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24.01.2008

UPDATE2: Software AG steigert Umsatz und Ergebnis

(NEU: Aussagen von der Bilanzpressekonferenz)

(NEU: Aussagen von der Bilanzpressekonferenz)

Von Dorothee Tschampa

DOW JONES NEWSWIRES

DARMSTADT (Dow Jones)--Die Darmstädter Software AG hat Umsatz und Ergebnis wie von Analysten erwartet gesteigert und damit das nach eigener Einschätzung beste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte absolviert. Zum Erfolg haben alle drei Säulen der selbst gestecketen Wachstumsstrategie gleichermaßen beigetragen, wie der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Streibich sagte: Geografische Expansion, Zukäufe und organisches Wachstum.

Die aktuellen Turbulenzen auf den Finanzmärkten sieht Streibich gelassen. "Aufgrund unserer geografischen Diversifikation sind wir gut aufgestellt, das Risiko zu verteilen", sagte Streibich am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Selbst wenn die von der Krise besonders betroffenen Banken ihre Software-Budgets kürzten, kostet dies den TecDAX-Konzern nach Berechnungen von Finanzvorstand Arnd Zinnhardt nur rund 1% seines Konzernumsatzes.

Zwar sei die Software AG nicht grundsätzlich gegen eine konjunkturelle Krise gefeit. Die Risiken einer wirtschaftlichen Eintrübung sei in der Wachstumsspanne von 24% bis 27% für 2008 aber abgebildet. "Nachdem wir in den vergangenen 18 Quartalen immer unsere Prognose erreicht haben, sind wir optimistisch auch die Prognosen der kommenden vier Quartale zu erreichen," sagte Vorstandsvorsitzender Streibich.

Auch der zunehmend schwache Dollar macht der Software AG wenig Sorgen. Zwar büßte das Unternehmen mit Wechselkurseffekten im vergangenen Jahr 17 Mio EUR Umsatz ein. Doch verweist Finanzvorstand Zinnhardt darauf, dass mit der Übernahme von WebMethods auch Kosten in der US-Währung anfallen. Dieser "natürliche Hedge" kompensiere die Wechselkurseffekte, so dass das Ergebnis nicht belastet werde. Auch seien die Zukäufe der vergangenen Jahre in US-Dollar bezahlt worden. "De facto haben wir von der Dollarschwäche profitiert", lautet Zinnhardts Fazit.

Für 2007 berichtete das Softwarehaus am Donnerstag 621,3 (Vorjahr: 483,0) Mio EUR Umsatz im Konzern. Währungsbereinigt stiegen die Einnahmen um 34%. Damit schafft die Software AG ihr im Juni erhöhtes Zielband von 30% bis 35% beim Wachstum. Mit einem EBIT von 136,8 (111,2) Mio EUR hat die Software AG die geplante Marge von 22% (23%) erzielt. Netto blieben 88,4 (73,2) Mio EUR Gewinn.

Besonders erfreulich sei 2007 der Markteintritt in Japan verlaufen, sagte Streibich. Das Geschäft sei dort bereits profitabel und habe mehr als die angepeilten 12 Mio bis 15 Mio EUR Umsatz erzielt.

Auch der zugekaufte US-Softwarehersteller WebMethods habe schon 2007 positiv zum Ergebnis beigetragen. Die anfänglichen Synergieeffekte fielen mit 19 Mio USD auch höher aus als zunächst erwartet, sagte Streibich. Angepeilt waren 15 Mio USD. Das TecDAX-Unternehmen erwarb WebMethods vergangenen Juni für 546 Mio USD. Für 2008 rechnet Streibich damit, dass die angekündigten Synergieeffekte von 46 Mio USD erzielt werden.

Die Auftragsvolumen seien bei der Software AG im vierten Quartal nicht geringer ausgefallen als bisher, sagte der Streibig auf Nachfrage. "Wir gehen nicht davon aus, dass unsere durchschnittliche Auftragsgröße zurückgeht, sondern dass die Auftragsgröße steigt", sagte der Manager.

Für das laufende Geschäftsjahr plant das Softwarehaus einen Anstieg des Konzernumsatzes um währungsbereinigt 24% bis 27%. Die EBIT-Marge soll auf 24% steigen. Das langfristige Umsatzziel von 1 Mrd EUR wird nach Angaben von Streibich "ein Jahr früher erreicht". Bislang galt es für 2011. Schon 2008 soll der Umsatz die Marke von 1 Mrd USD knacken. Die stärkere Wachstumsdynamik soll vom Segment WebMethods ausgehen. Deren Umsatz soll 2008 um 45% bis 50% steigen; im ETS-Geschäft sind 9% bis 11% geplant.

Als Wachstumsfaktoren für 2008 nennt Streibich die ganzjährige Konsolidierung der Zukäufe aus dem vergangenen Jahr. Ferner baut der Manager auf weiteres organisches Wachstum und den Markteintritt in Brasilien. Dort nimmt die Software AG seit Jahresbeginn den Vertrieb selbst in die Hand. Anschließend will das Unternehmen in Südamerika expandieren, zunächst in Argentinien. Auch in Japan sieht Streibich weiteres Wachstumspotenzial.

Auch Akquisitionen hält Streibich 2008 für "möglich und wahrscheinlich". Das sei ein "elementarer Bestandteil der Wachstumsstrategie", sagte er. Als Größenordnung nannte er 50 Mio bis 100 Mio EUR.

Am Finanzmarkt wurden die Zahlen als "in line" eingestuft. Frankfurter Händler werteten die unerwartete Entwicklung bei den Lizenzerlösen positiv, bei denen das Unternehmen im Schlussquartal 48% Wachstum ausgewiesen hatte. Analysten von LBBW, UniCredit, MM Warburg und Merck Finck bestätigten ihre "Kaufen"-Empfehlung. Die Aktie der Software AG verteuert sich stärker als der Markt und wird um 13.56 Uhr mit einem Aufschlag von 13,8% bei 48,76 EUR gehandelt. Damit ist der Titel zweitstärkster Wert im TecDAX.

Webseite: http://www.softwareag.com/ -Von Dorothee Tschampa, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 102; dorothee.tschampa@dowjones.com DJG/dct/rio

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