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19.02.2009

UPDATE2: FMC will 2009 ihren Wachstumskurs fortsetzen

(Neu: Weitere Aussagen des Unternehmens, Analystenstimme) Von Heide Oberhauser-Aslan Dow Jones Newswires

(Neu: Weitere Aussagen des Unternehmens, Analystenstimme) Von Heide Oberhauser-Aslan Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Dialysedienstleister Fresenius Medical Care AG & Co KGaA (FMC) hat seine Jahresziele trotz rückläufiger operativer Marge im vierten Quartal erreicht und will auch 2009 weiter wachsen. Mit dem Ausbau von Klinik-Netz und Produktionskapazitäten sowie einer Verstärkung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten habe man in künftiges Wachstum investiert, sagte Vorstandsvorsitzender Ben Lipps am Donnerstag. Auf Basis der Investitionen und der anhaltend starken Nachfrage nach hochwertigen Dialyseprodukten erwarte der Konzern auch 2009 ein Rekordergebnis. Das Unternehmen habe beste Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum 2009 und 2010 erklärte der Manager bei der Bilanzvorlage in Bad Homburg.

Im vierten Quartal konnte der DAX-Konzern mit Sitz in Bad Homburg den Umsatz um 6% auf 2,722 Mrd USD steigern. Das lag über den Erwartungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten, die im Mittel mit 2,717 Mrd USD gerechnet hatten. Beim EBIT blieb FMC mit einem Plus um 1% auf 433 Mio USD dagegen unter den Schätzungen, die auf 444 Mio USD gelautet hatten. Die operative Marge lag mit 15,9% im vierten Quartal unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 16,6%. Auch im dritten Quartal hatte die Marge wegen höherer operativer Kosten schon unter dem Vorjahr gelegen.

FMC begründete den Rückgang auch dieses Mal mit gestiegenen Personalkosten sowie Anlaufkosten für neue Kliniken. Hinzu kamen ungünstige Währungseffekte im Segment "International". Des Weiteren haben erwartungsgemäß - wie im Vorquartal - höhere Preise für das gerinnungshemmende Medikament Heparin in Nordamerika auch im vierten Quartal weiter belastet. FMC bezieht das Mittel von dem US-Unternehmen APP Pharmaceuticals, das von der Muttergesellschaft Fresenius SE übernommen worden war. Die Preise für Heparin hatte APP im Sommer anheben können, da der Wettbewerber Baxter Anfang 2008 sein Produkt wegen Nebenwirkungen vom Markt genommen hat.

Das Quartalsergebnis legte in der Schlussperiode noch um 9% auf 214 Mio USD zu. Hier hatten die von Dow Jones Newswires befragten Analysten mit 216 Mio USD gerechnet. Unter den Erwartungen lag auch die Dividendenankündigung. Für 2008 will FMC 0,58 (Vorjahr 0,54) EUR Dividende je Stammaktie zahlen. Analysten hatten im Mittel eine Anhebung auf 0,74 EUR erwartet.

In der wichtigsten Region Nordamerika steigerte FMC den weiteren Angaben zufolge den Umsatz im Quartal um 9% auf 1,852 Mrd USD. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen wuchs um 7% auf 1,632 Mio USD. Die durchschnittliche Vergütung pro Behandlung in den USA erhöhte sich im vierten Quartal um 3% auf 335 USD gegenüber 325 USD im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Anstieg der durchschnittlichen Vergütung pro Behandlung habe hauptsächlich auf einer Zunahme der Erstattungsraten privater Krankenversicherungen beruht, erläuterte FMC.

Der Umsatz mit Dialyseprodukten legte im Quartal um 22% auf 220 Mio USD zu. Vor allem der starke Absatz von Medikamenten für Dialysepatienten, künstlichen Nieren und Konzentraten habe zum Erlösanstieg beigetragen, hieß es.

Negative Währungseinflüsse belasteten FMC nach Unternehmensangaben außerhalb Nordamerikas (Segment International). Hier legte der Umsatz daher nur noch um 1% auf 870 Mio USD zu. Währungsbereinigt wäre ein Plus von 12% erreicht worden. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen erhöhte sich um 6% auf 352 Mio USD. Der Umsatz mit Dialyseprodukten ging dagegen um 3% auf 518 Mio USD zurück. Währungsbereinigt wäre ein Anstieg um 8% angefallen. Hier habe der Konzern starke Umsätze mit künstlichen Nieren und Dialysemaschinen erzielt, hieß es.

Für 2009 stellte das Management weiteres Wachstum von Umsatz und Ergebnis in Aussicht. Geplant sei ein währungsbereinigter Umsatzanstieg um 8% auf mehr als 11,1 Mrd USD, kündigte der Dialysekonzern an. Der Jahresüberschuss soll zwischen 850 Mio bis 890 Mio USD liegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte FMC die Erlöse um 9% auf 10,612 Mrd USD. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um, 14% auf 818 Mio USD.

Schneller als geplant sei es dem Unternehmen gelungen den Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung zu EBITDA) zu reduzieren, erläuterte Lipps. Zum Jahresende 2008 hatte der Wert bei 2,69 gelegen, nach 2,84 Ende 2007.

Für die Analysten der WGZ Bank sind die Zahlen von FMC "erwartungsgemäß positiv" ausgefallen. Positiv werten die Analysten insbesondere die auf währungsbereinigter Basis erneute deutliche Umsatzsteigerung des internationalen Geschäfts außerhalb Nordamerikas sowie die globale Wachstumsdynamik der Dialyseprodukte. Das operative Ergebnis sei zwar langsamer gestiegen als der Umsatz, dies sei jedoch größtenteils auf höhere Kosten im Zuge der Geschäftsexpansion zurückzuführen, so die Analysten

Händler bewerteten die Zahlen von FMC in ersten Einschätzungen mit "im Rahmen der Erwartungen". Etwas enttäuscht habe die Dividendenankündigung von 0,58 EUR, hieß es. Hier sei mehr erwartet worden, so ein Marktteilnehmer. Nach der Outperformance der vergangenen Wochen sei der Kurs anfällig für Rückschläge. Nun komme es auch darauf an, wie der Ausblick aufgenommen werde. Dabei sei auffällig, dass der Umsatz schneller wachsen solle als der Gewinn. "Das könnte leicht negativ gesehen werden", so der Händler.

Der Umsatzausblick zeige, dass FMC in der Lage sein sollte, ihr mittelfristiges Ziel von mehr als 11,5 Mrd USD 2010 zu erreichen. "Bei der hohen Erwartungshaltung ist ein Rückschlag möglich", so der Händler. Die FMC-Aktie notierte um 12:42 mit 0,82% im Plus bei 34,47 EUR, der DAX lag mit 0,34% im Plus.

Webseite: http://www.fmc-ag.de -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/roa Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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