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28.06.2010

UPDATE2: Infineon führt noch keine Gespräche über Sistema-Einstieg

(NEU: Regierungskreis)

(NEU: Regierungskreis)

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Infineon Technologies AG führt derzeit keine Gespräche über einen Einstieg des russischen Konzerns Sistema bei dem deutschen Halbleiterhersteller. "Wir befinden uns nicht in Gesprächen mit Sistema", sagte am Montag ein Sprecher des DAX-Konzerns zu Dow Jones Newswires. Er reagierte damit auf einen Zeitungsbericht, der den Kurs der Infineon-Aktie am Montagmorgen zeitweise um fast 4% nach oben getrieben hatte. Gegen 16.17 Uhr notierte die Infineon-Aktie noch mit 1,6% im Plus bei 5,03 EUR.

Die "Financial Times Deutschland" hatte in ihrer Montagausgabe unter Berufung auf Kreise berichtet, das russische Konglomerat wolle mit Hilfe der Politik bei dem deutschen Chiphersteller einsteigen. Russlands Präsident Dmitri Medwedew und Premier Wladimir Putin hätten in Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel "hartnäckig insistiert", dass Sistema mit einer Beteiligung von 29% bei dem DAX-Konzern einsteigen dürfe.

Das Kanzleramt habe sich bereit erklärt, als Vermittler aufzutreten und Merkel habe ihren Wirtschaftsberater Jens Weidmann beauftragt, die Lage bei Infineon zu sondieren. "Druck werden wir aber nicht aufbauen", habe ein ungenannter Regierungsvertreter der Zeitung versichert. Die Russen umwerben Infineon bereits seit Jahren, sind aber immer wieder abgeblitzt.

Zu Dow Jones Newswires sagte ein Regierungskreis, dass die Bundeskanzlerin sich lediglich für eine deutsch-russische Kooperation im Chipsektor offen gezeigt habe. Die Person, die ungenannt bleiben wollte, lehnte eine weitergehende Stellungnahme ab. Bei der russischen Regierung war kurzfristig niemand für einen Kommentar zu erreichen.

Ein Sistema-Sprecher erklärte am Montag, der Konzern sei "an keinen Verhandlungen beteiligt", um einen Anteil an Infineon zu kaufen. Zu Gesprächen zwischen Medwedew und Merkel könne er keine Stellung nehmen, fügte er hinzu. Derzeit sei "eine formale Transaktion kein Thema".

Laut Sistema-Eigentümer Wladimir Jewtuschenkow hatte das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr über einen Kauf von Infineon verhandelt. Die beiden Seiten hätten diese Möglichkeit allerdings "vertan". Die Gespräche seien vom russischen Präsidenten unterstützt worden, der technologische Innovationen in Russland fördern wolle und im vergangenen Sommer auch mit Merkel über die Unterstützung eines Deals durch die Regierung diskutiert habe. Sistema sei nur einem Kontrollanteil interessiert und habe nicht den von Infineon geforderten Preis zahlen wollen.

(Andrea Thomas in Berlin hat an der Meldung mitgewirkt.) Webseiten: www.ftd.de www.infineon.com DJG/DJN/jhe/sha/kla/has Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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