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12.05.2010

UPDATE2: Sky Deutschland gewinnt im 1Q nur 1.000 Kunden hinzu

(NEU: CEO in weiterer Telefonkonferenz, Aktienkurs) Von Matthias Karpstein DOW JONES NEWSWIRES MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Bezahlsender Sky Deutschland ist im Auftaktquartal 2010 beim Kundenzuwachs deutlich hinter seinen eigenen Zielen geblieben und könnte nun im Jahresverlauf seine Prognose kappen. Netto verbuchte der Unterföhringer Medienkonzern lediglich einen Zuwachs von 1.000 Abonnenten, wie Sky am Mittwoch mitteilte. Für das Ziel von 2,8 Millionen bis 3 Millionen Abonnenten im Startquartal 2011 wäre allerdings bis dahin ein durchschnittliches Plus von 66.000 zahlenden Kunden je Quartal erforderlich.

(NEU: CEO in weiterer Telefonkonferenz, Aktienkurs) Von Matthias Karpstein DOW JONES NEWSWIRES MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Bezahlsender Sky Deutschland ist im Auftaktquartal 2010 beim Kundenzuwachs deutlich hinter seinen eigenen Zielen geblieben und könnte nun im Jahresverlauf seine Prognose kappen. Netto verbuchte der Unterföhringer Medienkonzern lediglich einen Zuwachs von 1.000 Abonnenten, wie Sky am Mittwoch mitteilte. Für das Ziel von 2,8 Millionen bis 3 Millionen Abonnenten im Startquartal 2011 wäre allerdings bis dahin ein durchschnittliches Plus von 66.000 zahlenden Kunden je Quartal erforderlich.

An der Börse stürzte die Aktie des Unternehmens nach der Veröffentlichung teils um mehr als 7% ab und lag gegen 12.05 Uhr bei 1,37 EUR um 6,8% unter Vortagsschluss. Damit war Sky Deutschland mit Abstand größter Verlierer in einem um 2% verbesserten MDAX.

Etwas positivere Nachrichten gab es dagegen beim Umsatz je Kunde (ARPU). Hier konnte der Bezahlsender auf 28,85 EUR je Kunde zulegen. Damit blieb der MDAX-Konzern aber auch beim ARPU hinter den eigenen Erwartungen zurück. Angekündigt hatte der ausgeschiedene Vorstandsvorsitzende, Mark Williams, noch ein ARPU von 29,50 EUR im Startquartal 2010.

Der seit April amtierende Vorstandsvorsitzende Brian Sullivan bestätigte am Mittwoch in einer Telefonkonferenz die bisherige Prognose des Unternehmens für 2010 und 2011, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass er im Laufe des Jahres einen klareren Ausblick geben werde. Sky sei noch an einem frühen Punkt bei der Durchsetzung des neuen Angebots und das Bezahlfernsehen sei stark von saisonalen Effekten geprägt.

Sullivan machte am Mittwoch keine Hoffnungen auf einen baldigen Erfolg des verlustreichen Medienkonzerns. Bezahlfernsehen sei "ein Marathon, aber kein Sprint", meinte der Vorstandsvorsitzende.

Der Bezahlsender will weiterhin im Auftaktquartal 2011 rund 2,8 Millionen bis 3,0 Millionen zahlende Kunden haben und damit ein positives EBITDA erreichen. Um in einem Jahr 2,8 Millionen Kunden zu haben, müssten die Unterföhringer in den kommenden vier Quartalen nun jeweils rund 82.000 Nettokunden hinzugewinnen.

Für das laufende Jahr bestätigte Sullivan die Erwartung eines negativen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), verzichtete dabei aber darauf, die bisher genannte Spanne von minus 130 Mio bis minus 170 Mio EUR zu wiederholen. "Ich werde jeden Tag optimistischer, was die Zukunft des Unternehmens anbelangt", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Hoffnungen setzt Sullivan unter anderem in neue Verbreitungswege wie das iPad von Apple, auf dem künftig Sky-Programme zu sehen sein sollen. Sullivan erklärte, die Nutzer sollen dabei auch unterwegs auf das Programm zugreifen können.

Etwas eindämmen konnte Sky im Startquartal die Kündigungen der Bestandskunden. Die Kündigungsrate (Churn) lag von Januar bis März bei 21% nach 21,6% im Schlussquartal 2009 und nach 22,4% im Auftaktquartal 2009. Sullivan sagte, sie werde im Jahresverlauf weiter sinken. Jüngst hatte er angekündigt, die Kündigungsrate im ersten Halbjahr auf 20% drücken zu wollen, in der zweiten Jahreshälfte solle sich die Rate "in Richtung 15% bewegen".

Sky blieb im Startquartal abermals in den roten Zahlen und hat den Verlust sogar noch ausgebaut. Bei einem leicht steigenden Umsatz von 234,7 (232,7) Mio EUR lag das Periodenergebnis bei minus 97 (minus 80) Mio EUR. Höhere Kosten für die Fußball-Bundesliga sowie Marketing und Vertrieb wirkten sich hier aus.

News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, hält nach jüngsten Angaben 45,42% an Sky Deutschland.

Webseite: http://info.sky.de

-Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com

DJG/mak/roa

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