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24.04.2009

UPDATE: ThyssenKrupp droht Konflikt mit Arbeitnehmern

(NEU: Konzernsprecher, Hintergrund)

Von Martin Rapp

DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Beim Stahlkonzern ThyssenKrupp droht im Zuge des angekündigten Konzernumbaus ein Konflikt mit den Arbeitnehmern. Die Unternehmensführung habe der Arbeitnehmerseite am Donnerstag signalisiert, dass die am 27. März getroffene Vereinbarung zum Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen nicht weiter gelte, sagte ein Vertreter der IG Metall am Freitag.

Der Sprecher bezeichnete das Vorgehen des Unternehmens als "Eskalation" und kündigte Beratungen in den Gremien über das weitere Vorgehen an. Dabei würden alle Möglichkeiten ausgelotet, sagte er. In einem Eckpunktepapier sei bei der Aufsichtsratssitzung Ende März vereinbart worden, dass es beim Konzernumbau keine Kündigungen geben werde, sagte er.

Gleichzeitig sagte der Gewerkschafter, dass die in Duisburg und Essen ansässige ThyssenKrupp AG einen weit drastischeren Umbau anstrebt als bisher geplant war. Künftig sollen demnach alle Konzerngeschäfte direkt vom Vorstand gesteuert werden. Die nach dem Umbau entstehenden zwei Sparten des Unternehmens würden also keine Eigenständigkeit erhalten.

Ein Sprecher von ThyssenKrupp lehnte einen Kommentar zu den Aussagen der Gewerkschaft ab. "Wir werden uns nicht vor dem 13. Mai, wenn der Aufsichtsrat das Konzept zum Umbau beschließt, zu den Restrukturierungsplänen äußern", sagte er. An diesem Tag treffen sich die Kontrolleure, um nach der grundsätzlichen Einigung auf den Umbau des Unternehmens das endgültige Konzept zu verabschieden.

Das Unternehmen hatte im März eine Restrukturierung des Konzerns angekündigt, die der Aufsichtsrat am 27. März beschlossen hatte. Demnach sollten die bisher fünf Sparten zu zwei zusammengeführt werden und einige hundert Stellen in der Verwaltung eingespart werden. Dies sollte wenn möglich ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen, hatte es damals vom Vorstandsvorsitzende Ekkehard Schulz geheißen. Ein solches Vorgehen sei aber nicht auszuschließen. Darüber hinaus gehende Stellenstreichungen wollte Schulz damals ebenfalls nicht ausschließen.

Die weltweite Stahlbranche und damit auch ThyssenKrupp sind hart vom wirtschaftlichen Abschwung getroffen. Der drastische Nachfrageeinbruch hat die Hersteller veranlasst, die Produktion deutlich zurückzufahren, die Arbeitszeit zu verkürzen und Investitionen zu verschieben oder ganz zu streichen. Auch zum Abbau von Stellen ist es bereits gekommen.

Webseite: http://www.thyssenkrupp.de -Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires; +49 (0) 69 29725 104; martin.rapp@dowjones.com DJG/mmr/cbr Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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