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30.04.2009

UPDATE2: Fresenius schließt 1Q mit Umsatz- und Ergebnisplus ab

(NEU: Analysten, Aktienkurs) Von Natali Schwab DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Analysten, Aktienkurs) Von Natali Schwab DOW JONES NEWSWIRES

BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Fresenius SE hat im ersten Quartal sowohl von neukonsolidierten Geschäften als auch von positiven Währungseffekten profitiert. Auch organisch wies der DAX-Konzern mit Sitz in Bad Homburg ein solides Wachstum aus. Die Zahlen fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Der Ausblick für das laufende Jahr wurde sowohl für den Konzern als auch für die Tochtergesellschaften bestätigt.

Der Gesundheitskonzern wies am Donnerstag ein bereinigte Konzernergebnis von 110 (100) Mio EUR aus. Währungsbereinigt entspricht dies einem Plus von 6%, zu Ist-Kursen von 10%. Auf operativer Ebene stieg das EBIT währungsbereinigt um 20% auf 477 (377) Mio EUR, die EBIT-Marge verbesserte sich auf 14,1% (13,5%). Der Konzernumsatz erhöhte sich währungsbereinigt um 15% und zu Ist-Kursen um 21% auf 3,373 (2,798) Mrd EUR. Das organische Wachstum betrug 8%.

Akquisitionen trugen den Angaben zufolge 7% zum Umsatzanstieg bei, Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 6%. Dies sei hauptsächlich auf die Stärkung des US-Dollar gegenüber dem Euro zurückzuführen, die durchschnittlich 13% betrug. Zum Wachstum trugen alle Unternehmensbereiche bei.

Währungseffekte machten sich bei der wichtigsten Tochter, der ebenfalls im DAX notierten Fresenius Medical Care AG (FMC) hingegen mit 6% negativ bemerkbar. Der Umsatz stieg um 2% auf 2,560 (2,512) Mrd USD, wie der Dialysespezialist berichtete. Das organische Wachstum lag bei 8%.

Das EBIT stieg um 2% auf 396 (389) Mio USD, die EBIT-Marge betrug unverändert 15,5%. Grund hierfür sind den Angaben zufolge im Wesentlichen gestiegene Personalausgaben, höhere Kosten für Dialysemedikamente und das wegen des Schaltjahres um einen Behandlungstag längere Vorjahresquartal, wie FMC berichtete. Teilweise kompensiert worden sei dieser Rückgang durch höhere Vergütungen für Dialysebehandlungen sowie Erträge aus den neu einlizenzierten Eisenpräparaten. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 7% auf 198 (186) Mio USD.

Die auf Infusionstherapien und intravenös verabreichte Arzneimittel spezialisierte Tochter Fresenius Kabi profitierte von dem seit September 2008 konsolidierten US-Generikaanbieter APP Pharmaceuticals und erzielte zweistellige Wachstumsraten. Kabi steigerte den Umsatz um 32% auf 722 Mio EUR; das organische Umsatzwachstum betrug 7%. Währungsumrechnungseffekte wirkten sich mit insgesamt 3% negativ aus. Sie ergaben sich vor allem aus der Abschwächung der Währungen in Großbritannien, Brasilien und Südafrika gegenüber dem Euro, während sich insbesondere die Stärkung des chinesischen Yuan positiv auswirkte.

Operativ wies Kabi ein EBIT-Plus von 59% auf 138 Mio EUR aus. Darin enthalten sind bereits 7 Mio EUR Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte der APP Pharmaceuticals. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 19,1% (16%). Rückläufig war dagegen mit 38 (46) Mio EUR das Konzernergebnis.

Auch der Klinikbetreiber Helios legte dank Akquisitionen zweistellig zu. Der Umsatz wuchs um 13% auf 577 Mio EUR, Nettoakquisitionen trugen 8% zum Erlösanstieg bei. Fresenius Helios erzielte ein organisches Wachstum auf vergleichbarer Basis von 5%. Grund für diese Entwicklung ist den Angaben zufolge erneut die deutlich gestiegene Zahl der Patienten im Vergleich zum Vorjahr.

Das EBIT stieg um 16% auf 44 Mio EUR, dank der guten Entwicklung in den etablierten Kliniken. Die EBIT-Marge lag bei 7,6% (7,5%). Das Konzernergebnis erhöhte sich überdurchschnittlich um 33% auf 20 Mio EUR.

Fresenius bestätigte die Prognose für 2009 sowohl für den Mutterkonzern als auch die Unternehmensbereiche. Der Gesundheitskonzern erwartet einen währungsbereinigten Anstieg des Umsatzes um mehr als 10%. Das organische Wachstum soll zwischen 6% und 8% liegen. Das bereinigte Konzernergebnis soll währungsbereinigt um rund 10% wachsen.

Fresenius Medical Care rechnet weiterhin mit einem Umsatz von mehr als 11,1 Mrd USD, was einem währungsbereinigten Anstieg von mehr als 8% entspricht. Das Konzernergebnis soll 2009 zwischen 850 Mio und 890 Mio USD liegen.

Bei Kabi soll der Umsatz währungsbereinigt um 25% bis 30% steigen. Bei der EBIT-Marge strebt Kabi 19,5% bis 20,5% an. Fresenius Helios erwartet einen Umsatz von mehr als 2,3 Mrd EUR und einen Anstieg des EBIT auf 180 Mio bis 200 Mio EUR.

Die Aktien entwickelten sich am späten Vormittag positiv. Fresenius-Papiere stiegen um 0,5% auf 39,31 EUR. Noch besser entwickelte sich die Aktie von FMC, die um knapp 2% auf 30,02 EUR zulegte.

Analysten zeigten sich zufrieden mit Fresenius und auch FMC. FMC haben ein organisch starkes Wachstum gezeigt, meint etwa Carsten Kunold vom Bankhaus Merck Finck & Co (MeFiCo). Das Unternehmen profitiere davon, dass es ein konstantes, wenig zyklisches Geschäft betreibe. Zwar hätten die Ergebnisse etwas unter den Wechselkursen gelitten, die Margen seien aber stabil geblieben, auch dies sei positiv.

Webseite: http://www.fresenius.de http://www.fmc-ag.de -von Natali Schwab, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 119, consumer.de@dowjones.com DJG/nas/roa Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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