Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


21.11.1986

Uralte Denkweise der 60er Jahre

Man hat, so Patterson, diese Falle inzwischen erkannt und dabei in den letzten Jahren vor allem eines gelernt: Es "ist ein sehr teures Spiel", die uralten prozessor-architektonischen Weichenstellungen aus den frühen 60er-Jahren - damals wurde beispielsweise die wegweisende IBM-360-Serie entwickelt - "immer noch weiter" beizubehalten. Und "eigentlich überrascht es uns Rechner-Architekten", daß man "an den damaligen Entscheidungen gar so lange festhält".

Damals, so bemerkt Patterson, war die 360er-Reihe übrigens auch deshalb ein erfolgreiches Produkt, weil sie mit ihrer 24-Bit-Adressierung einen für jene Jahre immensen Adreßraum sehr, sehr wichtig war". Und es sei beispielsweise damals das Problem der frühen PDP 11 gewesen, daß dieser Mini bloß mit 16-Bit-Adressen arbeitete.

Als etwa 1960 bis 1965 die Weichen für viele lange Jahre EDV-Entwicklung gestellt worden sind, war aber auch anderes noch himmelweit entfernt von dem, was die verwöhnte Informatik-Jugend von heute für gottgegeben hält: so etwa waren schnelle Pufferspeicher (Cache) zwischen Prozessor und Hauptspeicher damals unbekannt, von mehrstufigen Speicher-Hierarchien mit - nach "außen" - abnehmender Geschwindigkeit oder gar von virtuellen Speichern völlig zu schweigen.