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12.11.2008

UPDATE: Springer bestätigt nach ersten 9M Jahresprognose

(NEU: Weitere Details, Aussagen des Managements, Aktienkurs)

(NEU: Weitere Details, Aussagen des Managements, Aktienkurs)

Von Dorothee Tschampa DOW JONES NEWSWIRES

BERLIN (Dow Jones)--Die Axel Springer AG hat in den ersten neun Monaten trotz des zunehmend schwierigen Marktumfelds mit rückläufigen Werbebudgets den Umsatz gesteigert. Der um den Verkauf des ProSieben-Anteils bereinigte Überschuss blieb jedoch hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Zudem bekräftigte der Medienkonzern am Mittwoch seine Jahresprognose. Als wichtigster Wachstumstreiber hätten sich die digitalen Medien etabliert, hieß es in der Mitteilung.

Der Umsatz stieg im Zeitraum von Januar bis September vor allem dank der Zukäufe aus dem vergangenen Jahr um 8,1% auf 1,994 (Vj 1,845) Mrd EUR. Bereinigt um Konsolidierungseffekte betrug der Umsatzzuwachs 1,6%. Mittlerweile würden gut 22% (20,4%) des Umsatzes im Ausland erzielt.

Das Periodenergebnis wuchs, maßgeblich getrieben durch den Erlös aus der Veräußerung der ProSiebenSat.1-Beteiligung, auf 560,5 (179,6) Mio EUR bzw je Aktie 18,23 (5,61) EUR. Bereinigt um den Veräußerungsgewinn gab Springer den Periodenüberschuss mit 133,2 Mio EUR und je Aktie mit 4,17 EUR an.

Das bereinigte EBITDA stellte sich nach neun Monaten auf 306,6 (294,4) Mio EUR. Daraus ergibt sich eine EBITDA-Rendite von 15,4%. Der Rückgang der Werbeerlöse im deutschen Anzeigengeschäft sei durch die Zukäufe, Preiserhöhungen bei zentralen Titeln und Kostensenkungen kompensiert worden.

Die Werbekonjunktur habe sich zwar im dritten Quartal deutlich eingetrübt. Über den Gesamtzeitraum der ersten neun Monate konnte Springer die Werbeerlöse jedoch um 8,7% steigern. Hierzu hätten vor allem die neuen Aktivitäten sowie das internationale und digitale Geschäft beigetragen.

Für das Gesamtjahr bekräftigte das SDAX-Unternehmen seine Prognose, den Umsatz und das bereinigte EBITDA zum Vorjahr steigern zu wollen. Die Bereinigungen betreffen die Dividende aus der veräußerten Beteiligung an der ProSiebenSat.1 Media AG und die Erträge aus der Kirch-Insolvenz. Im vergangenen Jahr hatte das Verlagshaus einen Umsatz von 2,578 Mrd EUR sowie ein bereinigtes EBITDA von 434 Mio EUR erzielt.

Allerdings passte das Unternehmen seine Prognose für das Segment Zeitungen National an. Dort wird nun mit einem Rückgang der Erlöse und des EBITDA gegenüber dem Vorjahr und nicht mehr mit einem leichten Anstieg gerechnet. Die Ziele für die übrigen Segmente blieben unverändert.

Für die nächsten Monate erwartet der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner "erhebliche Herausforderungen" für die Gesamtwirtschaft und damit auch die Medienbranche. "Dennoch sind wir fest davon überzeugt, dass Axel Springer mit seinem Digitalisierungs- und Internationalisierungskurs und mit seinen effizienten Strukturen gut aufgestellt ist," so der Manager.

Besonders stark vertreten ist der Berliner Konzern in den Auslandsmärkten Polen, Ungarn und der Schweiz sowie mit Automobilzeitschriften in Tschechien und Spanien. Die Digitalisierungsstrategie von Springer umfasst die Übertragung bestehender Printmarken und -inhalte in das Online-Geschäft sowie Zukäufe bei Internet-Portalen und eine zunehmende Online-Vermarktung.

Die Axel-Springer-Aktie stieg bis gegen 10,15 Uhr um 6% auf 48,76 EUR.

Webseite: http://www.axelspringer.de/ -Von Dorothee Tschampa, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 114; dorothee.tschampa@dowjones.com DJG/dct/smh

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