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22.07.2008

UPDATE: Vodafone Deutschland hat Trendwende beim Erlös in Sicht

(NEU: weitere Details)

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Von Richard Breum DOW JONES NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Mobilfunkanbieter Vodafone Deutschland sieht eine Trendwende beim Umsatz, auch wenn die Erlöse im vergangenen Quartal "im Wesentlichen regulierungsbedingt" weiter leicht rückläufig waren. "Man wird nicht mehr lange warten müssen, bis man wieder Wachstum sieht", sagte Friedrich Jousssen, der Vorsitzende der Geschäftsführung, am Dienstag am Unternehmenssitz in Düsseldorf.

Der britische Mutterkonzern hatte seine Wachstumserwartung für das Gesamtjahr am Morgen zwar auf das untere Ende der bisherigen Prognosespanne gesenkt. Der Grund sei aber vor allem das schlechte Konsumklima in Spanien gewesen, sagte Joussen. Mit einem ähnlichen Effekt der eingetrübten Wirtschaftslage auf das Geschäft in Deutschland rechne er nicht. Denn anders als in Spanien gebe es in Deutschland keine Immobilienblase, die Arbeitslosenquote sei relativ niedrig, und man stehe vor eher hohen Lohnabschlüssen.

Schwieriger werde angesichts steigender Lebenshaltungskosten auch in Deutschland gleichwohl das Geschäft mit teuren Konsumgütern - und damit auch der Absatz hochwertiger Mobiltelefone, sagte Joussen weiter. Hinsichtlich der Mobilfunknutzung habe er weniger Bedenken.

Mit der Entwicklung der Kundenzahlen der vergangenen Monate zeigte sich Joussen sehr zufrieden: In den Monaten April bis Juni, also dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09, seien 883.000 neue Mobilfunkkunden sowie 128.000 neue DSL-Kunden gewonnen worden. Das DSL-Wachstum sei damit für das normalerweise schwierigere zweite Quartal des Kalenderjahres sehr gut ausgefallen.

Joussen rechnet damit, dieses DSL-Wachstum auch auf Jahressicht im Schnitt mindestens erreichen zu können. Wichtig für das Unternehmen und das Zusammenwachsen von Vodafone und Arcor, der vollständig übernommenen Festnetzsparte, sei auch, dass die zusätzliche Vermarktung von DSL über die Vodafone-Vertriebskanäle sehr erfolgreich gewesen sei: Von den 128.000 neuen DSL-Kunden insgesamt hätten 112.000 Vodafone DSL neu gebucht.

Der Festnetzumsatz bei Arcor stieg im vergangenen Quartal um 3% auf 571 Mio EUR, die Service-Umsätze bei Vodafone gingen dagegen um 1,9% auf 1,79 Mrd EUR zurück. Der Rückgang der Erlöse habe sich damit wie erwartet in den vergangenen Quartalen weiter deutlich abgeschwächt.

Wichtiges Wachstumsfeld für Vodafone sind die Datenumsätze. Sie legten im vergangenen Quartal ohne SMS/MMS um knapp 25% zu und machen nun mittlerweile gut 12% des Service-Umsatzes aus. Ein weiterer Trend im Mobilfunk ist Vodafone zufolge die längere Nutzung des Handys: Im vergangenen Quartal habe jeder Kunde im Durchschnitt 113 Minuten mobil telefoniert; vor Jahresfrist seien es nur 109 Minuten gewesen.

Zum DSL-Geschäft des Unternehmens freenet, das zum Verkauf steht, äußerte sich Joussen zurückhaltend. "Wir gucken es sehr genau an", sagte Joussen, und man sei einem Kauf auch nicht grundsätzlich verschlossen. Vodafone müsse es aber auch nicht übernehmen - das organische Wachstum sei ja stark, und man werde mit Sicherheit keinen zu hohen Preis zahlen.

Die neu geschaffene Geschäftskundensparte gewinne Marktanteile, sagte Joussen weiter. Man wolle keine große Systemberatung werden, sondern Unternehmen IT- und Telekommunikationsangebote als Basisleistungen liefern. Vorbild sei dabei British Telekom (BT). Der bisherige CEO von BT Deutschland, Jan Geldmacher, soll den Bereich bei Vodafone Deutschland leiten.

Joussen stellte am Dienstag zudem ein Breitband-Projekt in Würzburg vor. In der bayerischen Stadt testet Vodafone eine enge Zusammenarbeit mit Arcor und bindet die Mobilfunk-Basisstationen an das Kernnetz über Glasfaserkabel an. Damit könne das mobile Breitbandnetz nahezu im gesamten Stadtgebiet eine Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde bieten. Im laufenden Jahr will Vodafone die Geschwindigkeit auch an zahlreichen anderen Standorten weiter erhöhen.

Webseite: http://www.vodafone.de - von Richard Breum, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 - 13872 15, Richard.Breum@dowjones.com DJG/rib/jhe

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.