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06.11.2008

UPDATE2: Salzgitter und ThyssenKrupp kürzen Stahlverarbeitung

(NEU: Weitere ThyssenKrupp-Aussagen, Hintergrund)

(NEU: Weitere ThyssenKrupp-Aussagen, Hintergrund)

Von Andreas Heitker

DOW JONES NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die beiden größten deutschen Stahlkonzerne - die ThyssenKrupp AG und die Salzgitter AG - reagieren auf den Einbruch bei der Stahlnachfrage und kürzen ihre Produktion. Beide Unternehmen bestätigten am Donnerstag, dass vor allem die Weiterverarbeitung von Flachstahl von den Maßnahmen betroffen ist.

"Die Nachfrage hat sich in den letzten Wochen deutlich stärker abgeschwächt als erwartet", erklärte die ThyssenKrupp Steel AG. Der Duisburger Konzern fährt deshalb den Brammenzukauf am freien Markt komplett zurück. In den nachgeschalteten Verarbeitungslinien für Warmband und kaltgewalzte sowie beschichtete Flachprodukte wird zudem die Anzahl der Schichten gekürzt. Die Stillstände würden für Reparatur- und Umbaumaßnahmen genutzt, erklärte ThyssenKrupp.

An den Feiertagen im Dezember ist für alle Anlagen ein Produktionsstillstand geplant. Lediglich bei der Warmbreitbandstraße in Duisburg-Beeckerwerth verschiebt sich der Stillstand auf die zwei Wochen ab dem 27. Dezember.

Erst vor einem Monat hatte sich ThyssenKrupp Steel optimistisch für das Flachstahlgeschäft der kommenden Monate gezeigt. Der Konzern hatte Anfang Oktober die Flachstahlpreise im Quartals- und im Spotgeschäft erhöht und darauf verwiesen, dass die Perspektiven auf dem Weltstahlmarkt weiterhin günstig seien. Insbesondere die Nachfrage aus Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und der GUS werde auch in den nächsten Jahren überdurchschnittlich zunehmen und den Weltmarkt wesentlich beeinflussen. In Europa, der NAFTA und Japan werde das Wachstum verhaltener sein.

Salzgitter kürzt in den kommenden zwei Monaten die Produktion in zwei Marktsegmenten der Stahlverarbeitung um 30%. Grund ist ein entsprechender Auftragsrückgang, wie ein Sprecher erläuterte. Die Prognose für das Gesamtjahr 2008 will der MDAX-Konzern dennoch nicht zurücknehmen. "Der Ausblick ist stabil", betonte der Sprecher.

Betroffen von den Salzgitter-Kürzungen im Dezember und Januar sind das Flachstahl- und das Trägergeschäft. Beim Flachstahl ist allerdings ebenso wie bei ThyssenKrupp nur der so genannte Downstream-Bereich betroffen, also die Weiterverarbeitung von Stahl in den Bereichen Warm- und Kaltwalzen, Beschichten und Veredeln. Die eigentliche Stahlproduktion werde von den Maßnahmen nicht berührt, sagte der Sprecher. Auch Salzgitter kauft Brammen zur Weiterverarbeitung am Markt hinzu.

Der Sprecher verwies darauf, dass es in anderen Stahlsegmenten des Konzerns keine Einbrüche gebe. "Das Grobblech-, das Handels- und auch das Röhrengeschäft sind stabil", sagte er. Die genauen Zahlen für die ersten neun Monate will Salzgitter in der nächsten Woche vorlegen. Im August hatte das Unternehmen noch die Prognosen für das Gesamtjahr erhöht und einen Gewinn vor Steuern von über 1 Mrd EUR angekündigt. Zudem wurde ein "nennenswertes Umsatzwachstum" in Aussicht gestellt. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Salzgitter ein Ergebnis vor Steuern von 1,31 Mrd EUR und einen Umsatz von 10,2 Mrd EUR.

Webseite: http://www.salzgitter-ag.de http://www.thyssenkrupp.de -Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei/ncs

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