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03.03.2008

UPDATE: Volkswagen stockt bei Scania auf 68,6% auf

(NEU: Details, Reaktionen von Investor AB und MAN, Aktienkurs)

(NEU: Details, Reaktionen von Investor AB und MAN, Aktienkurs)

Von Dorothee Tschampa

DOW JONES NEWSWIRES

WOLFSBURG/STOCKHOLM (Dow Jones)--Die Volkswagen AG hat einen wesentlichen Schritt zur Bildung einer Nutzfahrzeug-Allianz getan. Der Wolfsburger Automobilkonzern erwarb weitere 30,62% Stimmrechte am schwedischen Lkw-Hersteller Scania und hält damit nun 68,6% der Stimmrechte. Wie VW am Montag mitteilte, wurden sämtliche Anteile der beiden Großaktionäre Investor AB und Wallenberg Stiftungen übernommen.

VW erwirbt von den beiden Großaktionären insgesamt rund 134,7 Mio Scania-A-Aktien und hält damit nun einen Kapitalanteil von 37,73%. Bislang lag die Kapitalbeteiligung bei 20,89%. Als Kaufpreis wurden 200 SEK je Aktie vereinbart.

Der Besitz der Investor AB umfasst rund 88 Mio A-Aktien und damit 20,0% der Stimmrechte bzw. 11,0% des Scania-Kapitals. Dieser Teil der Transaktion habe ein Volumen von 17,6 Mrd SEK (umgerechnet rund 1,88 Mrd EUR), teilte Investor mit. Die Wallenberg Foundations haben eine vergleichbare Vereinbarung mit Volkswagen getroffen, hieß es weiter.

Die Vereinbarung sehe vor, dass Scania unter dem Dach des VW-Konzerns als eigenständige Marke erhalten bleibe, hieß es in den Mitteilungen von Volkswagen und Investor gleichermaßen. Zudem gebe es auf absehbare Zeit keine Pläne für strukturelle Veränderungen, die sich nachteilig für die Arbeitnehmer von Scania auswirken könnten. Der Hauptsitz von Scania sowie das Entwicklungszentrum sollen im schwedischen Södertälje bleiben.

Scania-Aktionär MAN AG begrüße die Entscheidung, sagte deren Sprecher zu Dow Jones Newswires. Damit verbesserten sich die Perspektiven für einen Zusammenschluss. Der Münchener Nutzfahrzeughersteller hält derzeit 17,0% der Stimmrechte und 13,2% des Kapitals von Scania und hatte den Schweden im Herbst 2006 eine Fusion angeboten und zuletzt 10,3 Mrd EUR geboten. Der Versuch war im Januar vergangenen Jahres aber am Widerstand der Aktionäre gescheitert. Volkswagen wiederum ist an MAN mit 29,9% der Stimmrechte und 28,7% des Kapitals beteiligt.

Die MAN-Aktie profitierte am Montagmorgen von der VW-Ankündigung. Der Markt spekuliert, dass eine Fusion im zweiten Anlauf gelingen könnte. Bis 9.39 Uhr legt das Papier um 4,3% auf 90,99 EUR zu und liegt damit als einziger DAX-Wert im Plus. Auch Volkswagen steht mit einem Minus von 0,2% bei 149,67 EUR in einem sehr schwachen Umfeld besser als der Markt da.

Volkswagen hat gemeinsam mit Vertretern von Scania, Investor AB und den Wallenberg Stiftungen für 10.30 Uhr in Stockholm eine Pressekonferenz angesetzt.

Webseite: http://www.volkswagenag.com/ -Von Dorothee Tschampa, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 102, dorothee.tschampa@dowjones.com DJG/dct/rio

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