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12.05.2009

UPDATE: Smartrac leidet unter Rückgang im US-Pass-Geschäft

AMSTERDAM (Dow Jones)--Erhebliche Rückgänge im US-Geschäft verhageln dem Funktechnologiehersteller Smartrac NV die Bilanz des ersten Quartals. Der Konzernüberschuss ging auf 1,6 Mio EUR von 4,5 Mio EUR im Vorjahresquartal zurück, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

AMSTERDAM (Dow Jones)--Erhebliche Rückgänge im US-Geschäft verhageln dem Funktechnologiehersteller Smartrac NV die Bilanz des ersten Quartals. Der Konzernüberschuss ging auf 1,6 Mio EUR von 4,5 Mio EUR im Vorjahresquartal zurück, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Obwohl der Umsatz um 8% auf 29,4 Mio EUR gesteigert wurde, fiel auch das EBITDA mit 3,5 Mio EUR deutlich schlechter aus als in der Vorjahresperiode, in der es noch bei 6,8 Mio EUR lag. Das Ergebnis je Aktie sank auf 0,12 EUR von 0,34 EUR.

Zum Ausblick 2009 wurde der TecDAX-Konzern wenig konkret: Smartrac erwartet ein profitables Geschäftsjahr mit einem positiven operativen Cash-Flow. Das Management bekräftigte das Ziel, organisch zu wachsen. Für das zweite Quartal erwartet Smartrac "ein weiterhin schwieriges Umfeld". Aufgrund erster Anzeichen einer Erholung sei die Geschäftsführung aber zuversichtlich, dass es im zweiten Halbjahr 2009 zu einer Verbesserung kommen werde.

Im ersten Quartal verzeichnete Smartrac vor allem im Geschäft mit RFID-Chips für US-Reisepässe und im Automobilsektor einen erheblichen Rückgang. Der Umsatz mit Sicherheitstechnik sank um 7% auf 22,8 Mio EUR. Das Security-Segment mit Chips etwa für Ausweisdokumente ist margenträchtiger als das Industrie-Segment, in dem unter anderem RFID-Technik zur Tieridentifikation produziert wird.

Der Anteil am Konzernumsatz ging im ersten Quartal 2009 auf 78% von 90% zurück. Neu akquirierte Passprojekte und ein Wachstum von 24% des Geschäftsbereichs Cards konnten dennoch den erheblichen Rückgang im Geschäft mit US-Pässen nicht vollständig ausgleichen.

Im Industriebereich mit den Geschäftsfeldern Industrie und Logistik sowie Tickets und Labels stieg der Umsatz auf 6,4 Mio EUR von 1,9 Mio EUR, was neben organischem Wachstum vor allem auf die Konsolidierung der Sokymat Automotive GmbH seit dem 26. September 2008 zurückzuführen sei, so Smartrac.

Smartrac-CEO Christian Fischer sprach von einem "ordentlichen Ergebnis". Das auf RFID spezialisierte Geschäftsmodell habe die Fähigkeit gezeigt, erhebliche Rückgänge in einzelnen Produktbereichen auszugleichen und dennoch ein Umsatzwachstum zu erzielen.

Das zurückhaltende Bestellverhalten der Kunden hatte im abgelaufenen Quartal in allen Geschäftsbereichen erhebliche Auswirkungen auf die Auslastung und Effizienz des weltweiten Produktionsnetzwerk des Unternehmens. Dabei hatte Smartrac erst im März eine neue Produktionsstätte nahe Bangkok eröffnet. Die Zahl der Mitarbeiter ging auf 2.604 von 2.666 im Vorjahresquartal zurück.

CEO Fischer hatte bereits im März zur Vorlage der Jahreszahlen 2008 darauf hingewiesen, dass Smartrac im laufenden Jahr sicher nicht dem Wachstumstrend der vergangenen Jahre werde folgen können. Der RFID-Herstelller hatte von 2004 bis 2007 Umsatz und EBITDA versiebenfacht.

Das Unternehmen mit Sitz in Amsterdam rechnet für 2009 mit einem herausfordernden Jahr. Dennoch geht Smartrac laut Angaben aus März 2009 davon aus, dass der Markt für RFID-Chips weiterhin ein Wachstumsmarkt mit jährlichen Zuwachsraten von bis zu 25% bleiben wird, von denen das Unternehmen profitieren will. Smartrac ist Hersteller und Zulieferer von RFID-Komponenten, die für das öffentliche Verkehrswesen, Zutrittskontrolle, Tieridentifikation, Industrie und Logistik eingesetzt werden.

Zudem werden Smartrac-Chips in modernen Reisepässen und kontaktlosen Kreditkarten eingesetzt. Seit dem Börsengang im Juli 2006 firmiert Smartrac NV als Aktiengesellschaft mit Sitz in Amsterdam unter niederländischem Recht.

Webseite: http://www.smartrac-group.com

DJG/mak/smh

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