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26.03.2008

UPDATE2: Leoni erfreut die Börse mit zuversichtlichem Ausblick

(Neu: Weitere Aussagen von Vorständen, aktualisierter Aktienkurs)

(Neu: Weitere Aussagen von Vorständen, aktualisierter Aktienkurs)

Von Christoph Baeuchle

DOW JONES NEWSWIRES

STUTTGART (Dow Jones)--Der Nürnberger Automobilzulieferer Leoni blickt trotz konjunktureller Unsicherheiten optimistisch in die Zunkunft und hat mit seinem Ausblick die Börse überzeugt. Das im Mittelwerte-Index (MDAX) gelistete Unternehmen bestätigte seinen Ausblick für 2008 und will 2009 weiter zulegen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr will Leoni eine höhere Dividende zahlen. Die Leoni-Aktie gewinnt bis gegen 12.45 Uhr 6,8% auf 29,59 EUR und präsentiert sich damit deutlich besser als der MDAX, der um 0,4% zulegt.

Für das laufende Jahr stellte Leoni unverändert einen Umsatz von 3 Mrd EUR und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von rund 140 Mio EUR in Aussicht. Im Jahr 2009 soll der Konzernumsatz auf rund 3,3 Mrd EUR steigen und das operative Ergebnis deutlich überproportional wachsen.

Positiv werde im Handel gesehen, dass der Autozulieferer am Morgen den bisher genannten Ausblick bestätigt habe, sagte ein Börsenhändler. Zum Ausblick von Leoni sagte LBBW-Analyst Heiko Möhringer in einer ersten Stellungnahme, er habe nichts negatives entdecken können. Er bezeichnete den Ausblick als zufriedenstellend. Marc Rene Tonn, Analyst bei MM Warburg sagte: "Dies deckt sich mit unseren Erwartungen."

Im vergangenen Jahr 2007 erhöhte Leoni den Umsatz um 12% auf 2,367 (2,108) Mrd EUR und erzielte dabei einen Jahresüberschuss von 86,2 (79,3) Mio EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit 129,6 (130,6) Mio EUR nahezu auf dem Vorjahresniveau.

Zur Verwässerung der EBIT-Marge hat der Kupferpreis von 5,60 EUR je Kilo beigetragen, den der Automobilzulieferer quasi an seine Kunden weiter reichen kann. 2007 lag die EBIT-Rendite bei 5,5%, in den Jahren zuvor war sie bei 6,6% (2005) und 6,2% (2006). An der Ziel-Rendite von 7% hält Leoni fest. "Bis 2010 oder 2011 wollen wir dies erreichen", sagte Dieter Belle, Finanzvorstand der Leoni AG, auf der Bilanz-Pressekonferenz in Nürnberg. Er rechne nicht mit weiteren Sprüngen beim Kupferpreis, sondern gehe von einem Preis von 6 EUR pro Kilo aus.

Negativ hat sich der steigende Ölpreis ausgewirkt. "Die Mehrkosten lagen zwischen 4 Mio EUR und 5 Mio EUR", sagte Belle weiter. Für das laufende Jahr rechnet er mit ähnlichen Belastungen.

Dabei hat der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 40% auf 191 (136) Mio EUR zugelegt. Der Free Cashflow vor Auszahlungen für Akquisitionen und Dividenden stieg 2007 auf 100,6 Mio EUR von 65,9 Mio EUR im Jahr 2006. Am Ergebnisanstieg will Leoni die Aktionäre beteiligen: Die Dividende soll auf 0,90 (0,80) EUR je Aktie erhöht werden.

"Dies zeigt einiges an Zuversicht", sagt MM-Warburg-Analyst Marc Rene Tonn weiter. Und dies nicht nur bezüglich der künftigen Entwicklung sondern auch bezüglich der Fremdfinanzierung.

Nach der Übernahme der Valeo-Bordnetzsparte Ende vergangenen Jahres, die nun unter Leoni Wiring Systems France (LWS) firmiert, sind die Nettofinanzschulden von Leoni auf 473 Mio EUR gestiegen. Bei einem Eigenkapital von 526 Mio EUR führt dies zu einem Gearing von 0,9. "Nachhaltig soll der Verschuldungsgrad nicht über 1,2 steigen", so Belle weiter.

Leoni hat Ende vergangenen Jahres für die Valeo-Bordnetzsparte 255 Mio EUR gezahlt. Im vergangenen Jahr hat der Bereich, der auf die Entwicklung und Herstellung elektrischer und elektronischer Versorgungssysteme konzentriert ist, einen Umsatz von 554 Mio EUR erzielt. "Die Integration ist im ersten Quartal 2008 gut angelaufen", sagte Belle.

Webseite: http://www.leoni.com -Von Christoph Baeuchle, Dow Jones Newswires, +49 (0)711 2287 412, christoph.baeuchle@dowjones.com DJG/cba/cbr

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.