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04.12.2007

UPDATE: Trendhandy iPhone wieder exklusiv bei T-Mobile

(NEU: Details) Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires

(NEU: Details) Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der größte deutsche Mobilfunkbetreiber T-Mobile hat sich im Rechtsstreit um das iPhone durchgesetzt und darf das Designhandy wieder exklusiv anbieten. Das Landgericht Hamburg hob am Dienstag eine einstweilige Verfügung auf, die der Konkurrent Vodafone gegen die Vertriebsbedingungen erwirkt hatte. Er hatte kritisiert, dass das Multimediagerät von Apple nur in Verbindung mit einem zweijährigen Tarifvertrag und einer Sperre zur Nutzung in anderen Mobilfunknetzen erhältlich war. Zwei Wochen lang musste T-Mobile daraufhin das Telefon auch ohne diese Auflagen anbieten.

Das Landgericht erklärte nun, es sehe nach der mündlichen Verhandlung keinen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb oder das Kartellrecht. Allerdings kann Vodafone gegen das Urteil Berufung beim Hanseatischen Oberlandesgericht einlegen. Der Konzern teilte auf Anfrage zunächst lediglich mit, er prüfe alle Optionen.

T-Mobile begrüßte das Urteil. Man werde das Trendhandy künftig wieder ausschließlich zu den alten Konditionen vertreiben - also zum Stückpreis von 399 EUR in Verbindung mit drei jeweils zwei Jahre laufenden Tarifvarianten. Diese monatliche Grundgebühr liegt zwischen 49 und 89 EUR. Der Verkauf des Geräts ohne Netz-Sperre (Sim-Lock) werde so schnell wie möglich wieder eingestellt.

Deutschland-Geschäftsführer Philipp Humm erklärte, nun bestehe Klarheit für die Kunden. "Wir waren stets von der Rechtmäßigkeit unseres Angebots überzeugt und sind auch weiterhin bereit, für dieses Vertriebsmodell zu kämpfen." Er unterstrich, die gesamte Mobilfunkbranche müsse in Zukunft auf "innovative Geräte und neuartige Vertriebsmodelle" setzen, um wieder Wachstum zu erreichen.

Auf die einstweilige Verfügung hin hatte T-Mobile das iPhone Ende November auch in den freien Verkauf genommen und es ohne Laufzeitvertrag und Netzsperre für 999 EUR angeboten. Daraufhin bekam die Telekom-Tochter rasch Konkurrenz: Der Wettbewerber debitel brachte einen eigenen Tarif für das iPhone auf den Markt.

Vodafone hatte das Gericht angerufen, um die für die hiesige Industrie neue Vertriebspraxis des Konkurrenten klären zu lassen. Der Branchenzweite befürchtete, das Beispiel könne Schule machen und andere Gerätehersteller veranlassen, ihre Handys nur noch zu exklusiven Bedingungen über einen Mobilfunkanbieter vertreiben zu lassen.

In Frankreich verkauft der Branchenprimus France Telecom das Apple-Handy auch ohne Vertragsbindung. Bis zum Jahresende will das Unternehmen bis zu 100.000 iPhones verkaufen. Für 2008 ist ein Absatz von 400.000 bis 500.000 Stück geplant. T-Mobile hat keine Ziele ausgegeben. Die Telekom-Tochter hatte lediglich mitgeteilt, am ersten Vertriebstag 15.000 Geräte verkauft zu haben.

Webseiten: http://www.telekom.de http://www.vodafone.de -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213, TMT.de@dowjones.com DJG/stm/cbr

Copyright (c) 2007 Dow Jones & Company, Inc.