFO)

(NEU: Aussagen CEO, CFO)

Von Alexander Becker

DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG hat erstmals Wachstumsziele für die neuen drei Sektoren definiert, in die sich das operative Geschäft künftig aufteilen wird. Nachdem der Münchner DAX-Konzern bereits ambitioniertere Margenzielbänder für das neu aufgestellte Geschäft angekündigt hatte, setzte das Management auf der jährlichen Siemens-Analystenkonferenz am Freitag in London auch den Umgang mit dem nicht zum Kerngeschäft gehörenden Beteiligungen auf die Agenda.

Der Münchner DAX-Konzern hatte im Oktober angekündigt, die bisherige Bereichsstruktur aufzubrechen und das operative Geschäft komplett neu zu ordnen. Künftig soll es auf oberster Ebene drei Sektoren Energy, Industry und Healthcare geben. Die bisherige Aufgliederung in Bereiche wird es demnach in ihrer derzeitigen Form künftig nicht mehr geben. Die neue Konzernstruktur soll vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats ab Januar 2008 implementiert werden.

Für das laufende Geschäftsjahr wird der Energy-Sektor mit einem deutlich größerem Umsatzwachstum als im Konzernschnitt gesehen, so der neue Vorstandsvorsitzende Peter Löscher vor den Analysten. Während das Umsatzwachstum im Konzern beim zweifachen des weltweiten Wachstums des Bruttoinlandsprodukt (BIP) gesehen wird, soll das Wachstum des Energy-Sektors bei einer weltweiten BIP-Rate "hoch zwei" liegen.

Dabei soll die Marge des Sektors trotz bestehender margenschwacher Projekte in den Auftragsbüchern steigen. Der Energy-Sektor setzt sich aus den Bereichen Power Generation (PG) und Power Transmission and Distribution (PTD) zusammen. Beide Bereiche hatten bereits im vergangenen Geschäftsjahr kräftige Zuwächse bei Umsatz und Auftragseingang verzeichnet. Wie Löscher mit Blick auf die Margensituation weiter ausführte, habe sich zuletzt die Qualität der Auftragseingänge bei PG verbessert.

Der Industry-Sektor besteht künftig aus den Bereiche Automation & Drives (A&D), Industrial Solutions & Services (I&S), Transportation Systems (TS), Siemens Building Technologies (SBT) und Osram. Bei einem jährlichen Wachstum von rund 5% geht Siemens 2010 von einem Markt von fast 500 Mrd EUR aus. Wie Siemens nun mitteilte, soll das A&D-Geschäft im laufenden Geschäftsjahr doppelt so stark wie der Markt wachsen.

Der Healthcare-Sektor wird im Wesentlichen den Bereich Medical Solutions (Med) umfassen. Hier sieht Siemens 2007/08 das Umsatzwachstum währungsbereinigt auf Konzernniveau. Dabei will Siemens bei Healthcare den Marktanteil in den USA und weltweit ausbauen, so Löscher. Hier hatte Siemens zuvor den generell erreichbaren Markt mit 57 Mrd EUR beziffert.

Zwar sei in Folge der geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen in den USA mit einem holprigen ersten Halbjahr, so Löscher mit verwies auf den deficit reduction spending act in den USA. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres werde aber wohl wieder ein beschleunigtes Wachstum zu sehen sein.

In den USA haben die Medizintechnikanbieter bereits seit mehreren Quartalen mit dem Deficit-Reduction-Programm der Regierung zu kämpfen, das auch die Ausgaben der US-Krankenhäuser deckelt. Analysten zufolge sei generell davon auszugehen, dass der US-Markt für alle Medizintechnikanbieter auch künftig nicht einfacher werden wird.

Bereits am Vortag hatte Siemens mitgeteilt, dass für die Medizintechnik "ab sofort" höhere Margenziele gelten. Demnach liegt das Zielband nun bei 14% bis 17% von zuvor 13% und 15%. Für die übrigen beiden Sektoren Industry and Energy will Löscher die neuen Vorgaben im Januar verkünden.

Wie Löcher und Finanzvorstand Joe Kaeser vor den Analysten in London wiederholt sagten, gelten für die Beteiligungen des Unternehmens die gleichen Anforderungen an die Kapitaleffizienz wie für das Kerngeschäft.

In diesem Zusammenhang kündigte Siemens nun auch eine Konsolidierung ihrer "sonstigen Aktivitäten" an. Es sei nun an der Zeit einen genaueren Blick auf dieses Feld zu werfen, so Finanzvorstand Kaeser. Ein entsprechendes Projekt zur Konsolidierung sei gestartet worden.

Siemens führt in den sonstigen Aktivitäten unter anderem Siemens Home and Office Communication Devices (SHC) und andere kleinere Beteiligungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wies Siemens für die "Sonstigen operativen Aktivitäten" einen Umsatz von 2,884 Mrd EUR und ein Bereichsergebnis von minus 193 Mio EUR aus. Der Free Cash Flow lag bei minus 292 Mio EUR.

Bei den in diesem Bereich gesammelten Beteiligungen und Töchtern müsse man nun schauen, ob diese sich sinnvoll in die Sektoren integrieren lassen oder womöglich ein neuer Eigentümer die bessere Lösung sei.

Webseite: http://www.siemens.com - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/cbr

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