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14.05.2009

UPDATE: Sony wird 09/10 noch tiefer in die roten Zahlen rutschen

(NEU: Details, Analyst)

(NEU: Details, Analyst)

Von Barbara Millner DOW JONES NEWSWIRES

TOKIO (Dow Jones)--Die Wirtschaftskrise trifft den japanischen Elektronikkonzern Sony hart. Nach einem Nettoverlust von nahezu 100 Mrd JPY im abgelaufenen Geschäftsjahr wird das Unternehmen aus Tokio 2009/10 (31. März) wahrscheinlich noch tiefer in die roten Zahlen rutschen. Außer der schwachen Verbrauchernachfrage und der Aufwertung des Yen würden Restrukturierungskosten das Ergebnis belasten, erwartet Sony.

Die Schreckensnachricht für 2008/09 traf die Investoren nicht unvorbereitet. Sony hatte bereits im Januar vor einem Minus von 150 Mrd JPY gewarnt. Tatsächlich fiel der Fehlbetrag - der erste Verlust in 14 Jahren - mit 98,9 Mrd JPY nun deutlich kleiner aus. Vor Jahresfrist hatte der Anbieter der Playstation und des Bravia-TV-Geräts noch gut 369 Mrd JPY verdient. Allein im Schlussquartal ergab sich ein Verlust von 165,1 Mrd JPY.

Die Zahlen fielen insgesamt nicht so schlecht aus wie von Analysten befürchtet. Die Beobachter hatten im Mittel für das Quartal einen Fehlbetrag von 228,7 Mrd JPY und für das Gesamtjahr von 173,8 Mrd JPY gesehen. Der Umsatz sank im Gesamtjahr um knapp 13% auf 7,73 (8,87) Bill JPY. Für 2009/10 erwartet Sony einen Umsatz von 7,3 Bill JPY.

Deutlich besser ausfallen als 2008/09 soll dank der Restrukturierung in diesem Jahr das operative Ergebnis. Sony sieht es bei minus 110 Mrd JPY nach minus 228 Mrd JPY im abgelaufenen Jahr. 2007/08 waren operativ 475 Mrd JPY verdient worden. In der Sparte Electronics sank der Umsatz 2008/09 um 17% auf 5,49 Bill JPY.

Neben festem Yen und Nachfragerückgang wirkte sich hier der harte Preiswettbewerb aus, schreibt Sony. Operativ ergab sich ein Verlust von 168 Mrd JPY nach einem Gewinn von 442 Mrd JPY im Vorjahr. Im Segment Spiele ergab sich bei einem um 18% auf 1,05 Bill JPY rückläufigen Umsatz ein operatives Ergebnis von minus 59 (minus 125) Mrd JPY. Der Fehlbetrag konnte vor allem dank einer Verbesserung des Geschäfts mit der Playstation3 reduziert werden.

Besonders deutlich fiel der Umsatzrückgang mit knapp 18% auf 1,83 Bill JPY 2008/09 in den USA aus. In Europa gingen die Einnahmen um 14,6% auf 1,99 Bill JPY zurück, in Japan um 8,9% auf 1,87 Bill JPY.

Der Krise will Sony mit einer "Serie von gruppenweiten Initiativen" begegnen. Sie sollen eine schnellere Reaktion auf die Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds ermöglichen und zur Steigerung der Profitabilität beitragen. Zudem sollen Maßnahmen umgesetzt werden, um besser mit den Wettbewerbern zu konkurrieren, hieß es in einer separaten Pressemitteilung.

Die Verlustprognose 2009/10 liege im Rahmen der Erwartungen, sagten Analysten. Somit sei am Freitag eher nicht mit einem weiteren Kursrutsch von Sony zu rechnen. Am Donnerstag hatte der Wert 6,8% verloren. Sony hatte ihre Zahlen nach Börsenschluss vorgelegt.

Webseite: http://www.sony.net/ Von Barbara Millner, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/bam/cbr

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