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17.09.2008

UPDATE2: Morgan Stanley der nächste Übernahmekandidat?

(NEU: Details, Aktienkurs) Von Barbara Millner und Donna Kardos DOW JONES NEWSWIRES NEW YORK (Dow Jones)--Im Zuge der Finanzkrise geht am Mittwoch der Kurs der US-Investmentbank Morgan Stanley weiter in die Knie. Er sinkt zum ersten Mal seit 11 Jahren unter die Marke von 20 USD. Gegen 19.20 Uhr MESZ Uhr notiert das Papier mit 18,73 USD um 35% schwächer.

(NEU: Details, Aktienkurs) Von Barbara Millner und Donna Kardos DOW JONES NEWSWIRES NEW YORK (Dow Jones)--Im Zuge der Finanzkrise geht am Mittwoch der Kurs der US-Investmentbank Morgan Stanley weiter in die Knie. Er sinkt zum ersten Mal seit 11 Jahren unter die Marke von 20 USD. Gegen 19.20 Uhr MESZ Uhr notiert das Papier mit 18,73 USD um 35% schwächer.

Die als gut beurteilten Quartalszahlen spielen offenbar kaum eine Rolle. Vielmehr überwiegt inzwischen die Angst, dass die neben Goldman Sachs einzige noch verbliebene große US-Investmentbank der nächste Übernahmekandidat sein könnte. Der Fernsehsender CNBC berichtete am Dienstagabend unter Berufung auf Unternehmenskreise auf seiner Internetseite, dass das Morgan-Stanley-Management aufgrund der jüngsten Baisse der eigenen Aktie über einen Zusammenschluss - beispielsweise mit einer gut kapitalisierten Bank - nachdenke. Noch seien zwar keine Verhandlungen aufgenommen worden, so CNBC. Bei einem weiteren Verfall der Aktie werde sich das Unternehmen aber auf die Suche nach einem Kooperationspartner machen.

Die Kursentwicklung spiegelt wider, dass selbst die stärksten Investmentbanken hart vom Marktverfall getroffen werden. Goldman Sachs, die ihre Zahlen am Dienstag vorgelegt hatten, notierten am Mittwoch zum ersten Mal seit Juni 2005 unter 100 USD. Gegen 19.20 Uhr verbuchen sie ein Minus von 23,7% auf 101,70 USD.

Goldman Sachs verteidigt ebenso wie Morgan Stanley ihr Geschäftsmodell. Ein Modell, das drei der Wettbewerber schlussendlich zu Zusammenschluss oder Gläubigerschutz gezwungen hat. Noch am Dienstag machten sich beide Banken für ihre Unabhängigkeit stark.

Morgan Stanley wollte ihre Quartalszahlen eigentlich am Berichtstag vorlegen, zog die Veröffentlichung dann aber kurzfristig vor. Mit der früheren Bekanntgabe wollte sie nach Aussage von CFO Colm Kelleher wieder mehr Vernunft in den Markt bringen.

Der vergleichsweise stärke Druck auf den Kurs von Morgan Stanley im Vergleich zu Goldman Sachs belege, dass die Investoren Morgan Stanley als die schwächere von beiden Banken beurteilen, hieß es am Markt. Sie stünde als unabhängiges Institut vor größeren Problemen.

Die Investmentbanken haben die Probleme bei weitem noch nicht überstanden, fürchten viele Aktionäre. Dies gelte selbst für Goldman Sachs, die berühmt dafür geworden sei, viele der auf Hypotheken basierenden "Landminen" vermieden zu haben, die die Konkurrenz "in die Luft gejagt" habe.

An der Börse in Frankfurt herrschte mit Blick auf die US-Finanzkrise erhöhte Nervosität. Nachdenklich stimme der Kursrückgang von Morgan Stanley, hieß es. Die Zahlen seien nur vordergründig gut. So dürfte das Handelsergebnis, ebenso wie bei Goldman Sachs, durch die Ausweitung der Credit Spreads auf eigene Anleihen stark beeinflusst worden sein. "Möglicherweise schießt sich der Markt auf Morgan Stanley als nächsten Risikokandidaten ein", hieß es auch in Frankfurt.

Webseiten: http://www.morganstanley.com/ http://www.www2.goldmansachs.com -Von Barbara Millner und Donna Kardos, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/bam/nas

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.