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12.07.2007

UPDATE: Übernahme von Abbott-Diagnostik durch GE geplatzt

(NEU: Details, Analystenstimme)

(NEU: Details, Analystenstimme)

CHICAGO (Dow Jones)--Die Übernahme verschiedener Diagnostik-Bereiche der Abbott Laboratories durch General Electric ist geplatzt. Die beiden Unternehmen konnten sich nicht über die endgültigen Bedingungen einigen, wie GE und Abbott am Donnerstag mitteilten. Die Transaktion hätte einen Wert von 8,13 Mrd USD gehabt. Eine Sprecherin von Abbott erklärte, der Konzern habe nun keine Pläne mehr, die Bereiche zu verkaufen. Die Diagnostik sei ein "gutes Geschäft", Abbott werde nun die Wachstumsmöglichkeiten dafür ausloten.

GE wollte die Bereiche Kernlabor und Point-of-Care-Diagnostika übernehmen und damit in die In-vitro-Diagnostik einsteigen. Die Übernahme war Ende Januar angekündigt worden und sollte im ersten Halbjahr abgeschlossen werden. In Europa war die Transaktion bereits wettbewerbsrechtlich genehmigt worden. Mit den Erlösen von erwartet etwa 6 Mrd USD hatte Abbott vor allem Schulden abbauen und eventuell ein Aktienrückkaufprogramm starten wollen.

Goldman Sachs bezeichnete die gescheiterte Übernahme als "enttäuschend" für Abbott wegen der entgangenen Erlöse. Zudem weise das Diagnostik-Geschäft eine geringere Wachstumsrate auf als andere Bereiche des Konzerns.

Das In-vitro-Diagnostikgeschäft von Abbott war Ende der Neunziger in die Kritik geraten, nachdem Qualitätsprobleme in einer Produktionsanlage aufgetreten waren. GE machte jedoch Anzeichen der Erholung des Geschäfts aus. Der CEO von GE Healthcare, Joe Hogan, hatte im Januar in einem Interview erklärt, unter GE-Management könnte der Bereich ein Wachstum im Rahmen oder über den Industrieprognosen von 6% bis 8% erreichen. Der Jahresumsatz der beiden Segmente beträgt über 2 Mrd USD.

Anfang Mai war der Abbott-CFO Thomas Freyman auf einer Konferenz bereits nach einer Verschiebung der Übernahme gefragt worden, und ob GE die Bedingungen neu aushandeln wolle, nachdem Aktionäre befürchteten, GE zahle zu viel Geld. Damals hatte der Abbott-CFO noch erklärt, es würde sich um eine komplexe Transaktion handeln, die eine gewisse Zeit zur Ausarbeitung der Konditionen benötige. Er hatte aber bereits eingeräumt, dass die Verhandlungen länger bräuchten als ursprünglich gedacht.

Webseiten: http://www.abbott.com

http://www.ge.com

-Von Jon Kamp, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 111,

unternehmen.de@dowjones.com

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