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02.08.2010

UPDATE: Sky Deutschland braucht 340 Mio EUR frisches Kapital

(NEU: CEO in Telefonkonferenz, weitere Details)

(NEU: CEO in Telefonkonferenz, weitere Details)

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Bezahlsender Sky Deutschland will sich erneut frisches Kapital besorgen und wird dabei von seinem Großaktionär News Corp kräftig unterstützt. Mindestens 340 Mio EUR will der Konzern zur Stärkung der eigenen Finanzsituation und zum Ausbau von Programm und Service einnehmen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Geschehen soll dies zum einen über die Ausgabe neuer Aktien, zum anderen soll eine Wandelanleihe ausgegeben werden. Sollte auch dies noch nicht ausreichen, werde Großaktionär News Corp über eine Tochter ein Gesellschafterdarlehen bereitstellen, hieß es in der Mitteilung.

Die komplette Kapitalerhöhung werde von News Corp abgesichert. Der Medienkonzern habe sich verpflichtet, bis zum Erreichen der Schwelle von 49,9% am Grundkapital von Sky Deutschland Aktien aus der Bezugsrechtsemission nach Abschluss der Finanzierungsmaßnahmen zu zeichnen.

Das Bezugsangebot für die neuen Aktien ist für die Monate September und Oktober geplant, die Wandelanleihe und das Gesellschafterdarlehen sollen bis spätestens 31. Januar 2011 zu Verfügung gestellt werden, hieß es in der Mitteilung. Zuletzt hatte News Corp den Bezahlsender im Dezember 2009 mit einer Kapitalspritze von 110 Mio EUR unterstützt.

Sky Deutschland teilte am Montag auch überraschend Zahlen für das zweite Quartal mit. Demnach lag das EBITDA bei -47,4 Mio EUR (Vorjahr: -63,4 Mio. EUR). Netto konnte der Bezahlsender 6.000 Abonennten hinzugewinnen und zählt nun 2,476 Mio zahlende Kunden.

Sky Deutschland kappt nun auch seine bisherige Prognose in Teilen. Bislang hatte der Konzern im laufenden Jahr ein negatives EBITDA im Bereich von 130 Mio bis 170 Mio EUR erwartet. Nun rechnet das Unternehmen damit, dass der EBITDA-Verlust noch deutlich höher ausfallen wird. Im kommenden Jahr soll sich das EBITDA dann zwar verbessern, aber ebenfalls im roten Bereich bleiben. Bislang hatte das Management noch gehofft, im ersten Quartal 2011 ein kostendeckendes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichen zu können.

Für das zweite Halbjahr geht Vorstandsvorsitzender Brian Sullivan von einem Verlauf aus, der jenem der zweiten sechs Monate des Vorjahres ähnelt, wie er am Montag in einer Telefonkonferenz erläuterte. Sullivan zeigte sich dabei mit dem Wachstum beim Umsatz je Kunde (ARPU) noch nicht zufrieden. Im abgelaufenen Quartal lag der ARPU bei 28,62 EUR nach 25,20 EUR im Vorjahresquartal. Ob weiterhin das Ziel verfolgt wird, im Auftaktquartal 2011 mindestens 2,8 Mio zahlende Kunden zu erreichen, ließ Sullivan offen.

News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, hält nach jüngsten Angaben 45,42% an Sky Deutschland.

Webseite: http://info.sky.de -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/kgb/cbr

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