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13.06.2007

UPDATE2: Heidelberger Druck verspricht weiteres Gewinnwachstum

(korrigierte Fassung)

(korrigierte Fassung)

Von Alexander Becker

Dow Jones Newswires

HEIDELBERG (Dow Jones)--Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat für das laufende Geschäftsjahr 2007/08 weiteres Gewinnwachstum in Aussicht gestellt, sich ein Jahr vor der wichtigen Branchenmesse Drupa aber zurückhaltend bei der Umsatzprognose gezeigt. Einen Einbruch wie in vergangenen Vor-Drupa-Jahren soll es aber dank der guten konjunkturellen Lage nicht geben. Das MDAX-Unternehmen kündigte auf seiner Bilanzpressekonferenz am Mittwoch eine deutlich erhöhte Dividende für das abgelaufene Jahr an und präsentierte zudem seine mittelfristigen Wachstumsziele.

Im laufenden Geschäftsjahr peilt der Heidelberger Konzern beim operativen Ergebnis basierend auf dem bereinigten Wert von 302 Mio EUR von 2006/07 eine Steigerung zwischen 10% und 15% an. Damit käme das operative Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr auf 330 Mio bis 345 Mio EUR. Im abgelaufenen Geschäftsjahr enthielt der Überschuss aus betrieblicher Tätigkeit Einmaleffekte von per saldo rund 60 Mio EUR.

Positive Folgen erwartet sich das Unternehmen von der beschlossenen Steuerreform. Durch interne Optimierungen bei der Steuerquote werde der Jahresüberschuss weiter steigen, so das Unternehmen in seiner Mitteilung. Bereinigt um Sonderposten erwartet der Konzern im Geschäftsjahr bis 31. März ein Nettoergebnis von rund 5% des Umsatzes. Im Vorjahr waren 4% der Erlöse als Gewinn vor Sonderposten verbucht worden.

Dabei sollen sowohl steuerliche Effekte als auch operative Ergebnisverbesserungen zu dem erwarteten Gewinnwachstum beitragen, sagte Finanzvorstand Dirk Kaliebe während der Bilanzpressekonferenz in Heidelberg. In Folge der Unternehmenssteuerreform werde aus dem im Vorjahr verbuchten positiven Einmaleffekt nun ein "nachhaltiger Effekt" für die Ergebnisse der kommenden Jahre. Im laufenden Geschäftsjahr werde die Steuerquote entsprechend deutlich geringer bei 29% bis 31% nach unbereinigt 40% im Vorjahr liegen.

Die EBIT-Marge werde angesichts der erwarteten Wachstumsraten bei Umsatz und Ergebnis mittelfristig bei etwa 10% nach 9,5% im Vorjahr gesehen. 10% Marge sei dann auch unverändert "die Maxime, die wir uns vorgeben", so Finanzvorstand Kaliebe.

Zurückhaltend gab sich der Druckmaschinenhersteller mit Blick auf die Umsatzentwicklung. Im Geschäftsjahr vor der Branchenmesse Drupa, die Ende Mai bis Anfang Juni 2008 läuft, erwartet der Konzern lediglich ein "moderates" Umsatzplus. Mittelfristig rechnet Heidelberger Druck jedoch wieder mit anziehenden Umsätzen. Für die Dreijahresperiode bis 2009/2010 stellte das MDAX-Unternehmen ein Umsatzwachstum von insgesamt 10% bis 15% in Aussicht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Heidelberger Druck den Umsatz auf 3,803 (3,586) Mrd EUR und den Jahresüberschuss inklusive eines positiven steuerlichen Einmaleffektes von 73 Mio EUR auf 263 (135) Mio EUR gesteigert. Analysten hatten sich Anfang Mai bei Vorlage der Jahreszahlen positiv über die Geschäftsentwicklung geäußert. Angesichts der Auftragseingänge im vergangenen Quartal sahen sie auch im Vor-Drupa-Geschäftsjahr eine "ordentliche Auslastung" als gewährleistet an.2006/07 legte der Auftragseingang um 7% auf 3,853 Mrd EUR zu.

Die Drupa in Düsseldorf gilt als wichtigste Druckmaschinen-Messe der Welt. Traditionell ist das Geschäftsjahr unmittelbar vor der Messe vergleichsweise schwieriger für Druckmaschinenhersteller. Im Vorfeld der alle vier Jahre stattfindenden Leistungsschau halten sich Kunden mit Bestellungen üblicherweise zurück. Heidelberger Druck erwartet nach Angaben ihres Vorstandsvorsitzenden Bernhard Schreier allerdings, trotz der "möglichen Kaufzurückhaltung im Vor-Drupa-Jahr das Geschäftsvolumen halten zu können". Die Branche sei von einem positiven Konjunkturumfeld beflügelt. "Die Konjunktur wird das Geschäft unserer Kunden weiter beleben", so Schreier am Berichtstag.

Besonders in den Schwellenländern sowie in China und Indien werde der Markt überproportional wachsen. Davon werde auch Heidelberger Druck profitieren. Da die Wirtschaft gut laufe, sei eben auch kein Einbruch im Vor-Drupa-Jahr zu erwarten, so Schreier.

Am Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahr sollen die Aktionäre mit einer deutlich höheren Dividende beteiligt werden. So werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 26. Juli eine Dividende von 0,95 (0,65) EUR pro Aktie vorschlagen.

Den Dividendenvorschlag werteten Marktteilnehmer leicht positiv. Ansonsten seien die Prognosen "in line" bis "etwas zu moderat", heißt es im Handel. "Auf jeden Fall ist das heute keine große Bullenstory gegen den Markt", sagte ein Händler. So notierte die Aktie in einem schwächeren Gesamtmarkt am Mittag mit 2% im Minus bei 36,08 EUR. Ihr Tagestief markierte sie bei 35,50 EUR. In der vergangenen Woche hatten Gerüchte um einen möglichen Einstieg eines Finanzinvestors den Aktienkurs von Heidelberger Druckmaschinen deutlich in die Höhe getrieben. Der Vorstandsvorsitzende trat auf der Bilanzpressekonferenz nun aber entsprechenden Gerüchten entgegen. So habe sein Unternehmen keine Indikation über ein Interesse an einer Übernahme. Auch habe es bislang keine Anfragen von Finanzinvestoren über einen Einstieg gegeben.

Webseite: http://www.heidelberg.com/

-Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 505,

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