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10.09.2010

UPDATE2: Springer plant Kaufofferte für französische Seloger.com

(Neu: Ablehnung der Offerte durch einen Aktionär)

(Neu: Ablehnung der Offerte durch einen Aktionär)

Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Medienkonzern Axel Springer treibt den Ausbau seiner digitalen Aktivitäten weiter voran und plant ein Übernahmeangebot für die französische Seloger.com SA. Das Berliner Unternehmen will den Betreiber von Online-Immobilienportalen 34 EUR je Aktie bieten, womit Seloger.com mit 566 Mio EUR bewertet wird. In einem ersten Schritt hat sich Springer bereits 12,4% der Anteile gesichert. Allerdings bekam die geplante Offerte am Freitag auch Gegenwind vom Großaktionär Bernard Arnault.

"Bereits seit Gründung unseres Unternehmens zählen Rubrikenmärkte zum Kerngeschäft von Axel Springer", erklärte Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner am Donnerstagabend. "In diesem Bereich sehen wir eine immer stärkere Verlagerung von der Print- in die Online-Welt". Dem digitalen Geschäft wird im Gegensatz zum klassischen Printgeschäft hohes Wachstumspotenzial bescheinigt, was sich auch in der Strategie von Axel Springer niederschlägt. Zuletzt hatte der Konzern etwa die Online-Jobbörse StepStone komplett übernommen.

Seloger.com wurde 1992 gegründet und betreibt sechs Immobilienportale in Frankreich. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010 erzielte das Unternehmen mit Sitz in Paris bei einem Umsatz von 39,4 Mio EUR ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 20,5 Mio EUR, woraus sich eine entsprechende Rendite von 52% ergibt.

Eine Gruppe von Aktionären des französischen Unternehmens, der unter anderem die Unternehmensgründer Amal Amar und Denys Chalumeau angehören, hat Axel Springer bereits ein Aktienpaket von 12,4% verkauft, ebenfalls zu einem Preis von 34 EUR je Anteilsschein. Das Übernahmeangebot soll "zu gegebener Zeit" bei der französischen Wertpapieraufsicht eingereicht werden, wie es hieß. Die geplante Offerte liege um etwa 13,3% über dem Schlusskurs der Seloger.com-Aktie vom Donnerstag.

Zumindest einem Anteilseigner ist dies aber zu wenig. Das Angebot bewerte Seloger.com mit Blick auf das Wachstumspotenzial, die Profitabilität sowie die Marktposition deutliche zu gering, erklärte die Groupe Arnault, das Investmentvehikel des französischen Unternehmers Bernard Arnault, am Freitag. Die Groupe Arnault ist größter Einzelaktionär des Luxusgüterkonzerns LVMH und besitzt auch 9% der Aktien von Seloger.com.

Webseiten: www.axelspringer.de www.groupe-seloger.com -Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com (Ambroise Ecorcheville aus Paris hat zu dem Bericht beigetragen.) DJG/phg/rio -0-

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