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22.04.2010

UPDATE: Volkswagen drängt auf engere Kooperation von MAN und Scania

(NEU: mehr Wulff, Hintergrund) Von Katharina Becker DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: mehr Wulff, Hintergrund) Von Katharina Becker DOW JONES NEWSWIRES

HAMBURG (Dow Jones)--Angesichts der noch immer schwächelnden Lastwagenverkäufe drängt der Großaktionär Volkswagen die Lkw-Bauer MAN und Scania zur Kooperation. "Die kurzfristig vorhandenen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit im Bereich Entwicklung und bei Komponenten werden wir Stück für Stück realisieren", sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Hamburg. Mittelfristig ergäben sich durch eine enge Kooperation "erhebliche Synergien" für alle Partner, ergänzte er.

Die Synergien könnten erzielt werden, ohne die Eigentümerstruktur zu verändern, sagte Niedersachsens Ministerpräsident und Volkswagen-Aufsichtsrat Christian Wulff (CDU) am Rande der Hauptversammlung.Nachdem das MAN-Management ausgetauscht wurde und sich Volkswagen zusätzliches Geld beschafft hat, wurde zuletzt mehrfach spekuliert, dass VW seine Beteiligung an MAN ausbauen könnte, um die lange angestrebte Lastwagen-Allianz mit Scania unter dem Dach des Wolfsburger DAX-Konzerns zu schmieden.

VW ist mit knapp 30% größter Aktionär von MAN und hält bei Scania die Mehrheit. Für beide Anteile zusammen hat Volkswagen 8,5 Mrd EUR bezahlt, sagte der Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch.

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen und MAN, Porsche-Enkel Ferdinand Piech, hatte sich zuletzt optimistisch hinsichtlich einer Nutzfahrzeug-Allianz von MAN, VW und Scania gezeigt. Alle beteiligten Konzerne wollten eine Kooperation, hatte er Anfang April vor den MAN-Aktionären gesagt. Es gebe bereits entsprechende Pläne. Eine engere Verbindung ermögliche Synergien von bis zu 1 Mrd EUR.

Der frühere Vorstandsvorsitzende der MAN SE, Hakan Samuelsson, und andere Top-Manager des Konzerns waren im vergangenen Jahr im Zuge einer umfangreichen Umbesetzung des Managements zurückgetreten. Die Manager hatten den Konzern in Folge der Korruptionsuntersuchung der Staatsanwaltschaft verlassen, ohne dass sie zu den Verdächtigen zählten.

Piech hatte versprochen, sich nun wieder verstärkt dem Lkw-Projekt zu widmen, nachdem der Streit zwischen Volkswagen und Porsche beendet ist.

Webseiten: www.volkswagenag.com www.man.eu -Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 112, katharina.becker@dowjones.com DJG/kat/cbr Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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