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14.11.2007

UPDATE: Sondereinflüsse belasten Bertelsmann nach 9 Monaten

(NEU: Details) Von Archibald Preuschat Dow Jones Newswires

(NEU: Details) Von Archibald Preuschat Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Bertelsmann AG hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ihr operatives Ergebnis leicht gesteigert, unterm Strich wegen Sondereinflüssen jedoch weniger verdient. Wie das Medienunternehmen am Mittwoch mitteilte, belief sich der Konzernüberschuss zwischen Januar und September auf 132 Mio EUR nach 384 Mio EUR im Vorjahreszeitraum. Nach Ergebnisanteilen Dritter verdienten die Bertelsmann-Eigner im Berichtszeitraum 10 (Vorjahr 265) Mio EUR.

Ursächlich für die Ergebnisentwicklung waren die ergebnisbelastenden Sondereinflüsse, die sich nach Ablauf von neun Monaten auf 388 Mio EUR summierten und damit deutlich höher als die 56 Mio EUR des Vorjahres ausfielen. Hier spiegeln sich die Belastungen durch Vergleiche im Zusammenhang mit der Musiktauschbörse Napster wider, über die bereits zum Halbjahr berichtet wurde. In den ersten sechs Monaten sind früheren Aussagen zufolge Aufwendungen von 243 Mio EUR verbucht worden.

Im zurückliegenden dritten Quartal fielen außerdem 96 Mio EUR bei IP Deutschland an, der hierzulande Werbezeitvermarkter für die meisten Sender der deutschen RTL-Senderfamilie ist. Die Summe musste zur Beilegung eines Kartellverfahrens wegen der Praxis bei der Vermarktung von TV-Sendezeiten gezahlt werden. Das EBIT fiel mit 640 Mio EUR daher auch geringer aus als die 926 Mio EUR in den ersten neun Monaten des Vorjahres.

Ein anderes Bild zeigt sich bei der operativen Entwicklung. Das so genannte operating EBIT, das Sondereinflüsse heraus rechnet, legte leicht auf 1 Mrd zu, indes wird der Vergleich durch Portfolio-Veränderungen erschwert. Unter Herausrechnung des im Vorjahr veräußerten Musikverlaggeschäftes BMG Music Publishing und der Beteiligung am französischen Pay-TV-Sender TPS wäre das operating EBIT in den ersten neun Monaten 2007 um knapp 14% höher ausgefallen.

Auf das dritte Quartal entfällt ein operating EBIT von 314 Mio EUR, knapp 12% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzrendite legte um 0,5 Prozentpunkte auf 7,7% zu.

Neben den Portfolioveränderungen wirkten auch Wechselkurseffekte auf die Umsatzentwicklung. Berichtet wurden für Januar bis September Konzernerlöse von 13,3 Mrd EUR, etwas weniger als die 13,5 Mrd EUR im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Umsatz wäre aber um 1,2% höher ausgefallen. Im dritten Quartal lag der bereinigte mit 4,3 Mrd EUR auf Vorjahresniveau.

Für das Gesamtjahr hält Bertelsmann an der Prognose fest, dass Umsatz und operativer Ertrag bereinigt um Wechselkurseffekte und Portfolioänderungen über dem Niveau des Vorjahres liegen sollen. Im Jahr 2006 wurde bei einem Konzernumsatz von 19,3 Mrd EUR ein operating EBIT von knapp 1,9 Mrd EUR erzielt.

Die wirtschaftlichen Finanzschulden per Ende September wurden mit 6,715 Mrd EUR knapp unter den 6,76 Mrd EUR vom Ende 2006 beziffert. Im laufenden vierten Quartal erzielt der Medienkonzern das Gros seines operating Cash-Flows.

Über die Entwicklung der einzelnen Sparten berichtet der Medienkonzern nur halbjährlich und machte nach Ablauf von neun Monaten keine näheren Angaben.

Webseite: http://www.bertelsmann.de -Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 138 72 18, archibald.preuschat@dowjones.com DJG/apr/brb

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