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UPDATE2: IPO/Versatel enttäuscht mit Börsendebüt

27.04.2007

(NEU: Kursentwicklung, Kreise, Details)

Von Stefan Mechnig und Rüdiger Schoß

Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Kölner Telefongesellschaft Versatel hat ihre Anleger am ersten Handelstag enttäuscht. Obwohl der Ausgabepreis bei der bislang größten Aktienplatzierung in diesem Jahr bereits am unteren Ende der angebotenen Spanne lag, fielen die Papiere des Kölner Telekomanbieters kurz nach Handelsaufnahme am Freitag unter den Ausgabepreis von 29 EUR. Die Emissionsbanken reagierten nach Angaben einer mit der Transaktion vertrauten Person zwar mit Stützungskäufen. Trotzdem sank das Papier zeitweise um bis zu 7,6% auf 26,79 EUR, konnte sich bis zum Handelsschluss aber auf 27,62 EUR erholen. Das war allerdings gegenüber dem Ausgabekurs ein Minus von 4,8%

Bereits im Vorfeld der Emission hatte es zu den Preisvorstellungen skeptische Stimmen im Markt gegeben. Versatel bot schließlich 28,6 Mio Titel in einer Spanne von 29 EUR bis 36 EUR zur Zeichnung an, nachdem ursprünglich rund ein Drittel mehr Aktien angeboten werden sollten. Nun hieß es aus Bankenkreisen, man habe den Anlegern den Abschlag von 10% bis 20% gewährt, den sie mit Blick auf die Bewertung des französischen Hauptwettbewerbers Neuf Cegetel gefordert hätten.

Die Nachfrage nach den Aktien stamme vor allem aus dem angelsächsischen Raum, so die Person weiter. Zwischen 30% und 40% der Papiere seien an britische Investoren gegangen, jeweils rund ein Viertel an Anleger aus den USA und aus Deutschland. Der Rest der Papiere sei vor allem Investoren in anderen europäischen Ländern zugeteilt worden. Kleinanleger zeichneten kaum: Nur zusammen rund 1% wurde nach Unternehmensangaben bei Privatleuten und Mitarbeitern platziert. Das Angebot sei zwar insgesamt überzeichnet gewesen - wie hoch, wollten Versatel und die begleitenden Banken aber nicht sagen.

Mit einem Emissionsvolumen von 829 Mio EUR war es das bislang umfangreichste Börsendebüt in diesem Jahr. Nach dem Börsengang beläuft sich der Streubesitz auf maximal 65%. Bei der Transaktion gab es zum einen eine Kapitalerhöhung, aus der Versatel per saldo 384 Mio EUR zufließen. Zum anderen platzierte der bisherige Eigentümer, die Beteiligungsgesellschaft Apax, eigene Aktien und erlöste daraus mindestens 303 Mio EUR.

Versatel will einen Großteil der Einnahmen zur Rückführung der Verbindlichkeiten von 850 Mio EUR verwenden. In der kommenden Woche soll zudem zur Umschuldung eine langfristige Schuldverschreibung ausgegeben werden. Das Unternehmen, das vor allem DSL-Leitungen in weiten Teilen Deutschlands anbietet, machte im vergangenen Jahr einem Umsatz von 666 Mio, verbuchte aber unter dem Strich einen Verlust von 52 Mio EUR.

Jörg Schröder, der neue Head of Equity Capital Markets Mid und Small Caps bei HSBC Trinkaus & Burkhardt, betonte der Börsengang könne eine Türöffnerfunktion für den Markt haben. Einige hätten das Debüt des Kölner Unternehmen abgewartet. "Die Investoren sind jedoch weiterhin wählerisch", sagte Schröder. "Es hat sich gezeigt, dass die Anleger bereit seien zu investieren - aber nicht zu jedem Preis."

Webseite: http://www.versatel.de

- Von Stefan Mechnig und Rüdiger Schoß, Dow Jones Newswires,

TMT.de@dowjones.com, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,

DJG/stm/rso/kgb/cbr

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