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13.05.2010

UPDATE: Sony will 2010/11 wieder schwarze Zahlen schreiben

(NEU: CFO-Kommentar, Einzelheiten, Hintergrund)

(NEU: CFO-Kommentar, Einzelheiten, Hintergrund)

Von Daisuke Wakabayashi THE WALL STREET JOURNAL

TOKIO (Dow Jones)--Der japanische Elektronikkonzern Sony will im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 in die Gewinnzone zurückkehren, nachdem der Konzern zwei Jahre in Folge rote Zahlen geschrieben hat. Nach schmerzvollen Einschnitten im Rahmen der Restrukturierung hat sich der Ausblick für die angeschlagenen Fernsehgeräte- und Viedeospielsparten deutlich verbessert.

Im Geschäftsjahr bis Ende März 2011 sollen netto 50 Mrd JPY (umgerechnet rund 428 Mio EUR) verdient werden, wie die Sony Corp am Donnerstag mitteilte. Von Thomson Reuters befragte Analysten erwarten allerdings angesichts der Erholung des TV- und Spielegeschäftes eine höhere Zahl von 100 Mrd JPY oder mehr. Der operative Gewinn soll bis auf 160 Mrd JPY mehr als verfünffacht werden, beim Umsatz sind 7,6 Bill JPY angepeilt. Mit Blick auf die griechischen Schuldenprobleme schlug der Tokioter Konzern jedoch vorsichtige Töne an. Dies könne die sich abzeichnende Erholung dämpfen, und die Euro-Schwäche könne die frisch gewonnenen Vorteile durch die Restrukturierung aushöhlen. Sony erwirtschaftet rund ein Viertel ihrer Einnahmen in Europa.

"Wenn diese Situation (in Europa) andauert, könnte dies ein negativer Faktor sein", sagte Finanzvorstand Nobuyuki Oneda. Finanzinstitute könnten die Kreditvergabe wieder einschränken und damit eine neue Kreditkrise auslösen. "Wir wissen einfach nicht, in welche Richtung das geht, deshalb wollen wir vorsichtig sein."

CEO Howard Stringer hatte durch schmerzhafte Restrukturierungsmaßnahmen wie die Schließung von Werken, die Auslagerung von Produktion an Dienstleister und die Streichung von Stellen die Kosten massiv gesenkt. Auch neue Elektronikprodukte wurden entwickelt, die in Sonys Online-Netz aus Filmen, Musik und Videospielen genutzt werden können.

Im vierten Quartal 2009/10 wurde Sony von Restrukturierungskosten belastet, konnte den Verlust aber verringern. Der Nettoverlust sank in den drei Monaten per Ende März auf 56,67 Mrd JPY nach 165,1 Mrd JPY im Vorjahr.

Im abgelaufenen Gesamtjahr konnte Sony den Verlust auf 40,80 Mrd von 98,94 Mrd JPY abbauen und operativ in die Gewinnzone zurückkehren. Der operative Gewinn lag bei 31,77 Mrd JPY nach einem Verlust von 227,78 Mrd JPY im Vorjahr. Der Umsatz fiel um 6,7% auf 7,214 Bill JPY. Damit erfüllte der Konzern die eigene Prognose, die er in der vergangenen Woche erhöht hatte.

Im laufenden Jahr dürften Restrukturierungskosten von 80 Mrd JPY anfallen. Drei weitere Fabriken sollen bis September geschlossen werden, damit verringert sich die Anzahl der betriebenen Werke auf 43. Oneda erklärte, möglicherweise könnten weitere Werksschließung anstehen. Einzelheiten nannte er jedoch nicht. Während Sorgenkinder in der Vergangenheit, beispielsweise das Mobilfunk-Joint-Venture Sony Ericsson, in diesem Jahr wieder profitabel werden dürften, rechnet Sony in anderen Sparten wie Finanzdienstleistungen, Bildern oder Musik mit Rückgängen bei Gewinn und Umsatz. Auch die jüngste Stärke des Yen sei ein Grund zur Besorgnis.

Laut Einschätzung von Nobuo Kurahashi, Analyst bei Mizuho Investors Securities, könnten diese Aussichten Investoren enttäuschen, die sich "aggressivere" Prognosen erhofft hatten.

Webseite: www.sony.com - Von Daisuke Wakabayashi, The Wall Street Journal; +49 (0)69 29725 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/sha/bam Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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