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13.07.2009

UPDATE: Software AG will sich IDS Scheer einverleiben

(NEU: Aussagen eines Software-AG-Sprechers, weitere Details und Hintergrund) Von Philipp Grontzi und Florian Faust DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Aussagen eines Software-AG-Sprechers, weitere Details und Hintergrund) Von Philipp Grontzi und Florian Faust DOW JONES NEWSWIRES

DARMSTADT (Dow Jones)--Die Darmstädter Software AG will die IDS Scheer AG übernehmen. Laut einer Mitteilung vom Montagabend bietet Software AG dafür 15 EUR je IDS-Papier, was bei rund 32,2 Mio ausstehenden Aktien einem Transaktionsvolumen von rund 480 Mio EUR entspricht. Ein Sprecher der Software AG sagte auf Anfrage von Dow Jones Newswires, dass sein Unternehmen die Transaktion ohne eine Kapitalerhöhung stemmen werde.

IDS-Scheer-Gründer August-Wilhelm Scheer sowie der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Alexander Pocsay, beide Großaktionäre von IDS Scheer, haben laut Mitteilung der Software AG mit dem Unternehmen bereits einen Vertrag zum Verkauf von insgesamt 47,68% der ausgegebenen IDS-Scheer-Aktien geschlossen.

Die Veräußerung der Anteile soll den Angaben zufolge im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots erfolgen, das allen IDS-Aktionären im laufenden Quartal unterbreiten wird. Im nachbörslichen Handel wurden IDS Scheer bei Lang & Schwarz in der Mitte zum Übernahmepreis von 15 EUR gestellt, was 38,9% über dem XETRA-Schlusskurs von 10,80 EUR lag. Software AG hätten sich dagegen nicht bewegt, sagte ein Händler am Montagabend.

Die Software AG gliedert ihr Geschäft in den Datenmanagement-Bereich ETS und das Segment webMethods. Das Unternehmen hatte 2007 die US-Gesellschaft webMethods Inc für mehr als 500 Mio USD erworben und gliedert in diesen Bereich nun ihre Aktivitäten rund um Integrationssoftware.

Die Ankündigung der Übernahme kommt überraschend. Peter Gérard, Vorstandsvorsitzender von IDS Scheer, sagte Anfang März auf der CeBIT, dass es regelmäßig Anfragen von Interessenten gebe, ob IDS Scheer zum Verkauf stehe, sich dieses Thema für das Unternehmen aber nicht stelle. Software-AG-CEO Karl-Heinz Streibich sagte im April mit Blick auf Übernahmen zwar, dass sich sein Unternehmen den Markt immer anschaue, man aber ein "Kaliber" wie webMethods derzeit nicht auf dem Radarschirm habe.

IDS Scheer hatte im vergangenen Jahr zweimal seine Prognose für 2008 gesenkt und umfassende Restrukturierungen eingeleitet. Dazu gehörten etwa ein Stellenabbau, die Zusammenführung des Vertriebs für die eigene Softwarelösung ARIS und für die Beratung sowie die Straffung interner Prozesse. Die Maßnahmen führen laut früheren Angaben zu einem Einsparungspotenzial von rund 12 Mio EUR im laufenden Jahr und haben sich bereits im ersten Quartal positiv auf den Gewinn ausgewirkt.

Die Software AG verbuchte im Gesamtjahr 2008 Umsätze von 720,6 Mio EUR sowie ein EBIT von 180,5 Mio EUR, während IDS Scheer bei Erlösen von 399,1 Mio EUR ein EBITA von 16,4 Mio EUR erwirtschaftete.

Laut der Mitteilung vom Montag wird erwartet, dass die Kombination der beiden Unternehmen bei der Software AG bereits im ersten vollen Geschäftsjahr der Konsolidierung, also 2010, zu einer Steigerung des operativen Ergebnisses pro Aktie führen wird. Konsolidierung, also 2010, zu einer Steigerung des operativen Ergebnisses pro Aktie

Webseiten: www.softwareag.com www.ids-scheer.com -Von Philipp Grontzki und Florian Faust, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29 725 107, tmt.de@dowjones.com DJG/phg/flf Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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