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28.11.2008

UPDATE: Telekom einigt sich bei Call Centern mit Betriebsrat

(NEU: Details, Hintergrund, Aussagen Telekom-Sprecher) Von Philip Grontzki und Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Details, Hintergrund, Aussagen Telekom-Sprecher) Von Philip Grontzki und Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

BONN (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom AG hat sich nach langwierigen Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern auf die angekündigte Zusammenlegung von Service Centern geeinigt. Bis Mitte 2011 wird sich die Zahl der Kundenzentren-Standorte der Deutsche Telekom Kundenservice GmbH um 30 auf 33 reduzieren. Die Zahl der deutschlandweit betriebenen Call Center sinkt nach Aussage eines Telekom-Sprechers damit auf 33 von zuvor 83.

Damit könne die "notwendige" Modernisierung und Konsolidierung der Service-Center-Struktur umgesetzt werden, hieß es in einer Mitteilung des im DAX notierten Telekomkonzerns. Der Telekom-Sprecher sagte auf Anfrage, dass die Maßnahmen zu Einsparungen von rund 57 Mio EUR jährlich führen und ab Mitte 2011 realisiert werden. Das Unternehmen wird nach seinen Angaben etwa 70 Mio EUR in die Umstrukturierung investieren.

Die Verhandlungsparteien einigten sich auf einen Sozialplan mit einem Gesamtvolumen von bis zu 40 Mio EUR. Damit sollen Härten etwa für Alleinerziehende, behinderte Menschen oder Teilzeitbeschäftigte abgefedert werden.

Das Gesamtpaket sieht laut Telekom-Angaben zudem vor, dass solchen "besonders betroffene Mitarbeitern" wohnortnahe Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Vivento Customer Services GmbH (VCS) an den Standorten Saarbrücken, München, Offenburg, Osnabrück und Uelzen angeboten werden. Die Einigung sieht zusätzlich einen neuen VCS-Standort im brandenburgischen Oranienburg bei Berlin vor.

Der Telekom-Sprecher sagte am Freitag, jeder Betroffene werde auch unter den neuen Planungen ein Arbeitsplatzangebot erhalten.

Für alle 33 erhaltenen Service Center sowie für die zuvor genannten sechs Standorte der VCS garantiert die Deutsche Telekom eine Standortsicherung bis Ende 2012.

Holger Kranzusch, Verhandlungsführer und Personalgeschäftsführer der Deutschen Telekom Kundenservice GmbH, sagte, "die Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat waren sehr zielorientiert und ich bin froh, dass wir mit dem jetzt vorliegenden Kompromiss eine tragfähige Lösung erreicht haben."

Im August hatte die Telekom ihren Plan vorgestellt, die Zahl der Service-Center-Standorte auf 24 von bislang 63 zu reduzieren. Der Restrukturierungsplan sah vor, dass etwa 8.000 der 18.000 Vollzeit- und Teilzeitmitarbeiter ihren alten Standort gegen einen neuen tauschen. Stellenstreichungen und Verlagerungen ins Ausland sollte es nicht geben, hieß es seinerzeit von dem Bonner DAX-Konzern.

In mehreren Verhandlungsrunden hatten sich Telekom und Arbeitnehmer nicht einigen können. Daraufhin rief das Unternehmen eine Einigungsstelle an, die bei der Vermittlung zwischen den Parteien helfen sollte.

Im Vergleich zu der zuerst angestrebten Umstellung musste die Telekom den Arbeitnehmervertretern gegenüber aber Zugeständnisse bei der Zahl der verbleibenden Service-Center-Standorte machen. Den Erhalt der Standorte Trier und Schwerin hatte die Telekom bereits in der 3. Verhandlungsrunde Ende Oktober zugestanden. Am Freitag teilte das Unternehmen dann mit, dass auch die Service Center in Bremen, Dresden, Heilbronn, Mainz und Meschede bestehen bleiben werden.

Außerdem bleibe ein kleineres Center in Berlin erhalten, und ein Center in Schweinfurt werde aufgebaut, das die Mitarbeiter der Standorte in Bad Kissingen und Würzburg aufnehmen soll. Ferner werden im Vergleich zur ursprünglichen Planung die Standorte Leipzig, Bonn und Oldenburg zur Verringerung von Fahrtzeiten für betroffene Arbeitnehmer durch neue Service Center im sächsischen Schkeuditz für die Mitarbeiter aus Leipzig, Halle und Gera sowie im niedersächsischen Westerstede für die Mitarbeiter aus den Standorten Oldenburg und Leer ersetzt.

Außerdem wird südwestlich von Köln ein neues Service Center aufgebaut, das die Mitarbeiter aus Bonn, Aachen und Köln aufnehmen wird.

Webseite: http://www.telekom.de - Von Nico Schmidt; Dow Jones Newswires, +49 - (0)69 297 25 111; nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/phg/brb

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