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17.09.2010

UPDATE2: MAN hebt Absatzziel für Lateinamerika an

(NEU: Weitere Details)

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Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Das Geschäft des Nutzfahrzeugherstellers MAN in Lateinamerika brummt: Zwischen Januar und August wurden dort 44.800 Lkw und Busse abgesetzt, ein Plus von 54%, wie der DAX-Konzern am Freitag mitteilte. Dank der starken Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf wollen die Münchener ihr bisheriges Absatzziel nun deutlich übertreffen.

Im Gesamtjahr rechnet die MAN SE in Lateinamerika nun mit mindestens 60.000 verkauften Nutzfahrzeugen. Bisher hatte der Konzern mehr als 50.000 Verkäufe angepeilt. 2009 waren es von April bis Dezember knapp 36.000 Fahrzeuge gewesen. Der von Großaktionär Volkswagen übernommene Geschäftsbereich wird erst seit April 2009 in den MAN-Büchern konsolidiert.

"Die brasilianische Wirtschaft ist auf einem stabilen Wachstumspfad. Gestützt wird der Lkw-Markt auch durch Vorzieheffekte im Hinblick auf den ab 2012 gültigen Emissionsstandard Euro V, zumal das Durchschnittsalter der aktuellen Fahrzeugflotte mit 17 Jahren recht hoch ist", sagte Antonio Roberto Cortes, Präsident von MAN Latin America. Ein weiterer Anreiz seien Investitionsprogramme der Regierung, die zum Teil kürzlich bis Ende 2010 verlängert wurden.

Bereits im ersten Halbjahr hatte MAN von der weiterhin starken Entwicklung des Lateinamerikageschäfts profitiert, in dem sich Auftragseingänge und Umsatz alleine im zweiten Quartal mehr als verdoppelten und der Gewinn sich fast verdreifachte. Auf Halbjahressicht verdiente MAN mit 166 Mio EUR in dem Geschäftsbereich mehr als 40% des insgesamt erwirtschafteten operativen Ergebnisses von 404 Mio EUR.

MAN Latin America ist in Brasilien nach eigenen Angaben seit sieben Jahren Marktführer bei Lkw über fünf Tonnen. Im August 2010 lag der Marktanteil bei 33,5%. Durch die Einführung schwerer Lkw mit mehr als 370 PS der Marke MAN ab 2011 wollen die Münchener zudem ein weiteres Marktsegment in Südamerika erschließen.

Auch im klassischen MAN-Verbreitungsgebiet, in Europa, hält der Aufwärtstrend an: Die Nachfrage verbessere sich signifikant, auch in Russland, sagte Vorstandschef Georg Pachta-Reyhofen am Freitag bei einer Präsentation für Investoren. Die Situation dort werde sich weiter erholen.

Nachdem die Nutzfahrzeugzulassungen in Europa im Zuge der Wirtschaftskrise fast zwei Jahre lang auf Talfahrt waren, steigen sie seit März wieder kontinuierlich an. Bisherigen Angaben zufolge will MAN 2010 in Europa 50.000 Nutzfahrzeuge absetzen, 2009 waren es nur rund 40.500 gewesen.

Mit Blick auf das Gesamtjahr rechnet MAN mit einem anhaltenden Positivtrend bei Bestellungen, Umsatz und den Gewinnkennziffern. Bisherigen Angaben zufolge peilt MAN dank des anhaltenden Booms in Brasilien und der Erholung des Geschäfts in Europa für 2010 ein Einnahmenplus von mehr als 10% an und will die Umsatzrendite auf dem Niveau des ersten Halbjahres bei 6% halten.

Im vergangenen Jahr hatte MAN schwer unter der Wirtschaftskrise gelitten. Anders als einige der größten Konkurrenten verdienten die Münchener aber im operativen Geschäft Geld - zwar rund drei Viertel weniger als im Rekordjahr 2008, immerhin aber immer noch etwa eine halbe Milliarde Euro. Die Marge lag bei 4,2%. Netto war der Lkw-Hersteller aufgrund von Abschreibungen und Kosten im Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre jedoch in die roten Zahlen gerutscht.

Webseite: www.man.de -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49 - (0)69 297 25 114, nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/brb

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