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26.04.2007

UPDATE: Siemens setzt sich neue Ertragsziele auf Konzernebene

(NEU: Details, Hintergrund, Händlereinschätzung)

Von Alexander Becker und Michael Brendel

Dow Jones Newswires

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG hat mit dem Erreichen der Margenziele im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2006/07 ihr Effizienzsteigerungsprogramm "Fit4More" für beendet erklärt. Dafür wurde nun das Programm "Fit for 2010" angekündigt. Dieses beinhalte "ehrgeizige Ziele für Wachstum, Kapitaleffizienz und Cash-Flow-Generierung", teilte der Münchner DAX-Konzern am Donnerstag im Vorfeld seiner Halbjahrespressekonferenz mit. Damit setzt sich Siemens konkrete Ertragsziele auf Konzernebene.

Bislang hatte das Unternehmen lediglich individuelle Renditevorgaben für die einzelnen Bereiche ausgegeben. Diese Ziele hatte das Unternehmen im zweiten Quartal erreicht und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Alle Bereiche haben den Angaben zufolge die Margenvorgaben erfüllt oder lagen darüber. Die Mehrzahl der Bereiche habe dabei "starke, zweistellige" Wachstumsraten ausgewiesen, wobei Automation & Drives (A&D) die höchste Rendite von 14,2% (12,0%) auswies. Das Segment SBS (Siemens Business Services) schaffte mit einem Bereichsergebnis von 63 Mio EUR den Sprung in die Gewinnzone nach einem durch Restrukturierungskosten verursachten Verlust im Vorjahresquartal von 199 Mio EUR.

Das stärkste Umsatzwachstum wies der Bereich Power Generation (PG) mit einem Plus von 25% auf 3,1 Mrd EUR aus. Grund sei eine starke Nachfrage im Wind- und Industriekraftwerksgeschäft gewesen. Die vor einem Börsengang bzw. zum Verkauf stehende Automobilzulieferer-Sparte VDO schaffte ein Umsatzplus von 3% auf 2,7 Mrd EUR, wobei das Ergebnis allerdings um 5% auf 169 Mio EUR sank. Im Vorjahr hatte VDO den Angaben zufolge noch von einem Einmalerlös durch einen Beteiligungsverkauf profitiert.

Händler sprachen in einer ersten Einschätzung von einer sehr guten Spartenentwicklung. Die Margen hätten sich in vielen Bereichen deutlich besser als erwartet entwickelt. Damit könnte sich der Abgabedruck auf die Aktie zur Eröffnung in Grenzen halten, so ein Teilnehmer. Vorbörslich werden Siemens bei 87,40 EUR gesehen nach einem Vortagsschluss von 88,36 EUR.

Medien hatten bereits zuvor berichtet, dass alle Sparten innerhalb der für das zweite Quartal definierten Margenspannen liegen sollen. Der scheidende Vorstandsvorsitzende Klaus Kleinfeld hatte das Erreichen der individuellen Margenziele zum Ende des zweiten Quartals 2006/07 bei seinem Amtsantritt vor zwei Jahren als Maßgabe für alle Sparten ausgegeben.

Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten sich allerdings skeptisch gezeigt und damit gerechnet, dass vier Sparten die Renditevorgaben verfehlen werden. Dazu gehörten den Schätzungen zufolge wie schon im Vorquartal die Sparten PG, Transportation Systems (TS) und Siemens IT Solutions and Services (SIS), Siemens Building Technologies (SBT).

Am Dienstagabend hatte Siemens bereits Konzernzahlen vorgelegt, die deutlich über den Konsensschätzungen der Analysten lagen. Der Umsatz legte im Berichtszeitraum um 10% auf 20,626 Mrd EUR zu und der Auftragseingang um 9% auf 23,469 Mrd EUR. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten hier lediglich mit einem Zuwachs um 5% bzw 6% gerechnet.

Die Margenziele sollen nun "für die Mehrzahl der Bereiche" angehoben werden, teilte Siemens am Donnerstag weiter mit. Konkrete Angaben dazu machte das Unternehmen ebenso nicht, wie zu den angekündigten Ertragszielen für die Konzernebene. Konkretere Angaben dazu sind aber im weiteren Verlauf des Tages zu erwarten. Analysten hatten bereits im Vorfeld die Erwartungen geäußert, dass der Konzern konkrete Ertragsziele auch auf Konzern-Ebene ausgeben wird.

Webseite: http://www.siemens.de

- Von Alexander Becker und Michael Brendel, Dow Jones Newswires,

+49 (0)69 - 29725 505

DJG/abe/mbr/smh

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