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UPDATE2: T-Systems schließt Allianz mit Cognizant

05.03.2008
(NEU: Aussagen Management, Details, Hintergrund) Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Aussagen Management, Details, Hintergrund) Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

HANNOVER (Dow Jones)--Die Telekom-Sparte T-Systems hat für den Bereich Systemintegration eine Partnerschaft mit dem US-Wettbewerber Cognizant geschlossen. Diese Partnerschaft ist nach Einschätzung von Rene Obermann, Vorstandsvorsitzender der T-Systems-Mutter Deutsche Telekom AG, das "letzte fehlende Element" bei der Neuaufstellung der Geschäftskundensparte.

Die Telekom stellt derzeit ihre Geschäftskundensparte grundlegend neu auf. Hintergrund dafür ist die Überzeugung der Deutschen Telekom, dass Geschäftskunden künftig Telekommunikation und IT-Dienste aus einer Hand geboten haben möchten. Obermann hatte auf der Bilanzpressekonferenz Ende Februar gesagt, dass die Telekom das T-Systems-Geschäft auf netzzentrierte ICT-Lösungen fokussieren wolle.

Die nun mit Cognizant im Bereich Systemintegration eingegangene Partnerschaft verbinde einen US-Dienstleister "mit starken Wurzeln im indischen Markt und einen führenden europäischen Anbieter", hieß es von der Geschäftskunden-Sparte der Deutschen Telekom am Mittwoch auf der CeBIT in Hannover zu der neuen Allianz. Cognizant ist an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet und Mitglied im Nasdaq-100-Index.

Die Partnerschaft sei "faktisch ein Joint Venture", lediglich ohne die Komplexität der dafür notwendigen Strukturen, so der neue Vorstandsvorsitzende von T-Systems, Reinhard Clemens. "Alles, was man in einem Joint Venture machen kann, kann man auch in einem Vertrag regeln".

Im konkreten Kundengeschäft werde jeweils derjenige Partner federführend tätig sein, der in der jeweiligen Region oder Branche bereits gut aufgestellt sei. So werde T-Systems in Europa federführend sein, während Cognizant dies bei seinen Kunden in den USA und Asien sein werde. Nach Branchen betrachtet sei T-Systems etwa im Autombilbereich stark, während Cognizant im Finanz- und Pharmasektor vergleichsweise stark präsent sei. Die jeweils vom Partner in den konkreten Projekten erbrachten Leistungen würden dann wie im Projektgeschäft üblich entsprechend verrechnet.

Mit der heutigen Ankündigung der Cognizant-Allianz beendet T-Systems monatelange Spekulationen um die Zukunft des Systemintegrations-Geschäfts. Zuletzt war am Markt und in der Branche aber bereits weitgehend erwartet worden, dass T-Systems dabei auf eine Partner-Lösung setzt. Clemens hatte bereits Mitte Februar angekündigt, den Bereich Systemintegration eher in eine Partnerschaft einbringen zu wollen als zu verkaufen.

Zusammen kommen Cognizant und T-Systems auf 110.000 Mitarbeiter weltweit. Damit erschließe sich für beide Unternehmen ein "beträchtliches Wachstumspotenzial". Als Teil der neuen Partnerschaft werde die indische Niederlassung von T-Systems mit rund 1.150 Mitarbeitern an Cognizant übergehen. Diese Transaktion unterliege dabei noch der Zustimmung durch die zuständigen Behörden.

T-Systems und Cognizant bringen den Angaben zufolge "jeweils ihre Stärken sowohl im Beratungsgeschäft als auch bei Off-Shore-Leistungen in die Partnerschaft ein". Alleine bei Cognizant arbeiten rund 40.000 Mitarbeiter in Asien und hier vor allem in Indien. Gemeinsam wollen Cognizant und T-Systems "im Wesentlichen europäische Konzerne, um deren Nachfrage nach weltweiten Service bei Systemanwendungen zu decken". Dabei bündeln beide Unternehmen ihr Beratungsgeschäft für Projekte vor Ort beim Kunden mit Off-Shore-Kapazitäten in Asien.

Die neue Partnerschaft wird auch Auswirkungen auf die im Bereich Systemintegration tätigen T-Systems-Mitarbeiter in Deutschland haben, da ihre Aufgaben nun teilweise stärker off-shore erledigt werden könnten. Zwar wolle T-System "so wenig wie möglich Mitarbeiteranpassungen" vornehmen, doch sei auch klar, dass "wir nicht alle mitnehmen können", so T-Systems-Manager Clemens.

"Es gibt einen Restrukturierungsbedarf bei T-Systems und dem werden wir uns auch stellen", so der Telekom-Vorstandsvorsitzende Obermann. Details dazu und die möglicherweise Zahl der betroffenen Mitarbeiter wollte der Telekom-Manager nicht weiter kommentieren. Dies müsse zunächst mit den Sozialpartnern besprochen werden.

Webseiten: http://www.t-systems.com http://www.cognizant.com - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/brb

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