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12.02.2009

UPDATE2: BT-Aktie durch Pensionsfonds-Belastung unter Druck

(NEU: Aussagen von Analysten, Aktienkurs)

(NEU: Aussagen von Analysten, Aktienkurs)

LONDON (Dow Jones)--Der Aktienkurs des britischen Telekombetreiber BT Group plc, London, ist am Donnerstag nach Bekanntgabe der Drittquartalszahlen unter Druck gekommen. Am Markt macht sich nach Aussagen von Händlern die Sorge breit, der begrenzte Free Cash-flow und das wachsende Defizit des Pensionsfonds werde weiteren Druck auf die Dividendenzahlungen ausüben. Die Aktie verliert bis 12.30 Uhr 6,6% auf 98,2p

Analysten blicken vor allem auf die Zahlungsverpflichtungen für Pensionen aufgrund der Schwäche des Aktienmarktes und der Immobilienwerte. Nach BT-Angaben wies der Rentenfonds per Ende 2008 ein Defizit von netto 1,7 Mrd GBP aus nach einem Überschuss von 2 Mrd GBP Ende März 2008. BT verfügt mit Verpflichtungen über 33 Mrd GBP über einen der größten britischen Pensionsfonds.

"Nimmt man die von BT für das kommende Jahr genannte 1 Mrd GBP an Free Cash-flow, zieht 240 Mio bis 300 Mio GBP für die Abdeckung der Pensionsfonds-Defizite ab, wird es am Ende auf eine Dividendenkürzung hinauslaufen", sagte ein Londoner Analyst.

Im vergangenen Jahr zahlte BT eine Dividende von 15,8p je Aktie entsprechend einem Gesamtvolumen von 1,2 Mrd GBP. Analysten hatten bereits eine Kürzung um rund 40% auf 9 bis 10p je Aktie für das laufende Geschäftsjahr hochgerechnet. Nunmehr rechnen sie für das Folgejahr mit einer weiteren Rücknahme.

Das Unternehmen hat im dritten Geschäftsquartal 2008/09 einen 73-prozentigen Rückgang beim Nettoergebnis verbucht. Als Grund nannte der Konzern die schwache Geschäftsentwicklung des IT-Outsourcing-Bereichs Global Services sowie die Verluste im Pensionsfonds.

"Mit dem Fokus auf eine Ergebnisverbesserung in der Sparte Global Services, anhaltenden Kosteneinsparungen und Investitionskontrolle in der gesamten Gruppe erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr einen Free Cash-Flow der Gruppe, vor Belastungen durch das Defizit des Pensionsfonds, von mehr als einer Mrd GBP", hatte Chief Executive Ian Livingston zum Quartalsausweis betont.

Der Nettogewinn im Schlussquartal sank um 73% auf 97 (365) Mio GBP, während die Einnahmen um 5% auf 5,48 (5,15) Mrd GBP stiegen. Analysten hatten einen Umsatz von 5,356 Mrd GBP erwartet. Das EBITDA vor Einmalposten ging auf 1,34 (1,47) Mrd GBP zurück.

Die Belastungen durch die schwache Entwicklung im Bereich Global Services hatte BT bereits im Oktober 2008 angedeutet. Die schnelle Expansion und sich beschleunigende Kosten würden die Profitabilität der Sparte drücken und auf das Jahresergebnis durchschlagen. Am 22. Januar hatte BT mit einer nicht-baren Sonderbelastung von 340 Mio GBP nach einer Überprüfung des Geschäftsbereichs erstmals konkrete Zahlen geliefert. Zugleich betonte das Unternehmen, dass weitere Aufwendungen folgen könnten.

Die Nettoverbindlichkeiten bezifferte die Telekomgruppe per 31. Dezember auf 11,06 (10,17) Mrd GBP. Dies spiegele die Aufwendungen von 0,7 Mrd GBP für das Aktienrückkaufprogramm sowie für Akquisitionen im vergangenen Jahr wider.

BT hat nach weiteren Angaben in den neun Monaten bis Ende Dezember 9.500 Arbeitsplätze gestrichen. Bis zum Ende des Finanzjahres am 31. März soll sich die Gesamtzahl auf über 10.000 erhöht haben.

Webseite: www.bt.com -Von Erica Herrero-Martinez, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 105, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/pal/smh/roa

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