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02.10.2009

UPDATE: ThyssenKrupp will Anteil an SIAG Nordseewerke - Kreise

(NEU: Details, Hintergrund)

Von Jan Hromadko

DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Schiffbausparte des Industriekonzerns ThyssenKrupp wird an der Fertigung am Standort Emden weiter beteiligt sein. ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) werde einen Minderheitsanteil an der SIAG Nordseewerke erwerben, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag zu Dow Jones Newswires.

Die genaue Höhe der Minderheitsbeteiligung werde noch verhandelt, sagten die informierten Personen weiter. Der Anteil solle jedoch nur befristet von der in Essen und Duisburg ansässigen ThyssenKrupp AG gehalten werden. Für Freitagnachmittag ist den Angaben zufolge die Unterzeichnung eines Grundlagenvertrags vorgesehen.

TKMS hatte sich Anfang September entschieden, den zivilen Schiffbau in Emden an die SIAG Schaaf Industrie AG zu veräußern. Diesem Vorhaben hatte der Aufsichtsrat der Sparte am Montag zugestimmt. SIAG will an dem Standort künftig Komponenten für Windkraftanlagen herstellen und mehr als die Hälfte der Beschäftigten übernehmen. Damals hatte es geheißen, dass ThyssenKrupp in Emden nur noch in den Bereichen Konstruktion und Reparatur tätig sein wolle.

Diese Entscheidung war auf Arbeitnehmerseite auf heftige Kritik gestoßen. Diese werfen TKMS vor, den zivilen Schiffbau aufzugeben und zum reinen Rüstungskonzern zu werden.

Die Beteiligung an SIAG Nordseewerke wurde von der Landesregierung in Niedersachsen vermittelt. Damit behalte ThyssenKrupp einen Teil der Verantwortung für den Standort, sagten zwei der Personen. "Die grundlegende Idee dahinter ist die Sicherung der Stellen und der Aufbau von Vertrauen unter den Arbeitern", hieß es. Eine andere Person sagte, dass die Vereinbarung auch darauf ziele, dass TKMS in Emden weiter Schiffe bauen könnte, "wenigstens im militärischen Bereich".

Die Beteiligung könnte sich allerdings auch als strategisch günstig für ThyssenKrupp erweisen, da damit der Einstieg in das Geschäft mit Windkraftanlagen und damit in den boomenden Bereich der erneuerbaren Energien gelänge.

Der Konzern hatte seit geraumer Zeit angekündigt, die Aktivitäten im zivilen Schiffbau angesichts der dortigen Krise zurückfahren zu wollen. Neben Emden ist ThyssenKrupp noch in Kiel und in Hamburg aktiv. Auf der Aufsichtsratssitzung am Montag wurde die Veräußerung des Containerschiffbaus in Kiel an die mittelständische Heinrich-Rönner-Gruppe jedoch zunächst abgeblasen.

Für den unter HDW-Gaarden firmierenden Bereich wird aber weiter nach einem Partner gesucht. Auch für die Hamburger Werft Blohm & Voss wird dem Vernehmen nach ein Käufer gesucht. In verschiedenen Medien war von einem Scheich aus Abu Dhabi die Rede, der Interesse an dem Standort habe.

Webseite: www.thyssenkrupp-marinesystems.de -Von Jan Hromadko, Dow Jones Newswires; +49 69 29 725 503; jan.hromadko@dowjones.com DJG/DJN/mmr/jhe Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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