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03.08.2010

UPDATE2: Sky Deutschland braucht 340 Mio EUR frisches Kapital

(NEU: Weitere Details)

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MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Bezahlsender Sky Deutschland will sich erneut frisches Kapital besorgen und wird dabei von seinem Großaktionär News Corp kräftig unterstützt. Mindestens 340 Mio EUR will der Konzern zur Stärkung der eigenen Finanzsituation und zum Ausbau von Programm und Service einnehmen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Geschehen soll dies zum einen über die Ausgabe neuer Aktien, zum anderen soll eine Wandelanleihe ausgegeben werden. Sollte auch dies noch nicht ausreichen, werde Großaktionär News Corp über eine Tochter ein Gesellschafterdarlehen bereitstellen, hieß es in der Mitteilung.

Seit dem Börsengang unter dem Namen "Premiere" ist dies bereits die siebte Kapitalerhöhung des Bezahlsenders. Die komplette Kapitalerhöhung werde von News Corp abgesichert. Der Medienkonzern habe sich verpflichtet, bis zum Erreichen der Schwelle von 49,9% am Grundkapital von Sky Deutschland Aktien aus der Bezugsrechtsemission nach Abschluss der Finanzierungsmaßnahmen zu zeichnen. Somit stärkt Rupert Murdoch mit News Corp dem MDAX-Unternehmen weiterhin den Rücken, übernimmt aber nicht die Mehrheit.

Das Bezugsangebot für die neuen Aktien ist für die Monate September und Oktober geplant, die Wandelanleihe und das Gesellschafterdarlehen sollen bis spätestens 31. Januar 2011 zu Verfügung gestellt werden, hieß es in der Mitteilung. Zuletzt hatte News Corp den Bezahlsender im Dezember 2009 mit einer Kapitalspritze von 110 Mio EUR unterstützt.

Sky Deutschland teilte am Montag auch überraschend Zahlen für das zweite Quartal mit. Demnach fiel der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 47,4 Mio EUR um ein Viertel geringer aus als im Vorjahresquartal, als noch 63,4 Mio EUR Verlust verbucht wurden. Der Nettoverlust summierte sich auf 81,9 Mio EUR und lag damit deutlich unter dem Verlust von 365,8 Mio EUR des Vorjahres. Allerdings drückte im Vorjahreszeitraum die Abschreibung auf die abgelegte Marke "Premiere" das Ergebnis um mehr als 250 Mio EUR nach unten.

Netto konnte der Bezahlsender im zweiten Quartal 6.000 Abonennten hinzugewinnen, im Auftaktquartal waren es gar nur 1.000 zusätzliche Kunden. Nun zählt Sky Deutschland 2,476 Mio zahlende Zuschauer. Stärker als der Kundenstamm wuchs die Verschuldung. Ende Juli betrugen die Nettoschulden 253,9 Mio EUR, zum Jahreswechsel waren es erst 162,4 Mio EUR Nettoschulden.

Sky Deutschland kappt nun auch seine bisherige Prognose in Teilen. Bislang hatte der Konzern im laufenden Jahr ein negatives EBITDA im Bereich von 130 Mio bis 170 Mio EUR erwartet. Nun rechnet das Unternehmen damit, dass der EBITDA-Verlust noch deutlich höher ausfallen wird. Im kommenden Jahr soll sich das EBITDA dann zwar verbessern, aber ebenfalls im roten Bereich bleiben. Bislang hatte das Management noch gehofft, im ersten Quartal 2011 ein kostendeckendes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichen zu können.

Für das zweite Halbjahr geht Vorstandsvorsitzender Brian Sullivan von einem Verlauf aus, der jenem der zweiten sechs Monate des Vorjahres ähnelt, wie er am Montag in einer Telefonkonferenz erläuterte. Sullivan zeigte sich dabei mit dem Wachstum beim Umsatz je Kunde (ARPU) noch nicht zufrieden. Im abgelaufenen Quartal lag der ARPU bei 28,62 EUR nach 25,20 EUR im Vorjahresquartal. Ob weiterhin das Ziel verfolgt wird, im Auftaktquartal 2011 mindestens 2,8 Mio zahlende Kunden zu erreichen, ließ Sullivan offen.

News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, hält nach jüngsten Angaben 45,42% an Sky Deutschland.

Webseite: http://info.sky.de

-Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires,

+49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com

DJG/mak/cbr

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