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27.01.2009

UPDATE2: Siemens hält weiter an Ergebnisprognose für 08/09 fest

(NEU: Weitere Aussagen des Managements, Analyst, Aktienkurs) Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Weitere Aussagen des Managements, Analyst, Aktienkurs) Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG hat ihre Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 trotz Wirtschaftskrise erneut bekräftigt. Allerdings räumte Vorstandsvorsitzender Peter Löscher am Dienstag in München bei Vorlage der Erstquartalszahlen ein, dass es aus heutiger Sicht noch ambitionierter geworden sei, das Ziel zu erreichen. "Wir werden uns das jedes Quartal sehr genau ansehen", sagte Löscher.

Im laufenden Geschäftsjahr per Ende September peilt Siemens im Kerngeschäft operativ zwischen 8 Mrd und 8,5 Mrd EUR Gewinn an. Laut Finanzvorstand Joe Kaeser sollte der Umsatz aus heutiger Sicht nicht unter dem Wert des Vorjahres liegen.

Löscher geht davon aus, dass die schwierigeren Zeiten noch vor dem Konzern liegen. "Wir stellen uns darauf ein, dass es für uns im weiteren Verlauf des Jahres und insbesondere im nächsten Jahr nicht einfacher wird." Das Ergebnisziel hatte der Vorstandsvorsitzende bereits im November als ambitioniert bezeichnet. Auch Kaeser gab sich mit Blick auf die Geschäftsaussichten zuletzt pessimistischer. Anders als der Konzern haben viele Analysten das Ergebnisziel bereits abgeschrieben.

Siemens erklärte am Dienstag, dass der Ergebnisausblick auch unter der Voraussetzung stehe, dass es auf Seiten der Kunden nicht zu wesentlichen Verzögerungen oder Stornierungen komme und die Preise durch das aktuelle Umfeld nicht "noch weiter gedrückt" würden. Die Prognose berücksichtigt keine etwaigen Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Fragen.

"Der Ausblick ist genauso unrealistisch wie vorher", sagte Frank Rothauge, Analyst bei Sal. Oppenheim, mit Blick auf den operativen Gewinn. Es sei fraglich, ob die kommenden Quartale ebenso positiv ausfielen wie das abgelaufene.

Im ersten Geschäftsquartal per Ende Dezember kletterte das operative Ergebnis im Kerngeschäft, in dem der DAX-Konzern seine Aktivitäten in den Bereichen Energie, Industrie und Medizintechnik bündelt, um 20% auf rund 2 Mrd EUR und lag damit über den von Analysten im Schnitt erwarteten 1,81 Mrd EUR. Ergebnistreiber war hier der Energiebereich.

Auf Konzernebene stieg der Umsatz gestützt durch den aktuell hohen Auftragsbestand um 7% auf 19,63 Mrd EUR. Bei den bestehenden Aufträgen hat es laut Siemens keine wesentlichen Stornierungen gegeben.

Der Auftragseingang ging hingegen aufgrund der lahmenden Konjunktur um 8% auf 22,22 Mrd EUR zurück. Dabei hätten alle Regionen geringere Eingänge aufgewiesen, hieß es. Das Industriegeschäft spüre aufgrund der kurzen Zyklen eines wesentlichen Teils des Geschäfts die Kaufzurückhaltung der Kunden am deutlichsten. Laut Finanzvorstand Kaeser sich werden die Auftragseingänge im laufenden Jahr bei Siemens insgesamt rückläufig entwickeln.

Der Münchener Technologiekonzern hatte bereits vor der Veröffentlichung der Zahlen eine konkrete Prognose zu Umsätzen und Auftragseingängen des ersten Quartals abgegeben, mit Blick auf das operative Ergebnis des Kerngeschäfts aber nur erklärt, der Wert werde deutlich gegenüber dem Vorjahr zulegen.

Das Nettoergebnis sank erwartungsgemäß deutlich auf 1,2 Mrd EUR, nachdem es in der Vorjahresperiode 6,43 Mrd EUR erreicht hatte. Damals hatte der Gewinn aus dem Verkauf der Automobilzuliefersparte VDO an die Continental AG das Ergebnis in die Höhe getrieben.

Die Siemens-Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten und legte bis 11.48 Uhr gegen den Trend 4,2% auf 45,38 EUR zu.

Webseite: http://www.siemens.com/ -Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/rio/brb

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