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23.01.2009

UPDATE: ThyssenKrupp belässt es bei vager Prognose für 2008/09

(NEU: Details)

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Von Richard Breum DOW JONES NEWSWIRES

BOCHUM (Dow Jones)--Die ThyssenKrupp AG hat ihre zurückhaltende Einschätzung zum laufenden Geschäftsjahr 2008/09 am Freitag bekräftigt, auf eine konkrete Prognose jedoch verzichtet. Vorstandsvorsitzender Ekkehard Schulz sagte auf der Hauptversammlung des Konzerns in Bochum, an vielen Stellen im Konzern spüre man "Unsicherheiten und Auftragsrückgänge". Das Ausmaß des weltweiten Abschwungs sei von keinem so vorhergesehen worden.

Auch für ihn sei diese Dimension neu. "Wir werden in diesem Geschäftsjahr, soviel ist sicher, einen deutlichen konjunkturbedingten Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen müssen", sagte Schulz weiter und wiederholte damit seine allgemeine Einschätzung von der Bilanzpressekonferenz Ende November. Die Situation sei "nur schwer einschätzbar" und eine seriöse Prognose deswegen nicht möglich.

Für 2010 bestehe "die Hoffnung", dass die Weltwirtschaft die Rezessionsphase verlassen und sich das Wachstum wieder moderat beschleunigen werde. "Für diesen Fall werden wir auf unseren langfristig angelegten Wachstumspfad zurückkehren und erwarten dann wieder eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung," erklärte der Manager weiter.

Auf längere Sicht, insbesondere nach Inbetriebnahme der Großinvestitionen von Steel und Stainless in Nord- und Südamerika sowie der anderen Segmente in weiteren Regionen, strebe man - wie schon bisher angekündigt - ein Vorsteuerergebnis vor wesentlichen Sondereffekten von 4 Mrd bis 5 Mrd EUR bei einem Umsatz von 60 Mrd bis 65 Mrd EUR an.

Der Konzern kann angesichts der "von großen Unsicherheiten geprägten Rahmenbedingungen weitere Produktionsstillstände, Kurzarbeit oder Personalanpassungen" nicht ausschließen. Ekkehard Schulz sagte weiter, die Leistungsstärke der Mitarbeiter sei die Basis für den zukünftigen Erfolg.

"Dennoch können wir in einigen Bereichen signifikante Einschnitte nicht ausschließen." Es wäre unseriös, öffentlichkeitswirksame Garantien abzugeben, die möglicherweise von der wirtschaftlichen Entwicklung überholt würden.

Die einzelnen Segmente werden sich im laufenden Geschäftsjahr nach Einschätzung des Managements unterschiedlich entwickeln. Im Bereich Steel registriere man bei den Kunden eine abwartende Haltung, Produktionskürzungen, einen massiven Lagerabbau und eine Verschiebung von Aufträgen, sagte Schulz.

Dies führe im laufenden Jahr zu einem Rückgang der Stahlnachfrage und in der Folge zu Kurzarbeit im Segment Steel. "Das wird sich deutlich negativ auf unser Ergebnis auswirken", sagte Schulz. Im Bereich Stainless sehe man "einen schwierigen Start in das neue Geschäftsjahr", das mit einem Verlust abschließen werde.

Im Segment Technologies sichere der Auftragsbestand derzeit rund zwei Drittel des geplanten Umsatzes für das laufende Jahr. Er reiche "weit in die Folgejahre und weist zudem eine gute Ergebnisqualität auf", so der Manager weiter. Das Segment Elevator werde die Gewinne nicht nur halten, sondern weiter ausbauen. Für den Service-Bereich rechnet das Management wegen der starken Rezession im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz- und Ergebnisrückgang.

Der Konzern reagiert unter anderem mit Investitionsverschiebungen auf die weltweite Wirtschaftskrise. So soll ein neues Edelstahl-Werk in Alabama später in Betrieb gehen als geplant. Die globalen Verwerfungen auf dem Edelstahlmarkt führten in Nordamerika zu "massiven Nachfrageeinbrüchen". Deshalb werde man die Investitionen im Stainless-Teil zeitlich strecken.

Man vertraue jedoch darauf, dass sich der Rostfrei-Markt im Nafta-Raum "in absehbarer Zeit" erhole und weiter wachse. Deshalb mache man am Umfang des Projektes keine Abstriche. Allerdings werden die Produktionsanlagen des Edelstahl-Werkes später als bisher geplant in Betrieb genommen. Ein Sprecher sagte auf Anfrage, der Start werde sich um rund ein Jahr verschieben.

Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Cromme kommentierte Berichte über einen Wechsel des Continental-Finanzvorstandes Alan Hippe in die gleiche Position bei ThyssenKrupp nicht. Cromme sagte, man kümmere sich intensiv um die Nachfolgefrage für den Posten. Die Gespräche seien aber vertraulich. Man sei in intensiven Verhandlungen und hoffe, sich kurzfristig ausführlicher äußern zu können. Der amtierende Finanzvorstand Ulrich Middelmann (Jahrgang 1945) will sich im kommenden Jahr aus dem Unternehmen zurückziehen.

Webseite: http://www.thyssenkrupp.de - von Richard Breum, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 - 13872 15, Richard.Breum@dowjones.com DJG/rib/nas Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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