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UPDATE2: Deutsche Telekom sieht 2009 wenig Aufwärtspotenzial

06.11.2008
(NEU: Analysten, Aktienkurs)

(NEU: Analysten, Aktienkurs)

Von Philip Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

BONN (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom AG sieht beim operativen Ergebnis wenig Aufwärtspotenzial für das kommende Jahr. Auf Basis der aktuellen Konzernstruktur - also ohne eine Vollkonsolidierung der griechischen OTE - gehe man für 2009 von einem stabilen bis leicht steigenden bereinigten Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) aus, erklärte der Bonner DAX-Konzern am Donnerstag. Der Free Cash-Flow solle auf dem Niveau von 2008 gehalten werden.

Die Zuspitzung der Finanzmarktkrise habe sich auf die Entwicklung des operativen Geschäfts bislang nicht ausgewirkt, teilte die Telekom bei Vorlage der Drittquartalszahlen mit. Die Ziele für das laufende Geschäftsjahr wurden bestätigt. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem bereinigten EBITDA von rund 19,3 Mrd EUR und einem Free Cash-Flow von rund 6,6 Mrd EUR.

Vorstandsvorsitzender René Obermann geht mit Blick auf die aktuelle Konjunkturlage davon aus, dass der Konzern insgesamt gut aufgestellt sei, die "vor uns liegenden schwierigen Zeiten erfolgreich zu meistern". Das Unternehmen sei daneben zuversichtlich, für das Jahr 2010 anvisierte Kosteneinsparziele früher als geplant zu erreichen, sagte er am Donnerstag.

Die Aussagen zu 2009 lägen im Rahmen der Markterwartungen, schrieben die Analysten von Nomura. Stefan Borscheid von der WestLB sagte, es könne als positives Signal gesehen werden, dass die Telekom mit Blick auf das aktuelle Umfeld überhaupt einen Ausblick für 2009 gegeben habe.

Im dritten Quartal erzielte das Unternehmen bei einem Umsatz von 15,45 (Vorjahr: 15,69) Mrd EUR ein bereinigtes EBITDA von 5,25 (5,13) Mrd EUR. Der Nettogewinn schnellte auf 895 (256) Mio EUR, allerdings wurde das Vorjahr durch eine Neubewertung latenter Steuern belastet.

In der Mobilfunksparte wurde ein Plus beim Außenumsatz von 1,8% erreicht, während das bereinigte EBITDA um 4,5% auf 3,07 Mrd EUR kletterte. Insgesamt hat das Unternehmen im Mobilfunk netto 1,657 Millionen Neukunden gewonnen, was allerdings verglichen zum Vorjahr ein Minus von 13,4% darstellt. Besonders stark war der Rückgang in Großbritannien, der mit 96,3% bei den Nettoneukunden beziffert wurde. In den USA gewann die Telekom 670.000 Nettoneukunden, verglichen zu 857.000 im Vorjahreszeitraum.

Im Segment Breitband/Festnetz, in dem die Telekom vor allem mit dem anhaltenden Rückgang bei klassischen Festnetzanschlüsse in Deutschland zu kämpfen hat, verzeichnete das Unternehmen insgesamt ein Minus von 5,5% beim bereinigten EBITDA. Mit Blick auf das heimische Geschäft in diesem Segment hatte das Unternehmen im März angekündigt, dass sich Umsatz und operatives Ergebnis hier 2010 stabilisieren sollen.

Die Telekom-Aktie notierte am Donnerstag gegen 13.37 Uhr in einem insgesamt nachgebenden Markt mit 11,58 EUR um 0,30% über dem Vortagsschluss.

Die Telekom hat in diesem Jahr eine Minderheitsbeteiligung an der Telefongesellschaft OTE in Griechenland erworben und will das Unternehmen voll konsolidieren. Dies wird durch eine Vereinbarung mit der griechischen Regierung möglich, nach der die Telekom künftig die Management-Kontrolle bei OTE hat. In diesem Jahr wird die angestrebte Vollkonsolidierung allerdings nicht mehr erfolgen.

Webseite: http://www.telekom.de -Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/roa

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