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01.03.2010

UPDATE: Vivendi rechnet 2010 mit Ergebniswachstum

(NEU: Details, Aussage CEO und Aktienkurs)

(NEU: Details, Aussage CEO und Aktienkurs)

Von Ruth Bender DOW JONES NEWSWIRES

PARIS (Dow Jones)--Der französische Medien- und Telekomkonzern Vivendi erwartet für 2010 ein Wachstum beim bereinigten EBIT. Das Unternehmen sei "solide" in das Jahr über alle Märkte hinweg gestartet und erwarte 2010 ein starkes Wachstum vor allem in Brasilien, wie die Vivendi SA am Montag mitteilte. In dem südamerikanischen Land hatte Vivendi Ende vergangenen Jahres die Kontrolle über das Telekomunternehmen GVT Holding S/A erworben.

Der Vivendi-Konzern hat laut CEO Jean-Bernard Levy im vergangenen Jahr zwei wichtige strategische Entscheidungen getroffen. Dies sei der Verkauf des Vivendi-Anteils an NBC Universal und der Einstieg bei GVT gewesen, erklärte Levy. Im vergangenen Jahr hatte Vivendi einen 20-prozentigen Anteil an NBC Universal für 5,8 Mrd EUR verkauft. Vivendi schaue sich nun nach Zukaufmöglickeiten in Emerging Markets um, um zukünftiges Wachstum zu generieren, so der CEO. Eine derzeit in der USA anhängige Sammelklage sei kein Hinderungsgrund für weitere Akquisitionen, sagte Levy in einem Interview mit einem französischen Radiosender.

Investoren hatten sich besorgt über Schadensersatzzahlungen gezeigt, die die Gruppe möglicherweise leisten muss. Im Februar hatte eine US-Jury Vivendi für schuldig erklärt hatte, falsche Angaben über die Finanzstärke des Unternehmens in den Jahren 2001 und 2002 gemacht zu haben. Vivendi habe gegen diese Entscheidung Rechtsmittel eingelegt und rechne mit einer möglichen Klärung des Angelegenheit im laufenden Jahr, erklärte Levy.

Der Vivendi-Konzern, zu dem der Bezahlfernsehsender Canal Plus Group gehört und der Mehrheitsanteile an den Telekomkonzernen SFR und Maroc Telecom hält, hatte im vierten Quartal 2009 einen Nettoverlust von 958 Mio EUR verbucht. Im Vorjahreszeitraum lag der Nettoverlust bei 1,379 Mrd EUR. Belastet wurde das Nettoergebnis von einer Rückstellung von 550 Mio EUR im Zusammenhang mit der US-Sammelklage sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, hier vor allem auf die Universal Music Group.

Im Schlussquartal 2009 kletterte das bereinigte EBIT um 3,6% auf 1,145 Mrd EUR. Der Umsatz sank dagegen leicht auf 7,607 (7,615) Mrd EUR. Analysten hatten das EBIT bei 1 Mrd EUR und den Umsatz bei 7,38 Mrd EUR gesehen. Den Großteil der Umsatzerlöse generiert Vivendi über Abonnements. Daher ist das Unternehmen von wirtschaftlichen Abschwüngen weniger stark betroffen.

Im Gesamtjahr 2009 stieg das bereinigte EBIT um 8,8% auf 5,39 Mrd EUR. Damit erreichte der Konzern sein selbst gestecktes Ziel. Vivendi hatte zu einem früheren Zeitpunkt erklärt, ein "starkes Wachstum" beim bereinigten EBIT erzielen zu wollen. Das Unternehmen kündigte ferner an, 2009 eine Dividende von 1,40 EUR je Aktie zahlen zu wollen. Damit schüttet der Konzern den gleichen Betrag aus wie im Vorjahr.

Vivendi habe eine Reihe starker Ergebnisse für 2009 sowie einen positiven Ausblick vorgelegt, bewerte Exane BNP Paribas in einer Analyse für Investoren die vorgelegten Zahlen. Gegen 11.07 Uhr MEZ notierte die Vivendi-Aktie 2,6% im Plus bei 18,99 EUR.

Webseite: www.vivendi.com -Von Ruth Bender, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 102, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mkl/has Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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