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05.11.2008

UPDATE2: Siemens stellt 1 Mrd EUR für Vergleiche zurück

(NEU: Analyst)

(NEU: Analyst)

Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Siemens AG bucht im Vorfeld des angestrebten Vergleichs mit den Behörden in Deutschland und den USA zu den mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen eine Rückstellung von rund 1 Mrd EUR im Jahresabschluss 2007/08. Der Betrag basiere auf der Einschätzung des Stands der Gespräche mit den Behörden in Deutschland und den USA, teilte der Münchener DAX-Konzern am Mittwoch mit.

Den Stand der laufenden Verfahren werde Siemens nicht weiter kommentieren. Das Unternehmen sieht sich derzeit in mehreren Ländern mit Ermittlungen wegen mutmaßlicher Schmiergeldzahlungen von Siemens-Mitarbeitern konfrontiert. So untersuchen unter anderem das US-Justizministerium und die US-Börsenaufsicht SEC Vorgänge bei Siemens.

Auf der Hauptversammlung des Konzerns Ende Januar hatte der Aufsichtsratsvorsitzende, Gerhard Cromme, angekündigt, dass das Unternehmen in Gespräche mit dem US-Justizministerium und der SEC über einen Vergleich einsteige. Wann ein Vergleich geschlossen werden könne, "wissen wir nicht", hatte Cromme damals gesagt. Die Unterredungen mit SEC und US-Justizministerium würden aber "sicherlich mehrere Monate" andauern, hatte er hinzugefügt.

Das Landgericht München verhängte bereits Anfang Oktober 2007 eine Geldbuße von 201 Mio EUR gegen Siemens und stellte damit die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen im ehemaligen Bereich Communications ein. Allerdings hat die Staatsanwaltschaft München die Ermittlungen in der Folge auf andere Siemens-Sparten ausgeweitet.

Analyst Michael Busse von der Landesbank Baden-Württemberg zeigte sich von der Mitteilung positiv überrascht. So sei die SEC-Strafe, die er bisher mit 1,3 Mrd EUR veranschlagt hatte, offenbar niedriger als erwartet. Daneben sei auch der Zeitpunkt der Rückstellung positiv, sagte der Analyst. "Der Weg für 2009 ist frei".

Siemens hatte Ende September mitgeteilt, durch Kosten für Restrukturierung und Reorganisation insgesamt Belastungen von bis zu etwa 3 Mrd EUR zu erwarten, wobei ein Großteil davon im vierten Quartal des am 30. September abgelaufenen Geschäftsjahres 2007/08 verbucht werden soll. Der Hauptteil der Belastungen kommt dabei aus dem Verkauf des Geschäfts mit Telekommunikationslösungen für Unternehmen sowie aus dem Programm zur Senkung der Verwaltungskosten.

Webseite: http://www.siemens.de -Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/roa

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