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14.05.2008

UPDATE: Telekom Austria überzeugt im ersten Quartal

(NEU: Details, Analystenkommentar, Aktienkurs)

Von Herbert Dietrichstein

DOW JONES NEWSWIRES

WIEN (Dow Jones)--Die Telekom Austria AG (TA) hat im ersten Quartal dem anhaltenden Kundenschwund im Festnetzbereich getrotzt. Sowohl Umsatz wie Ergebnis konnten nicht nur gesteigert werden, sondern übertrafen zudem die Erwartungen der Analysten.

"Nach all den schlechten Nachrichten im vierten Quartal hat das Unternehmen gezeigt, dass es eine Reihe von Karten hat, die es in seinem bestehenden Geschäft ausspielen kann", sagte Daniel Damaska, Analyst der Raiffeisen Centro Bank (RCB). Der Analyst bekräftigte die Kaufempfehlung für die Titel, will aber das Kursziel von derzeit 17,30 EUR anheben. Die Aktien des österreichischen Konzerns gewinnen bis gegen 10.00 Uhr rund 3,8% auf 16,27 EUR.

Ihren Umsatz steigerte die Telekom Austria im Zeitraum Januar bis März um 9,9% auf rund 1,26 Mrd EUR, während 19 vom Unternehmen befragte Analysten mit 1,23 Mrd EUR gerechnet hatten. Auch das EBITDA lag mit 498,6 (476,3) Mio EUR über den Erwartungen von 479,3 Mio EUR.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist der TA zufolge vor allem einem guten Geschäftsverlauf in der Mobiltelefonie und der Konsolidierung der im Vorjahr erworbenen weißrussischen Mobilfunkgesellschaft MDC geschuldet.

RCB-Analyst Damaska verwies am Mitwoch nach Vorlage der Quartalszahlen auf eine solide Geschäftsentwicklung am Heimmarkt in beiden Segmenten des Telekommunikationskonzerns. Er zeigte sich überrascht, dass die Migration von Sprachminuten aus dem Festnetzbereich hin zur Mobiletelfonie offensichtlich ein wenig gebremst werden konnten.

Überraschend sei auch, dass Maßnahmen zur Kostenreduktion negative Effekte aus der steigenden Konkurrenz am Heimmarkt im Mobiltelefoniebereich ausgleichen konnten, so Damaska weiter.

Beim EBIT hat TA die Analystenschätzungen von 196,6 Mio EUR nicht nur nominell, sondern auch in Hinblick auf den Trend übertroffen. Statt eines Rückgangs des operativen Ergebnisses konnte der Konzern eine Steigerung auf 215,2 (212,1) Mio EUR erzielen. Auch der Nettogewinn lag mit 129,7 (147,2) Mio EUR über den erwarteten 113,2 Mio EUR.

Insgesamt zeigte sich im ersten Quartal ein ähnliches Bild wie in den Quartalen davor. Im Festnetzbereich hielt der Rückgang bei den Anschlüssen an, auch wenn dieser gegenüber dem Vorquartal verlangsamt werden konnte. Im Jahresvergleich hat die TA in Summe rund 200.000 Festnetzanschlüsse verloren und hält mit Ende März 2,4 Mio.

Gleichzeitig stieg aber die Zahl der Festnetz-Breitband-Anschlüsse um 13,3% auf 817.600. Höhere Umsatzerlöse aus Wholesale Sprachtelefonie & Internet konnten die geringeren Erlöse aus der Sprachtelefonie teilweise kompensieren.

Die Kundenbasis im Segment Mobilkommunikation zeigte aufgrund der Konsolidierung der MDC in Weißrussland und der kürzlich gegründeten Unternehmen in Serbien und Mazedonien ein Wachstum von 50,2% auf 15,9 Mio Kunden. Ein höherer Beitrag aus den internationalen Beteiligungen und die Konsolidierung der MDC führten zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um 14,8% auf 796,5 Mio EUR.

Keine Angaben machte das Unternehmen zu den seit einigen Tagen kursierenden Medienberichten, denen zufolge eine Aufspaltung des Konzerns in zwei eigenständige Unternehmen für den Festnetz- und den Mobiltelfoniebereich in Planung sei. Auch die Österreichische Industrie Holding AG (ÖIAG), die für die Republik Österreich 27,37% am Telekommunikationskonzern hält, wollte sich zu diesem Thema bislang nicht äußern.

Webseite: http://www.telekom.at - Von Herbert Dietrichstein, Dow Jones Newswires, +43 (1) 513 6922-13, herbert.dietrichstein@dowjones.com DJG/hed/mim

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