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27.02.2009

UPDATE2: Telekom übertrifft Prognosen und sieht stabile Entwicklung

(NEU: Analysten, weitere Details)

Von Philipp Grontzki

DOW JONES NEWSWIRES

BONN (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom AG erwartet für 2009 eine stabile Geschäftsentwicklung, nachdem sich das Ergebnis des DAX-Konzerns im vergangenen Jahr besser als erwartet entwickelt hat. Wie der Bonner Telekomkonzern am Freitag mitteilte, sollen 2009 das bereinigte EBITDA und der freie Cash-Flow in etwa das Vorjahresniveau erreichen. 2008 hat die Telekom ihre Ziele vor allem beim Cash-Flow übertroffen. Dennoch sollen die Aktionäre nur eine unveränderte Dividende von 0,78 EUR je Aktie erhalten.

Im abgelaufenen Jahr erzielte der Konzern nach Angaben vom Freitag ein im Vergleich zu 2007 um 0,7% gestiegenes bereinigtes EBITDA von 19,46 Mrd EUR sowie einen freien Cash-Flow von 7,03 Mrd EUR. In Aussicht gestellt hatte der Konzern zuletzt wiederholt Werte von rund 19,3 Mrd EUR bzw von etwa 6,6 Mrd EUR. Von Dow Jones befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem bereinigten EBITDA von 19,38 Mrd EUR gerechnet.

Vorstandsvorsitzender René Obermann sagte, das Unternehmen gehe davon aus, sich auch im laufenden Jahr erfolgreich gegen die Wirtschaftskrise stemmen zu können. Der Konzern erklärte die positive Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Jahr auch mit Kosteneinsparungen.

Die Telekom gab ihren Ausblick ohne Berücksichtigung einer Vollkonsolidierung der griechischen Gesellschaft OTE. Der DAX-Konzern hatte im vergangenen Jahr eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen erworben und wird OTE laut Obermann rückwirkend zum 1. Februar 2009 voll konsolidieren. Möglich wird dies durch eine Vereinbarung mit der griechischen Regierung, nach der die Telekom künftig die Management-Kontrolle bei dem griechischen Unternehmen hat.

Im vierten Quartal fiel auf den Buchwert der OTE eine Wertminderung von 500 Mio EUR an. Diese Wertminderung resultiere aber nicht aus einer Veränderung bei den Geschäftsplänen, so die Telekom.

Bereits im November hatte die Telekom einen Ausblick auf 2009 gegeben und damals ein stabiles bis leicht steigendes bereinigtes EBITDA sowie einen Cash-Flow auf Vorjahresniveau prognostiziert. Basis für die Annahmen waren dabei die Prognosen für 2008 - diese Werte lagen nun aber über den unternehmenseignenen Erwartungen. Jetzt formuliert die Telekom ihre Prognose so, dass bereinigtes EBITDA und freier Cash-Flow 2009 in einer Größenordnung um den 2008 erreichten Wert liegen sollen.

Dies sei im Prinzip eine leichte Anhebung, sagte Frank Rothauge, Analyst bei Sal. Oppenheim. Sein Kollege Stefan Borscheid von der Landesbank Baden-Württemberg schrieb in einer Einschätzung, dass der freie Cash-Flow 2008 klar über den Markterwartungen ausgefallen sei.

Im abgelaufenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 61,7 (62,5) Mrd EUR. Dabei hätten Wechselkurseffekte von 1,3 Mrd EUR die Einnahmen belastet. Das berichtete Nettoergebnis erreichte 1,48 (0,57) Mrd EUR.

Im Mobilfunk verzeichnete die Telekom einen Zuwachs von 6,2% beim bereinigten EBITDA, während das operative Ergebnis im Bereich Festnetz/Breitband um 4,4% zurückging. Hier hat das Unternehmen vor allem mit dem anhaltenden Rückgang bei klassischen Festnetzanschlüssen in Deutschland zu kämpfen. 2008 verzeichnete der Konzern ein Minus von rund 2,5 Mio heimischen Anschlüssen. Das Geschäftskundensegment habe 2008 in einem "schwierigen" Wettbewerbsumfeld auf vergleichbarer Basis einem Umsatzrückgang von 1,2% verzeichnet.

Zur Entwicklung der Kundenzahlen im vergangenen Jahr hatte sich die Telekom bereits Ende Januar geäußert. Dabei vermeldete der Konzern für das Schlussquartal bei den Nettoneukunden im Mobilfunk insgesamt einen Rückgang von 55,3% auf 1,68 Millionen. Die Zahl der heimischen DSL-Neukunden sank im vierten Quartal um 33,1% auf 352.000 - allerdings konnte die Telekom damit nach eigenen Angaben nahezu jeden zweiten DSL-Neukunden für sich gewinnen.

Im vierten Quartal erhöhte die Telekom ihre Erlöse um 2% auf 16,1 Mrd EUR und das bereinigte EBITDA um 1,3%. Unter dem Strich verzeichnete der Konzern einen Verlust von 730 Mio EUR, nach einem Minus von 750 Mio EUR im Vorjahresquartal.

Die Telekom steht vor einer Umstrukturierung und erklärte am Donnerstagabend, dass der Vertrieb, das Marketing und der Service für das deutsche Mobil- und Festnetzgeschäft in einem Vorstandsressort zusammengefasst werden sollen. Daneben sollen unter einem Ressort "Operations" Produktentwicklung, IT und Technik künftig europaweit und der Einkauf weltweit gesteuert werden.

Der scheidende Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick wird nach Angaben vom Donnerstag zum 1. März von Timotheus Höttges ersetzt. Höttges ist derzeit im Konzernvorstand zuständig für den Festnetzbereich T-Home. Dabei verantwortet er neben den Festnetzaktivitäten auch den gesamten Vertrieb und den Service von T-Mobile und T-Home in Deutschland.

An der Börse wurde der Geschäftsbericht positiv aufgenommen. Telekom-Aktien kletterten bis gegen 14.07 Uhr um 2% auf 9,7 EUR, während der DAX sehr schwach tendiert.

Webseite: http://www.telekom.de - Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/kla Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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