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12.05.2009

UPDATE2: EADS verliert Umsatz und Gewinn im Erstquartal

(NEU: Aussagen des Vorstands, Aktienkurs)

(NEU: Aussagen des Vorstands, Aktienkurs)

Von Kirsten Bienk

DOW JONES NEWSWIRES

AMSTERDAM (Dow Jones)--Die europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat im ersten Quartal bei Umsatz und Ergebnis das Vorjahresniveau erwartungsgemäß nicht erreicht. Da sich die weltwirtschaftliche Lage seit Jahresbeginn nicht entscheidend geändert habe, bestätigte der Vorstand am Dienstag seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Er geht weiterhin von einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem rückläufigen EBIT vor Einmaleffekten aus. Der operative Gewinn soll aber trotzdem "deutlich" postiv ausfallen.

Das EBIT wird dabei von steigenden Aufwendungen für Forschung & Entwicklung, wesentlich schlechteren Wechselkurssicherungsgeschäften, sinkenden Preisen, höheren Kundenfinanzierungen und steigenden Unterstützungskosten belastet werden. Nur teilweise kann der Konzern dies mit weiteren Einsparungen aus dem Power8-Programm ausgleichen. Eine weitere Belastung könnte EADS aus den überarbeiteten Zeitplänen für das A400M-Militärtransporterprogramm erwachsen. Wegen der noch laufenden Verhandlungen sei dies derzeit aber nicht kalkulierbar. Gleichwohl stellt dieses Programm nach Angaben des Finanzvorstands Hans Peter Ring das größte Risiko für den Konzern dar.

Der Free Cash-flow dürfte 2009 negative Einflüsse aus geringeren Kundenanzahlungen bei Airbus, einem erwarteten Vorratsaufbau im vierten Quartal im Zusammenhang mit der reduzierten Produktionsrate für die A320-Familie und geringere A380-Auslieferungen widerspiegeln. Den weiteren Vorratsaufbau will der Konzern mit Verbesserungen in der Produktion und bei Lieferantenkette abfedern. Möglicherweise wird sich der Lageraufbau aber auch noch bis ins kommende Jahr hineinziehen.

Bei der Finanzierung der Flugzeugbestellungen will der EADS-Konzern seine Kunden auch weiterhin unterstützen. Der Vorstand erwartet für Airbus im laufenden Jahr brutto bis zu 300 Neubestellungen und stabile Auslieferungen.

In den ersten drei Monaten verbuchte der Konzern vor allem durch geringere Auslieferungen bei Airbus einen Umsatzrückgang um 14%. Das EBIT reduzierte sich sogar um 70%. EADS begründet dies mit negativen Wechselkurseffekten und Aufwendungen im A400M-Programm. Das Nettoergebnis fiel mit 170 Mio EUR um 40% schwächer aus als im Vorjahr. Analysten hatten im Mittel bei Umsatz und Ergebnis höher Werte erwartet und so reagierte der Kurs der EADS-Aktie bis 13.49 Uhr mit einem Minus von 4,3 auf 10,91 EUR.

"Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen ist und bleibt EADS in guter Verfassung", erklärte Konzern-CEO Louis Gallois. Das Hauptaugenmerk legt er auf das A400M-Programm. Hier will er eine Lösung finden, die die Risiken zwischen EADS und den Abnehmern ausgewogen verteilt.

Ob der Konzern auf Grund der Verzögerung des Militärprogramms höhere Belastungen als bislang geplant verkraften muss, sagte Gallois aber nicht. Finanzielle Konsequenzen der Verzögerungen stünden aber erst nach Abschluss der Verhandlungen fest. Bis dahin sieht der Vorstand jede Schätzung als "ungenau" und "nicht vollständig" an. Neuigkeiten über den Fortgang der Gespräche stellte der Finanzvorstand in den nächsten Wochen in Aussicht.

Bei den Analysten kamen die EADS-Zahlen nicht gut an. UniCredit-Analyst Uwe Weinreich spricht von "enttäuschenden" Ergebnissen. Er bezeichnet den freie Barmittelfluss im laufenden Jahr von zwei Seiten als "bedroht". Zum einen nennt er eringere Vorabzahlungen von Airbus-Kunden, zum anderen den Aufbau der Lagerbestände.

Auch Commerzbank-Analyst Frank Skodzik hatte auf bessere Zahlen gesetzt. Zur erwarteten Verschlechterung der Profitabilität sind seinen Angaben zufolge noch negative Einmaleffekte hinzugekommen. Das Sentiment für die EADS-Aktie werde unverändert von der Schwäche des Markts für Verkehrsflugzeuge sowie den weiter hohen Risiken aus dem A400M-Programm belastet.

Webseite: http://www.eads.com/ -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires; +49 (0)40 - 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/rio Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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