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04.11.2008

UPDATE2: Kuka senkt Order-Prognose für das Gesamtjahr 2008

(NEU: Aussagen aus PK, Analysteneinschätzung, Aktienkursentwicklung) Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Aussagen aus PK, Analysteneinschätzung, Aktienkursentwicklung) Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

AUGSBURG (Dow Jones)--Die Kuka AG hat angesichts der Schwäche in der Automobilindustrie ihre Erwartungen für den Ordereingang im laufenden Geschäftsjahr reduziert. Zudem wollte das Unternehmen seine bisherigen Prognosen für das kommende Jahr nicht wiederholen. Die mittelfristigen Wachstumsziele bekräftigte der Augsburger Roboter- und Anlagenbau-Konzern allerdings.

Im dritten Quartal übertraf Kuka zwar die Analystenerwartungen bei Umsatz und EBIT, blieb beim Auftragseingang aber hinter den Schätzungen zurück. Hier wirkte sich die Schwäche der Automobilindustrie negativ aus.

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Augsburger MDAX-Konzern bei der Vorlage seiner Drittquartalszahlen am Dienstag dann auch seine Ergebnisprognose, senkte aber zugleich die Erwartungen für den Auftragseingang. Für das Gesamtjahr 2008 rechnet Kuka nun mit einem bereinigten Auftragseingang auf Vorjahresniveau. Noch bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im August war Kuka von 7% Plus ausgegangen. Auf der Ergebnisseite erwartet Kuka für 2008 unverändert eine EBIT-Marge von 5,5%.

Besonders die Prognose für 2009 und die darauf folgenden Jahre standen schon im Vorfeld der Berichtsvorlage im Zentrum des Interesses von Investoren und Analysten. "Aufgrund der Finanzmarktkrise und des weltweiten Konjunkturabschwungs sind die Unsicherheiten über die Entwicklung der zukünftigen Nachfrage gestiegen", heißt es dazu im Zwischenbericht.

Angesichts der aktuellen Entwicklung an den Finanzmärkten und der Unsicherheiten über die Weltkonjunktur sei derzeit eine konkrete Prognose für 2009 nicht mehr möglich, so der Kuka-Vorstandsvorsitzende Horst Kayser in München. Hier müsse man zunächst die Ergebnisse des ersten Quartals 2009 abwarten.

Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Anfang August hatte das Kuka-Management noch auf Nachfrage seine mittelfristigen Wachstumsprognosen und den konkreten Umsatz- und Ergebnisausblick für das kommende Geschäftsjahr bekräftigt. 2009 sollte entsprechend der Mittelfrist-Ziele bei einem Umsatz von 1,5 Mrd EUR ein EBIT von 90 Mio EUR erwirtschaftet werden, was einer EBIT-Marge von 6% entspricht.

Die mittelfristigen Wachstumsziele von Kuka bekräftigte Kayser aber auch mit Blick auf die kurzfristigen Unsicherheiten. Die Wachstumsziele bleiben weiter "Anspruch und Ziel" des Unternehmens. Demnach solle das Geschäft mittelfristig jährlich um rund 7% zulegen.

Kuka plante bis 2010 ein realisiertes jährliches Wachstum im Segment Systems von 5% sowie im Segment Robotics von 10%. Die Margen sollen dabei 7% im Jahr 2010 erreicht haben.

Im Geschäftsfeld Robotics verzeichnete Kuka im Oktober einen "guten" Auftragseingang. In der Anlagenbau-Sparte Systems seien zwar noch nicht alle Zahlen vorhanden, aber nach derzeitigem Stand sehe es nach einem "halbwegs guten Monat" aus, so Kuka-Finanzvorstand Matthias Rapp am Dienstag bei Vorstellung der Drittquartalszahlen in München. Konkrete Angaben dazu machte Rapp aber nicht.

Im dritten Quartal war der Auftragseingang um knapp 12% auf 292,1 Mio EUR - und damit stärker als von den Analysten erwartet - gefallen. Sie hatten lediglich ein Minus von 6% prognostiziert. Dabei steigerte der Geschäftsbereich Robotics die Auftragseingänge um 34% auf 131 Mio EUR, während Systems "aufgrund der negativen Branchenentwicklung in der Automobilindustrie" mit 171,4 Mio EUR deutlich unter dem das Vorjahreswert von 242,3 Mio EUR lag.

Als "Enttäuschung" bewertet Eerik Budarz, Analyst beim Bankhaus Metzler, die Entwicklung des Auftragseingangs im dritten Quartal. "Es wird nunmehr klar, dass das Unternehmen nicht gegen die sich verdüsternden Perspektiven für die Gesamtwirtschaft und den Automobilsektor gefeit ist", sagt er.

Dabei rechnet Kuka im Automobilgeschäft zunächst nicht mit einer Besserung der Lage. Kurzfristig sei von "einer rückläufigen Nachfrage, insbesondere bei größeren Anlagenaufträgen, resultierend aus der Verschiebung von Aufträgen und vereinzelten Reduzierungen des Bestellvolumens auszugehen". Stabil wachsen hingegen soll das Geschäft mit Kunden aus der General Industry, wie etwa der Solar- und Luftfahrtindustrie.

Der Quartalsumsatz in den Monaten Juli bis September legte - getragen vom Geschäftsbereich Robotics - um knapp 8% auf 343,1 Mio EUR zu. Das EBIT lag bei 20,0 Mio nach 20,8 Mio EUR im Vorjahreszeitraum. Mit einem Nachsteuerergebnis von 11,8 EUR traf das Unternehmen die Konsensprognose punktgenau, blieb allerdings unter dem Vorjahreswert von 16 Mio EUR. Der Umsatz wurde bei 328 Mio EUR und das EBIT bei 18,6 Mio EUR gesehen.

Die Kuka-Aktie reagierte am Dienstag zunächst mit einem deutlichen Abschlag auf die vorgelegten Zahlen und den Ausblick und fiel auf ein Tagestief von 13,06 EUR. Im weiteren Verlauf erholte sich das Papier aber wieder und notiert am Mittag in einem sehr festen Gesamtmarkt mit rund 2,2% im Plus bei 14,00 EUR.

Webseite: http://www.kuka-ag.de/ -Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires; +49 (0)89 - 5521 4030, industry.de@dowjones.com DJG/abe/roa

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