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08.07.2009

UPDATE: ThyssenKrupp erwägt Investitionsverzicht in USA

08.07.2009
(NEU: Details, Hintergrund)

(NEU: Details, Hintergrund)

Von Martin Rapp

DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Stahlkonzern ThyssenKrupp denkt über einen Verzicht auf Investitionen in ein in den USA geplantes Edelstahlwerk nach. Ein Rückzug vom geplanten Elektrostahlwerk, das im Bundesstaat Alabama Edelstahlbrammen zur Weiterverarbeitung produzieren soll, werde geprüft, sagte ein Sprecher der Stahlsparte am Mittwoch zu Dow Jones Newswires.

Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen, sagte der Sprecher weiter. Anders als beim Kaltwalzwerk, das die Vorprodukte am gleichen Ort weiterverarbeiten soll, habe der Bau für das Elektrostahlwerk noch nicht begonnen, ergänzte er. Als Alternative sei die Zulieferung von Edelstahlbrammen aus Europa im Gespräch. Das Investitionsbudget für das gesamte Edelstahlwerk war zuletzt auf 1,4 Mrd USD beziffert worden.

Das Projekt in Alabama soll sowohl die Konzernsparten Steel als auch Stainless bedienen. Im Herbst 2007 hat der Bau begonnen, der laut jüngsten Aussagen des Unternehmens im Stahlbereich planmäßig verläuft. Allerdings wird hier der Zeitpunkt der Inbetriebnahme, die bisher im Frühjahr 2010 vorgesehen ist, geprüft. Der Start des Edelstahlbereichs wurde bereits um ein Jahr auf Anfang 2012 verschoben.

Das Unternehmen baut derzeit neben dem Werk in den USA ein weiteres in Brasilien auf. Auch dort wird eine Verschiebung der für Ende dieses Jahres geplanten Inbetriebnahme erwogen. Die Kosten für beide Projekte liegen mittlerweile mit knapp 8 Mrd EUR weit über den ursprünglich geplanten Beträgen.

Die in Duisburg und Essen ansässige ThyssenKrupp AG leidet unter dem krisenbedingten Einbruch der Nachfrage. Für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr wird ein Vorsteuerverlust im mittleren bis höheren dreistelligen Mio-EUR-Bereich prognostiziert. Dabei sind Sonderposten nicht eingerechnet.

Webseite: http://www.thyssenkrupp.de/ -Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 108, martin.rapp@dowjones.com DJG/mmr/rio

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