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07.05.2007

UPDATE: Wettbewerber machen Telekom weiter Konkurrenz bei DSL

07.05.2007
(NEU: Weitere Details)

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KÖLN (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom AG muss sich auf dem umkämpften DSL-Markt weiter auf harte Konkurrenz einstellen. Ihre Wettbewerber mit eigener Infrastruktur wollen in diesem Jahr die Zahl ihrer Breitbandanschlüsse erneut deutlich steigern, wie der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) am Montag in Köln mitteilte. Gleichzeitig wird auch der Preiskampf weitergehen. Es sei 2007 mit weiteren Tarifsenkungen zu rechnen, sagte Verbandspräsident Peer Knauer.

Ihren Umsatz steigerten die 40 Mitgliedsunternehmen, darunter Arcor, Versatel und Hansenet, voriges Jahr wie geplant auf 4,4 Mrd EUR. 2007 sollen es 4,9 Mrd werden. Die Zahl der DSL-Anschlüsse soll um 1,9 Mio auf 5,8 Mio steigen. In Vorperiode hatten die alternativen Anbieter bei den schnellen Internetverbindungen bereits um 1,5 Mio oder 63% auf 3,9 Mio zugelegt. Damit kamen sie auf einen Marktanteil von 28%.

Der deutsche Breitbandmarkt-Markt insgesamt dürfte nach Einschätzung Knauers in diesem Jahr um weitere vier Mio auf 18,5 Mio Leitungen zunehmen. Für Ende nächsten Jahres rechnet der BREKO-Präsident dann damit, dass weit über die Hälfte der Haushalte einen entsprechenden schnellen Internetanschluss haben werden. Der Trend bei DSL sei im vorigen Jahr deutlich zu höherer Bandbreite gegangen. Dabei wollen die Unternehmen die Anschlüsse mit zusätzlichen Diensten anbieten. Über die Hälfte plane eine Moblfunkkomponente, gut ein Drittel Internet-Fernsehen dazu. Bis 2009 will zudem rund die Hälfte der Firmen ihr Netz auf Internettechnik umstellen.

Gegenüber den bloßen Wiederverkäufern von Produkten der Telekom, die über keine eigene Infrastruktur verfügen, prangerte der Verband erneut eine wettbewerbliche Schieflage an. Wegen ungleicher Rahmenbedingungen sei es diesen Unternehmen voriges Jahr gelungen, die DSL-Kundenzahl sogar um 100% auf 3,2 Mio zu steigern. Die Telekom selbst gewann zwar ebenfalls Anschlüsse hinzu, büßte aber Marktanteile ein. Den Resellern würden von dem Ex-Monopolisten Rabatte gewährt, die einen fairen Wettbewerb unmöglich machten, bemängelte Knauer.

Dies bewirke Planungsunsicherheit auch bei den Investitionen. 2006 seien sie mit 804 Mio um über 50 Mio EUR geringer ausgefallen. Für 2007 sei zwar ein Anstieg auf 915 Mio EUR geplant - allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich die Regulierungspolitik nicht weiter ungünstig gestalte.

Große Verunsicherung herrscht bei den Unternehmen besonders über die künftige Zusammenschaltung mit dem Telekom-Netz. Bislang erfolgt dies an den großen Vermittlungsstellen des Bonner Konzerns, den so genannten Hauptverteilern. Im Zuge der Einführung von Glasfaserleitungen mit superschneller VDSL-Technik rückt die Telekom aber die Vermittlungstechnik näher an die Endkunden heran in die Kabelverzweiger, das sind die grauen Verteilkästen auf den Bürgersteigen.

Vor diesem Hintergrund sei völlig offen, wo und wie künftig die Zusammenschaltung aussehen solle, wenn die Telekom ihre Hauptverteiler nicht mehr benötige, bemängelte Knauer. Die Wettbewerber hätten im Laufe der Jahre insgesamt rund 5 Mrd EUR in den Aufbau eigener Technik an den Vermittlungseinrichten der Telekom gesteckt. Diese Investitionen drohten jetzt entwertet zu werden. Von dem Bonner Konzern seien keinerlei Angaben über seine Vorstellungen erhältlich. Hier sei jetzt vor allem die Bundesnetzagentur gefordert, betonte der Verbandspräsident.

Webseite: www.brekoverband.de -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,

TMT.de@dowjones.com

DJG/stm/hab

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