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05.02.2009

UPDATE: Verkauf der Freenet-DSL-Sparte stockt - Kreise

(NEU: Kursentwicklung)

(NEU: Kursentwicklung)

Von Philipp Grontzki und Archibald Preuschat

DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Verkaufsprozess für das Breitband-Internetgeschäft der freenet AG ist nach Angaben informierter Kreisen ins Stocken geraten. Es gebe weiterhin Interessenten für die Sparte, sagten zwei mit der Materie vertraute Personen zu Dow Jones Newswires. Konkrete Gespräche gebe es aktuell aber nicht; der Prozess könne sich deshalb noch hinziehen, sagte eine der Personen.

Ein freenet-Sprecher sagte Dow Jones Newswires lediglich, dass das DSL-Geschäft weiter zum Verkauf stehe. Darüber hinaus wollte er sich nicht äußern.

Das Telekomunternehmen hatte im Juni potenzielle Käufer zu Interessensbekundungen für das Breitband-Geschäft eingeladen. Freenet will sich nach der Übernahme des Konkurrenten debitel im vergangenen Jahr vorrangig auf das Mobilfunkgeschäft konzentrieren. Mit debitel hat freenet Schulden von mehr als 1 Mrd EUR übernommen, die mit Hilfe des Verkaufserlöses für die DSL-Sparte verringert werden sollen.

Freenet hatte per Ende September 1,05 Millionen DSL-Kunden, was verglichen zum Vorquartal einem Rückgang um 50.000 Kunden entsprach. Im November räumte das TecDAX-Unternehmen ein, die Finanzmarktkrise und die damit einhergehende konjunkturelle Abkühlung mache den Verkauf schwieriger. Es müsse daher damit gerechnet werden, dass eine solche Transaktion "nur zu deutlich schlechteren Konditionen als ursprünglich angenommen" umgesetzt werden könne, so freenet damals.

Zu den potenziellen Interessenten für die DSL-Sparte zählt Vodafone Deutschland, führt aber nach eigener Darstellung derzeit keine dahingehenden Gespräche, wie Friedrich Joussen, Vorsitzender der Geschäftsführung Vodafone Deutschland, erst am Dienstag sagte. Joussen wollte jedoch nicht ausschließen, dass er bei einer weiteren Konsolidierung des deutschen DSL-Marktes nicht doch noch kauft - allerdings nur zu einem angemessenen Preis, wie er hinzufügte.

Konkurrenz bei dem geplanten Verkauf droht freenet aus Italien. Telecom Italia erklärte Anfang Dezember, die deutsche Breitband-Tochter Hansenet werde möglicherweise verkauft. Hansenet hatte per Ende September rund 2,34 Millionen DSL-Kunden.

Die freenet-Aktie notiert seit dem späten Vormittag im Plus. Nach Bekanntwerden der Verhandlungsverzögerungen gab der Titel einen Teil seiner Kursgewinne wieder ab. Gegen 14.17 Uhr notierte die Aktie bei 3,91 EUR, ein Aufschlag von 2,9%. Das Tageshoch lag bei 4,05 EUR.

Webseite: http://www.freenet.ag/ -Von Philipp Grontzki und Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 103, tmt.de@dowjones.com DJG/phg/rio

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